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maschine+werkzeug 07/2012

Besser zentrierte Wasserdüsen

Technik - Peripherie

Wasserstrahlschneiden - Mit der neuartigen Schneidkopf-Konstruktion von STM und Maximator Jet kann die Leistung von Abrasivschneidsystemen deutlich verbessert werden.

Düsendefekte waren beim Betrieb von Abrasivwasserstrahlanlagen bisher der ärgerlichste und unvermeidlichste Störfaktor. Sie werden vor allem durch eintretende Sandpartikel während des Schneidvorgangs und Verschmutzungen bei der Montage ausgelöst.

Die Folge sind ärgerliche Ausfallzeiten und Ersatzteilverschleiß, schlimmstenfalls aber auch gravierende Produktionsmängel. Die Wasserstrahl-Spezialisten Maximator Jet und STM haben jüngst in Zusammenarbeit mit der TU Berlin und Fraunhofer eine neue Abrasivschneidkopfkonstruktion entwickelt, die diese Probleme fast gänzlich vermeidet.

Die neue Schneidkopf-Generation zentriert die Wasserdüse über einer Bohrung, anstatt wie bisher über einen Konus aus. Das Design der Abdichtung ist so gestaltet, dass auch bei der Montage keine schädlichen Verformungen durch ein überhöhtes Anzugsmoment entstehen können. Bei der Montage ist zudem keinerlei Hilfswerkszeug erforderlich. Außerdem wurde der Abrasivschneidkopf so konfiguriert, dass die Wasserdüse so wenig wie möglich mit Abrasivpartikeln in Berührung kommt. Auch das schützt die Wasserdüse optimal gegen zerstörerische Einflüsse und macht den Abrasivschneidkopf deutlich leistungsfähiger und präziser.

Das Entwicklungsteam schätzt, dass sich mit diesem Prototypen Materialverschleiß und Wartungsaufwand um bis zu 60 Prozent reduzieren und die Qualität des gesamten Produktionsprozesses deutlich steigern lässt. Ab sofort werden deshalb alle Abrasivschneidsysteme von STM und Maximator Jet serienmäßig mit dem neuen Schneidkopf ausgerüstet. Er ist mit älteren STM-Wasserstrahlschneidanlagen ebenso kompatibel wie für Systeme anderer Fabrikate.

Für die Entwicklung hatte das Forscherteam handelsübliche Abrasivschneidköpfe wochenlang im Labor auf Leistung und Verschleiß getestet. Die Strömungsprozesse in der Mischkammer wurden mit einer High-Speed-Kamera dokumentiert und später analysiert. Diese empirischen Daten führten das Team zusammen mit theoretischen Erkenntnissen zu dem neuen Konstruktionsansatz. Dieser verbessert die Gesamt-Performance von Wasserstrahlschneideanlagen so nachhaltig, dass der Hersteller sogar von einer neuen Ära im Abrasivwasserstrahlschneiden spricht.

»Beim tagtäglichen Einsatz in Lohnschneidezentren zeigen sich die Produktvorteile des neuen Abrasivschneidkopfes am eindrucksvollsten«, erklärt STM-Geschäftsführer Jürgen Moser und fügt hinzu: »Wer bisher nach circa 20 Betriebsstunden die Wasserdüse austauschen musste, um gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten, kommt jetzt mit bis zu 40 Stunden und mehr aus.« Dank der minimalen Ausfallzeiten könne eine Wasserstrahlanlage zudem noch besser ausgelastet werden. »Eine Tatsache, die uns bestätigt und unsere Kunden glücklich macht«, so Moser.

STM ist ein führender Anbieter von Wasserstrahlschneidmaschinen mit Sitz in Bischofshofen in Österreich. Seit über 20 Jahren entwickelt das Unternehmen Produktionslösungen vor allem für die Stahl-, Aluminium-, Metall-, Kunststoff-, Stein- und Glasindustrie, die sich vor allem durch Effizienz, Bedienungskomfort und Verschleißfestigkeit auszeichnen. In Entwicklung und Vertrieb arbeitet STM mit Maximator Jet in Deutschland zusammen. Maximator Jet ist ein führender Systemlieferant in der Wasserstrahlschneide-Industrie mit Sitz im fränkischen Schweinfurt. Seit 1999 baut und vertreibt das Unternehmen schwerpunktmäßig hoch spezialisierte Wasserstrahlschneidsysteme für Sonderanwendungen in ganz Europa. Das Portfolio umfasst neben 2D- und 3D-Schneidsystemen aus eigener Produktion auch Anlagen von STM.

www.stm.at

www.maximator-jet.de

  • Die neue Schneidkopf-Generation zentriert die Wasserdüse über einer Bohrung aus.

    Die neue Schneidkopf-Generation zentriert die Wasserdüse über einer Bohrung aus.

  • Der Abrasivschneidkopf ist eine Gemeinschaftsentwicklung von Maximator Jet, STM, der TU Berlin und Fraunhofer.

    Der Abrasivschneidkopf ist eine Gemeinschaftsentwicklung von Maximator Jet, STM, der TU Berlin und Fraunhofer.

  • Mit Wasserschneideanlagen lassen sich unterschiedliche Materialien bearbeiten.

    Mit Wasserschneideanlagen lassen sich unterschiedliche Materialien bearbeiten.

  • Idealer und möglicher Schneidbereich.

    Idealer und möglicher Schneidbereich.

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