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11.05.2018

Chiron plant Hybridmaschine

Werkzeugmaschinenhersteller Chiron aus Tuttlingen will künftig auch Additive Manufacturing in die Maschine integrieren. Entsprechende Pläne bestätigte im Interview Dr. Markus Flik, Geschäftsführer der Chiron Group, zu der neben Chiron auch Stama und Scherer Feinbau gehören.

Dr. Markus Flik. Bild: maschine+werkzeug

Dr. Markus Flik. Bild: maschine+werkzeug

Herr Dr. Flik, im Showroom von Chiron steht auch ein 3D-Drucker für Musterteile. Wird das Thema Additive Manufacturing auch für Sie als Maschinenbauer irgendwann interessant werden?

Ja, das wird es.

Mit einer neuen Maschine?

Wir sind noch am Anfang unserer Überlegungen, aber wir prüfen Prozessintegrationen in die Maschinen und sind da schon in konkreten Projekten. Wir denken auch über integrierte Zellen nach, wo wir Turkey einbringen können. Aus heutiger Sicht muss jedes additiv gefertigte Teil spanend nachbearbeitet werden. Dafür bietet sich eine Zelle an, in der Daten gesamthaft gehandhabt werden. Das beginnt mit dem CAD-Modell, aus dem heraus das Programm für den 3D-Druck entwickelt wird. Der additive Prozess endet mit einer nicht definierten Endkontur, die der Startpunkt für weitere Prozessschritte ist bis hin zur Wärmebehandlung sowie Entpulverungs- und Reinigungsprozesse. Wir sehen da interessante Chancen für Chiron.

Haben Sie dafür Entwicklungspartner?

Ja, aber darüber können wir derzeit noch nicht sprechen.

Wann wird das interessant?

Wie gesagt, ist das noch am Anfang. Bis wir damit auf den Markt kommen, werden schon noch ein paar Jahre vergehen.


Wo sehen Sie dafür Anwendungsmöglichkeiten?

Das betrifft grundsätzlich alle Branchen, wo die Fähigkeit, komplexe, individuelle Werkstücke herzustellen, einen Nutzen darstellt. Ich denke da beispielsweise an Medizintechnik, Aerospace oder die Schmuckindustrie. Bei Großserienwerkstücken sehen wir noch keine Wettbewerbsfähigkeit von generativen Prozessen. Aber das ist die heutige Sicht – in einigen Jahren ist das vielleicht schon überholt, weil die Technologie sich sehr schnell weiterentwickelt. Man sollte da vorsichtig mit Prognosen sein.


Haben Sie bestimmte Werkstückgrößen im Blick?

Da die Abscheideraten beschränkt sind, kann Additive Manufacturing vor allem für die kleineren Werkstücke von Vorteil sein. Bei großen Teilen wird die generative Fertigung möglicherweise interessant, wenn die Zerspanraten sehr hoch sind. Oder wenn additiv Konturen möglich sind, die subtraktiv nicht herzustellen sind. Dabei kann man an Bauteile denken, die durch besondere Formgebung leichter werden können. Interessant ist auch die Möglichkeit, von vornherein zusätzliche Funktionen in das Bauteil zu bringen, wie etwa integrierte Kühlkanäle.

Unternehmensinformation

Chiron-Werke GmbH & Co. KG

Kreuzstr. 75
DE 78532 Tuttlingen
Tel.: 07461-940-0
Fax: -3159

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