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maschine+werkzeug 07/2014

Bauteilqualität im Fokus

Technik - Maschinen

Drehen - Die Bauteilproduktion soll stets schneller, günstiger und präziser erfolgen. Wie die dazugehörigen Produktionslösungen aussehen können, verdeutlicht Emag mit der neuen vertikalen Wellendrehmaschine VT 4-4.

Hier geht es zur Wellendrehmaschine VT 4-4 von Emag.

Innerhalb der Automobilproduktion nimmt die Produktion von Antriebs- und Getriebewellen eine sehr spezifische und zugleich zentrale Aufgabe ein – und das aus verschiedenen Gründen. Zunächst einmal weisen viele Bauteile eine detailreiche, hochkomplexe Geometrie auf, von der sehr viel abhängt. Kleinteilige Verzahnungselemente sorgen zum Beispiel für eine hochwirksame Kraftübertragung im Getriebe. Präzise Schultern und Nuten sichern die Verbindung zu anderen Komponenten. Die Effizienz des gesamten Antriebsstrangs wird von der Funktionalität der Wellen maßgeblich beeinflusst.

Auf der anderen Seite entstehen die komplexen Bauteile möglichst schnell und sehr präzise in Millionenauflage. Nach der zentralen Drehbearbeitung muss die Welle idealerweise eine endkonturnahe Geometrie aufweisen. Die von den Produktionsplanern akzeptierten Toleranzen bewegen sich im Mikrometer-Bereich.

Die Drehspezialisten von Emag beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit der Frage, wie sich diese Hochleistungsanforderungen unter einen Hut bringen lassen. Die Entwickler des Maschinenbauers konstruieren maßgeschneiderte Fertigungslösungen für die Wellenproduktion. Auch und gerade die vertikale vierachsige Wellendrehmaschine VT 4-4 steht in dieser Tradition. Bei der Bearbeitung von Bauteilen mit einer maximalen Länge von 1050 mm und einem maximalen Durchmesser von 200 mm werden neue Potenziale erschlossen. Der Bearbeitungsprozess mit einer maximalen Drehzahl von 4500 min-1 erfolgt vierachsig. Dafür stehen zwei Werkzeugrevolver mit jeweils zwölf Plätzen zur Verfügung, die mit Drehwerkzeugen oder angetriebenen Werkzeugen bestückt sind (einen Platz belegt der Greifer).

Über Werkstückgreifer werden die Rohteile in die Maschine transportiert und nach der Bearbeitung wieder entnommen. Während der eine Greifer ein neues Bauteil in die Maschine legt, transportiert der andere das fertige Teil wieder aus der Maschine heraus. »Dieses Prinzip sorgt zunächst einmal für enorme Leistungssprünge in der Wellenproduktion – gerade wenn die Stückzahlen sehr hoch sind«, erklärt Dr. Guido Hegener, Geschäftsführer der Emag Maschinenfabrik GmbH. »Die Taktzeit ist durch den schnellen Werkstückwechsel und die leistungsstarke vierachsige Bearbeitung extrem kurz. In Verbindung mit der einfachen Automation können so minimale Stückkosten erreicht werden. Das kommt dem Anwender direkt zugute«, hebt Hegener hervor.

Die Maschine ist im Standard mit zwei platzsparenden, umlaufenden Teilespeichern ausgestattet, in die bis zu 28 Rohteile oder 28 Fertigteile aufgenommen werden können. Über Umsetz- beziehungsweise Wendeeinheiten oder Roboter lassen sich mehrere VT-Maschinen sehr einfach und kostengünstig miteinander verketten.

Die produzierte Bauteilqualität war den Emag-Entwicklern besonders wichtig. Basis der Maschinen ist der Grundkörper aus dem Polymerbeton Mineralit. Er trägt alle Technologieeinheiten: leistungsstarke Arbeitsspindel, Revolver und Reitstock. Die steife und schwingungsarme Konstruktion sorgt für ein qualitativ hochwertiges Drehergebnis und damit für perfekte Oberflächen und sehr maßgenaue Geometrien, verspricht Emag. Eine dauerhafte Prozess-Sicherheit garantiert zudem die für Emag typische, vertikale Anordnung des Bauteils. Durch den freien Spänefall werden Spänenester im Maschinenraum vermieden.

»Nicht zuletzt haben wir großen Wert auf die Bedienbarkeit der Maschine gelegt«, betont Guido Hegener. »Schließlich ist der Faktor Mensch für die Produktivität von großer Bedeutung. Wir wollen es den Bedienern so einfach wie möglich machen.« Vor diesem Hintergrund ist die Maschine sehr gut zugänglich. Alle Aggregate von der Elektrik über die Hydraulik bis zur Kühlung lassen sich einfach erreichen. Außerdem ist die Bedienoberfläche der Steuerung übersichtlich und intuitiv gestaltet.

Insgesamt eröffnet die VT 4-4 eine ganze Bandbreite von Möglichkeiten für die Produktionsplaner im Getriebebau. Für ihren wirtschaftlichen Einsatz sorgen dabei auch die Außenmaße der Maschine. Bereits ihr Grundkörper ist auffällig klein, da die vertikale Anordnung nur wenig Raum beansprucht. Auch muss keine zusätzliche Automation eingeplant werden. Sie gehört von Anfang an dazu.

Wegen der kurzen Taktzeiten, einer hohe Flexibilität und der nur kleinen Stellfläche sehen die Emag-Experten gute Erfolgschancen für ihr neues Maschinenkonzept. »Wir sind außerordentlich optimistisch. Die VT 4-4 ergänzt mit einem sehr attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis unser vertikales Wellendrehprogramm in hervorragender Art und Weise. Daher rechnen wir uns sehr gute Marktchancen aus«, sagt der Emag-Geschäftsführer zuversichtlich.

Hier geht es zur Wellendrehmaschine VT 4-4 von Emag.

  • Vier-Achs-Bearbeitung von Getriebewellen in hohen Stückzahlen.

    Vier-Achs-Bearbeitung von Getriebewellen in hohen Stückzahlen.

  • Über Greifer in den beiden Revolvern wird die Maschine Be- und Entladen. Die Werkstückzuführung erfolgt über die seitlichen Automationsbänder.

    Über Greifer in den beiden Revolvern wird die Maschine Be- und Entladen. Die Werkstückzuführung erfolgt über die seitlichen Automationsbänder.

  • Die VT 4-4 ist eine vierachsige Wellendrehmaschine für Wellen bis 1050 mm Länge und 200 mm Durchmesser.

    Die VT 4-4 ist eine vierachsige Wellendrehmaschine für Wellen bis 1050 mm Länge und 200 mm Durchmesser.

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Tel.: 07162-17-0
Fax: 07162-17-199

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