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21.07.2016

Berührungsfreier, vollautomatischer Gleitschliff-Prozess

Der Einsatz von Robotern ermöglicht bei der Surf-Finishing-Technologie von Rösler die Handhabung der Werkstücke während des berührungsfreien, vollautomatischen Gleitschliff-Prozesses. Dadurch können geometrisch komplexe Bauteile nicht nur vollflächig, sondern prozesssicher und effizient auch gezielt selektiv bearbeitet werden.

Bei der auf dem bewährten Schlepp-Finishen basierenden, innovativen Gleitschliff-Technologie erfolgt das Teilehandling durch einen oder mehrere Sechs-Achs-Knickarmroboter. Er entnimmt das beziehungsweise die zu bearbeitenden Werkstücke mit einem teileangepassten Greifsystem von der Zuführung und taucht es in den mit aufgabenspezifisch ausgewähltem Schleifmedium gefüllten, rotierenden Arbeitsbehälter ein. Anschließend bewegt er das Bauteil entsprechend einem vorab gespeicherten und manuell oder automatisch ausgewählten Bearbeitungsprogramm durch das Medium.

Der Roboter kann das Werkstück dabei in verschiedenen Winkeln neigen, rotieren sowie stationär führen. Dies ermöglicht, dass je nach Aufgabenstellung das komplette Werkstück, ein bestimmter oder verschiedene definierte Bauteilbereiche durch die Schleifkörper „surfen“. Auf diese Weise lässt sich eine sehr gezielte selektive Bearbeitung realisieren. Je nach Größe des Arbeitsbehälters und Werkstücks kann ein Surf-Finisher mit bis zu drei Robotern eingesetzt werden.

Während des Entgrat-, Schleif- oder Verrundungsprozesses rotiert der Arbeitsbehälter mit der im Programm festgelegten Geschwindigkeit, die maximal 80 Umdrehungen pro Minute beträgt. In Kombination mit der Werkstückbewegung entsteht ein hoher Druck zwischen dem Bauteil und Schleifmedium, durch den das gewünschte Ergebnis reproduzierbar in vergleichsweise sehr kurzen Zykluszeiten erzielt wird. Nach der festgelegten Bearbeitungszeit legt der Roboter das Werkstück definiert ab oder bringt es – je nach Anlagenausstattung – zuvor noch zu einer Reinigungsstation.

Die Möglichkeit, Bearbeitungsprogramme in der Anlagensteuerung zu hinterlegen, macht die Surf-Finishing-Technologie hochflexibel. Abhängig von der Auswahl des Bearbeitungsmediums, der Prozessart (Trocken- oder Nassbearbeitung), der Rotationsgeschwindigkeit des Arbeitsbehälters und der Bewegung sowie dem Eintauchwinkel des Werkstücks reicht das Anwendungsspektrum von aggressivem Entgraten und Verrunden über intensives Schleifen bis hin zum Hochglanzpolieren, wobei Ra-Werten von kleiner 0,04 Mikrometer erzielt werden können – und das vollautomatisch auch an definierten Bauteilbereichen.

  • Der Surf-Finisher ist mit zwei Robotern ausgestattet, die parallel arbeiten. Bild: Rösler Oberflächentechnik GmbH

    Der Surf-Finisher ist mit zwei Robotern ausgestattet, die parallel arbeiten. Bild: Rösler Oberflächentechnik GmbH

  • Je nach ausgewähltem Bearbeitungsprogramm taucht der Roboter das Werkstück vollständig oder partiell in das Schleifmedium im rotierenden Arbeitsbehälter ein. Bild: Rösler Oberflächentechnik GmbH

    Je nach ausgewähltem Bearbeitungsprogramm taucht der Roboter das Werkstück vollständig oder partiell in das Schleifmedium im rotierenden Arbeitsbehälter ein. Bild: Rösler Oberflächentechnik GmbH

  • Werkstücke mit geometrisch komplexen Formen sind das Zielgebiet der Surf-Finishing-Technik. Bild: Rösler Oberflächentechnik GmbH

    Werkstücke mit geometrisch komplexen Formen sind das Zielgebiet der Surf-Finishing-Technik. Bild: Rösler Oberflächentechnik GmbH

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Unternehmensinformation

Rösler Oberflächentechnik GmbH

Vorstadt 1
DE 96190 Untermerzbach
Tel.: 09533-924-0
Fax: 09533-924-300

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