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02.05.2018

Bugatti druckt Bremssattel aus Titan

Die französische Luxusmarke Bugatti versucht ständig ihre Modelle mit neuen Werkstoffen und Verfahren noch besser zu machen. Jetzt ist es den Entwicklern in Zusammenarbeit mit dem Laser Zentrum Nord gelungen, einen Bremssattel zu konzipieren, der per 3D-Druck vollständig aus Titan gefertigt wird.

Das Laser Zentrum Nord hat zusammen mit Bugatti den Bremssattel entwickelt und anschließend mit einem 3D-Drucker gefertigt. (Bild: Fraunhofer/Marc Steinmetz)

Bugatti steht mit seinen Supersportwagen Veyron und Chiron für Innovationsfähigkeit und atemberaubende Performance-Daten im automobilen Extrem-Leistungsbereich. Nun hat die Technologieschmiede einen neuen Coup gelandet: Erstmals ist es den Bugatti-Entwicklern gelungen, einen Bremssattel zu konzipieren, der per 3D-Druck aus Titan gefertigt wird. In der generativen Fertigung von Fahrzeugteilen wurde bislang hauptsächlich Aluminium verwendet. Der Bremssattel ist damit das weltweit größte im 3D-Druckverfahren gefertigte Funktionsbauteil aus Titan. Erreicht wurde dieser neue Meilenstein in der Entwicklung des 3D-Drucks in einer Zusammenarbeit mit dem in Hamburg ansässigen Laser Zentrum Nord, das seit Jahresbeginn zur Fraunhofer-Gesellschaft gehört.

Serienfertigung startet in diesem Jahr

Bugatti unterstreicht mit dieser Weltpremiere seine Leuchtturmfunktion für den 3D-Druck im Volkswagen Konzern sowie seine Rolle als Innovationstreiber in der internationalen Automobilindustrie. Die Fahrzeugversuche für den Serieneinsatz des 3D-Titan-Bremssattels werden noch in der ersten Hälfte dieses Jahres starten. „Ein Fahrzeugentwickler sieht sich niemals am Ziel, das gilt auch und gerade für uns bei Bugatti“, so Frank Götzke, Leiter Neue Technologien in der Technischen Entwicklung von Bugatti Automobiles S.A.S. „Wir überlegen ununterbrochen, wie wir mit neuen Werkstoffen und neuen Verfahren unser aktuelles Modell in der Modellpflege noch besser machen und wie künftige Fahrzeugkonzepte unserer Marke technisch aussehen können.“

„Da wir uns mit unseren Leistungs- und Performancedaten oft im physikalischen Grenzbereich bewegen, sind die Ansprüche besonders hoch“, führt der 48-jährige Dipl.-Ingenieur und studierte Werkzeugmaschinen- und Fertigungstechniker fort. „Deshalb gehen wir bei Bugatti in der Entwicklung technischer Lösungen immer mindestens einen Schritt weiter als andere Hersteller.“

Götzke ist seit über 22 Jahren im Volkswagen Konzern tätig. Seit 2001 arbeitet er bei Bugatti und war als Leiter der Fahrwerk-Entwicklung maßgeblich an der Entwicklung des Veyron und in seiner jetzigen Funktion des Chiron beteiligt.
Bugatti hat derzeit im neuen Chiron die leistungsstärksten Bremsen der Welt im Einsatz. Die Bremssättel wurden dafür komplett neu entwickelt. Sie bestehen aus einer hochfesten Aluminium-Legierung und werden aus einem Block geschmiedet. Mit jeweils acht Titankolben an den vorderen Bremssätteln und jeweils sechs an den hinteren sind das gleichzeitig die größten Bremssättel, die derzeit in einem Serienfahrzeug zum Einsatz kommen. Der Bremssattel des Chiron wird unter Anwendung von Prinzipien der Bionik nach dem Vorbild der Natur gefertigt. Mit der neuen Architektur konnte minimales Bremssattelgewicht bei maximaler Bausteifigkeit erreicht werden. Sowohl für Design und Funktionsweise der Bremsen kam die Inspiration aus dem Rennsport.


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Laser Zentrum Nord GmbH

Am Schleusengraben 14
DE 21029 Hamburg
Tel.: 040-484010-0
Fax: -999

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