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17.05.2018

Boeing sichert seinen 3D-Druck mit einer Lösung von Assembrix

In der Luft- und Raumfahrtindustrie ist der Wettbewerb zwischen den Unternehmen sehr hoch. Das macht den Schutz des geistigen Eigentums umso wichtiger - besonders dann, wenn die Bauteile in digitaler Form vorliegen. Boeing hat sich deshalb dazu entschieden, seine Daten für den 3D-Druck zu schützen.

Die Plattform überwacht den gesamten additiven Fertigungsprozess vom ersten Teilmodell bis zum verifizierten physischen Teil. (Bild: Assembrix)

Der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing ist mit dem israelischen Software-Unternehmen Assembrix eine Kooperation eingegangen. Ziel ist der Schutz von geistigem Eigentum bei 3D-gedruckten Flugzeugteilen.

Bei der von Assembrix entwickelten Lösung handelt es sich um eine Cloud-basierte Plattform, die den industriellen 3D-Druck virtualisiert und einfachere, sicherere und effizientere Prozesse ermöglicht. Dabei überwacht die Software den gesamten additiven Fertigungsprozess vom ersten Teilmodell bis zum verifizierten physischen Teil und darüber hinaus. Boeing ist dadurch in der Lage Designdateien und Informationen für die additive Fertigung an angeschlossene Dienstleister und Zulieferer sicher zu übertragen, ohne dabei dem Risiko ausgesetzt zu sein, dass die Daten abgefangen, beschädigt oder entschlüsselt werden.

"Diese Kooperation verstärkt die Verbindung zwischen Boeing und der israelischen Industrie und hilft gleichzeitig jungen Unternehmen wie Assembrix, ihre Geschäftsaktivitäten auszubauen", betont David Ivry, President von Boeing Israel. "Boeing sucht weltweit nach Firmen, die die strengen Anforderungen bezüglich Qualität, Zuverlässigkeit, Kosten und geistigem Kapital erfüllen. Assembrix gehört zu dieser Sorte von Unternehmen."

Schwerpunkt Additive Manufacturing

Der Flugzeugbauer konzentriert sich auf die additive Fertigung um sein Produktionssystem zu verändern und das Wachstum des Unternehmens zu fördern. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen bereits über 50.000 3D-gedruckte Teile im Einsatz. An insgesamt 20 Niederlassungen weltweit produziert Boeing seine Bauteile mit additiven Fertigungsverfahren. Darüber hinaus kooperieren die US-Amerikaner mit Dienstleistern und Zulieferern rund um den Globus, um 3D-gedruckte Teile für seine laufenden Luft- und Raumfahrtprogramme herzustellen. So arbeitet das Unternehmen bespielsweise mit dem Schweizer Konzern Oerlikon zusammen. Gemeinsam will man Material und Fertigungsprozesse entwickeln, mit denen sich Bauteile erstellen lassen, die FAA-Normen und militärische Vorgaben erfüllen.

"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Boeing und schätzen das Vertrauen in unsere Fähigkeiten", bekräftigt Lior Polak , CEO von Assembrix. "Die Zusammenarbeit hilft uns dabei, unsere Vision zu verwirklichen – innovative Lösungen zu entwickeln und zu implementieren, die die Welt vernetzen und damit die additive Fertigung vorantreiben."

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