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maschine+werkzeug 08/2009

Anspruchsvoll

Maschinen

Bearbeitungszentren. Ein Lohnfertiger hat sich das Ziel gesetzt, zu den Besten seiner Branche zu gehören. Das Rezept dazu: Ein Maschinenpark, der ausschließlich aus DMG-Maschinen besteht, die das Teilespektrum lückenlos bearbeiten können. Auch bei der Schulung der Mitarbeiter setzt das Unternehmen ganz auf DMG.

Für die Berghoff GmbH & Co. KG aus Drolshagen kam der Umschwung, als Finanzwirt Oliver Bludau in das Unternehmen seines Vaters einstieg. Ulrich Berghoff, der die Firma vor 25 Jahren gründete, ist der technisch Beschlagene, Sohn Oliver hatte bis dato mit der Metallbearbeitung wenig am Hut und sieht seine Stärken im Bereich Marketing, Management und Controlling.

»Ich komme aus der Finanzbranche, hatte also anfangs einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Ich finde es aber spannend, in die Industrie das alles einzubringen, was ich über Management gelernt hatte. Das ist ein Bereich, wo ich auch Dinge anfassen kann, die ich schaffe. Das kann man im Finanzsektor ja nicht unbedingt«, schildert Bludau seine Motivation. Der Junior-Chef hat Visionen, will ein Ziel angehen. »Nachdem wir uns entschlossen hatten, das Unternehmen gemeinsam weiterzuführen, wollten wir nicht nur eines von vielen durchschnittlichen Unternehmen sein«, berichtet Bludau weiter.

Eine strategische Überlegung war es dann, nicht das zu fertigen, was jeder fertigen kann. Gezielt geht Berghoff in Bereiche hinein, wo der Wettbewerb dünner wird, wo andere Unternehmen vielleicht gar nicht hinein wollen oder hinein können. Punkten soll das Unternehmen in speziellen Anwendungsgebieten, die hohe Anforderungen an Maßhaltigkeit stellen, an Form- und Lagetoleranzen und Genauigkeiten, die nicht auf jeder Maschine zu erfüllen sind. Bludau will Berghoff zum Hightech-Unternehmen machen.

»Unsere Vision ist es, zu den anerkanntesten und angesehensten Unternehmen im Bereich der Auftragsfertigung in Europa zu werden«, formuliert er das Ziel. Bei der Auftragsfertigung soll Berghoff das werden, was Porsche in der Automobilindustrie ist. »Wir müssen nicht die größten sein, aber man sollte über uns so reden, wie man im technischen Bereich über Porsche redet – da wird Qualität nicht angezweifelt und der Mythos nicht infrage gestellt«, beschreibt Bludau seine Gedanken.

2005 zählte das Unternehmen noch 20 Mitarbeiter, heute sind es bereits 80. Aus einem früheren Reifenlager zog Berghoff 1999 in eine eigene Fertigungshalle um. 2009 wurde schließlich ein zweites Werk errichtet, welches technologisch zu den modernsten Produktionen Europas gehört. Auf seinen Maschinenpark legt das Unternehmen seit jeher großen Wert.

»Wir können unser ehrgeiziges Ziel nicht erreichen, wenn wir auf alte Maschinentechnologie setzen«, referiert Bludau. »Wir müssen da up to date sein, Vorbild und Vorreiter sein – auch bei den Maschinen.« In die geräumige Werkshalle soll folgerichtig immer nur das kommen, was der Stand der Technik aktuell hergibt. Inzwischen laufen hier 25 Bearbeitungszentren – alle von DMG.

Auch das gehört zu Bludaus langfristigem Plan. »Den Branchen, in denen wir unterwegs sind, signalisieren wir so, dass wir auch ein strategischer, langfristiger Partner sind und nicht nur Feuerwehr spielen, wenn irgendwo mal eine Kapazitätsspitze da ist, für die jemand ein paar Wochen lang Teile fertigen soll.« Schwerpunkt des Unternehmens sind kleine und mittlere Serien, angefangen vom Einzelstück bis maximal etwa 2500 Stück.

»Schon durch die Auswahl seiner Werkzeugmaschinen hat Berghoff Alleinstellungsmerkmale am Markt«, kommentiert DMG-Vertriebsingenieur Michael Depmeier die Strategie des von ihm betreuten Unternehmens. Während sich andere auf hohe Stückzahlen eingeschossen haben und dafür mehrere gleiche Maschinen einsetzen, steht in Drolshagen für jede gängige Bearbeitungsgröße mindestens eine Maschine.

Das Spektrum fängt beim Format einer Streichholzschachtel an und reicht bis zur Größe eines Kleinwagens. Auf die Dienste von Berghoff greifen vor allem jene Kunden gerne zurück, die ein Teil in verschiedenen Größen benötigen. Das können Lagerkörper für Turbinen in verschiedenen Größen sein oder Pleuelstangen, Zylinderköpfe und Lagerdeckel für unterschiedliche Großmotoren, die vorzugsweise im Schiffs- oder Kraftwerksbau eingesetzt werden.

  • Bild 1: Anspruchsvoll

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  • 1 Die Pleuelstange für einen Großdieselmotor, aufgespannt in einer DMC 160 U. 2 An den Duoblock-Maschinen von DMG wird die Kombination aus Kraft und Genauigkeit geschätzt. 3 Planetengetriebe in der vollklimatisierten Halle von Berghoff. 4 Drehbearbeitung einer Komponente für einen Großdieselmotor.

    1 Die Pleuelstange für einen Großdieselmotor, aufgespannt in einer DMC 160 U. 2 An den Duoblock-Maschinen von DMG wird die Kombination aus Kraft und Genauigkeit geschätzt. 3 Planetengetriebe in der vollklimatisierten Halle von Berghoff. 4 Drehbearbeitung einer Komponente für einen Großdieselmotor.

  • Bild 3: Anspruchsvoll

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  • Bild 4: Anspruchsvoll

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  • Bild 5: Anspruchsvoll

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  • Bild 6: Anspruchsvoll

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  • »Unsere Vision ist es, zu den anerkanntesten und angesehensten Unternehmen im Bereich der Auftragsfertigung in Europa zu gehören.« Oliver Bludau, Geschäftsführer Berghoff GmbH & Co. KG

    »Unsere Vision ist es, zu den anerkanntesten und angesehensten Unternehmen im Bereich der Auftragsfertigung in Europa zu gehören.« Oliver Bludau, Geschäftsführer Berghoff GmbH & Co. KG

  • 6 Ein Maschinenbauteil für die Walzwerktechnik auf der DMU 200 P. 7 Aufspannung zur Bearbeitung eines Zylinderkopfes für ein Kraftwerksaggregat auf der DMC 100 H. 8 Zylinderkopf für einen Großdieselmotor im Bearbeitungsraum einer DMU 125 FD.

    6 Ein Maschinenbauteil für die Walzwerktechnik auf der DMU 200 P. 7 Aufspannung zur Bearbeitung eines Zylinderkopfes für ein Kraftwerksaggregat auf der DMC 100 H. 8 Zylinderkopf für einen Großdieselmotor im Bearbeitungsraum einer DMU 125 FD.

  • Bild 9: Anspruchsvoll

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Unternehmensinformation

DMG MORI Aktiengesellschaft

Gildemeisterstr. 60
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