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maschine+werkzeug 01/2011

Bimetallproblem elegant gelöst

Technik

Fräsen – Das Bimetall-Schwungrad einer Husqvarna-Motorsäge ist durch unterschiedliche Materialien eine echte Fräs-Herausforderung. Dieser hat sich der Hartstoffspezialist Ceratizit dank seiner umfangreichen Erfahrung erfolgreich gestellt.

In den Kettensägen von Husqvarna ist ein besonderen Mix verschiedener Materialien eingesetzt.

Das Schwungrad einer Husqvarna-Motorsäge ist gleichzeitig Anlasser und Ventilator. Der Außendurchmesser des Schwungrades muss auf ein genaues Maß abgefräst werden, was angesichts des besonderen Materials ›Bimetall‹ leichter gesagt als getan ist. Auf der Suche nach einer Lösung wandte sich das Unternehmen an Ceratizit.

»Die Prozessparameter und Prozessbedingungen waren eindeutig«, so Hans Axelsson, Verkaufsleiter Ceratizit Northern Europe. »Um die Gratbildung im Aluminium und die Ausbrüche im Sinterstahl zu minimieren, mussten wir eine Schneidplatte mit scharfen aber gleichzeitig stabilen und verschleißfesten Schneidkanten neu entwickeln. Mit dem ersten Vorschlag lagen wir gleich richtig.«

Das Besondere: Die Bearbeitung von Bimetall-Komponenten verlangt einen anderen Ansatz als herkömmliche Materialien. Hier kommen Standardwerkzeuge kaum in Frage. Die einzelnen Werkstoffe stellen komplett unterschiedliche Anforderungen an den Schneidstoff sowie an das gesamte Werkzeug und die Werkzeugauslegung. So fordern Gusswerkstoffe eine hohe Verschleißfestigkeit und eine stabile Schneidkante. Die Spanformung hingegen ist wegen der kurzbrüchigen Späne unproblematisch.

Das Material Aluminium dagegen ist langspanend und weich, es benötigt daher eine möglichst scharfe Schneidkante und gute Spanformung. Die außergewöhnliche Herausforderung besteht darin, den fast schon gegensätzlichen Anforderungen beider Materialien in einer optimalen Kombination von Werkzeug und Schneidstoff gerecht zu werden.

Die Sonderlösung, die Ceratizit für Husqvarna entwickelte, besteht aus einer präzisionsgeschliffenen quadratischen Fräswendeplatte in einer Hartmetallsorte, die ursprünglich für Stäbe entwickelt wurde. Die Feinstkornsorte TSM33 in Kombination mit einer Hyper-Coat-Beschichtung wurde zum Volltreffer.

Ceratizit hat bei der Bearbeitung von Bimetall-Komponenten bereits umfangreiche Erfahrungen gesammelt, vor allem in der Automobilindustrie. Hier kommen solche Komponenten immer mehr zum Einsatz, zum Beispiel bei Motorblöcken, bei denen der Zylinderblock aus Aluminium ist und die Zylinderlaufbuchsen aus Gusseisen sind.

www.ceratizit.com

Unternehmensinformation

CERATIZIT Austria GmbH

Metallwerk-Plansee-Str. 71
AT 6600 REUTTE/TIROL
Tel.: 00435672-200-0
Fax: -502

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