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14.08.2018

Deutsche Maschinenexporte in die Türkei gehen zurück

Laut VDMA sind die deutschen Maschinenexporte in die Türkei im Zeitraum Januar bis Mai 2018 um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr geschrumpft. Das zeigt, dass sich die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Türkei zunehmend auch in den Maschinenlieferungen aus Deutschland bemerkbar machen.

Die negative Entwicklung dürfte sich in den nächsten Monaten fortsetzen, da die türkische Lira gegenüber dem Euro deutlich an Wert verloren hat, schätz der VDMA. Im Juli 2018 war eine Lira im Durchschnitt noch 18 Euro-Cent wert. Im Jahresdurchschnitt 2017 waren es 24 Euro-Cent und im Jahr davor sogar 30 Euro-Cent.

  • Deutsche Lieferungen in die Türkei. Bild: VDMA Statistisches Bundesamt, VDMA

    Deutsche Lieferungen in die Türkei. Bild: VDMA Statistisches Bundesamt, VDMA

  • Entwicklung der deutschen Maschinenlieferungen in die Türkei. Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA

    Entwicklung der deutschen Maschinenlieferungen in die Türkei. Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA

  • Deutsche Maschinenausfuhr der wichtigsten Fachzweige in die Türkei. Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA

    Deutsche Maschinenausfuhr der wichtigsten Fachzweige in die Türkei. Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA

  • Maschineneinfuhr der Türkei. Bild: UN Comtrade, DESA/UNSD, VDMA

    Maschineneinfuhr der Türkei. Bild: UN Comtrade, DESA/UNSD, VDMA

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"Die Sanktionen und Strafzölle, die US-Präsident Donald Trump für die Türkei jüngst erlassen hat, haben die Lira erneut auf Talfahrt geschickt. Damit verteuern sich für die türkischen Kunden die Einfuhren erheblich. Der schwache Lira-Kurs ist aber auch für all diejenigen Unternehmen eine große Last, die ihre Kredite in Fremdwährung aufgenommen haben”, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Für das türkische verarbeitende Gewerbe bleiben die Rahmenbedingungen schwierig. Zwar hat sich im Juli nach den Wahlen die Stimmung verbessert. Mit 49 Indexpunkten (Juni: 46,8) notierte der Einkaufsmanagerindex aber weiter unter der Schwelle von 50 Punkten, was eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung signalisiert.

Während Produktion und Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe rückläufig sind, konnten die Exportaufträge zum ersten Mal seit drei Monaten zulegen. Für die türkische Exportwirtschaft hat sich durch die schwächere Lira die preisliche Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Doch der Vorteil wird teilweise dadurch aufgezehrt, dass zahlreiche Vorprodukte zunehmend teuer aus dem Ausland zugekauft werden müssen.

Hohe Importabhängigkeit

Mit einem Marktvolumen von rund 29 Milliarden Euro ist die Türkei der zwölftgrößte Maschinenmarkt weltweit. Nur etwas mehr als ein Drittel der verkauften Maschinen stammt aus inländischer Produktion. Dies bedeutet, dass der überwiegende Teil der Maschinen im Ausland gekauft werden muss.



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Unternehmensinformation

VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Lyoner Straße 18
DE 60528 Frankfurt
Tel.: 069-6603-0
Fax: 069-6603-1511

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