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23.10.2019

Andreas Gebhardt erhält Dr.-Richard-Escales-Preis

Der Fachautor für additive Fertigung Dr. Andreas Gebhardt wurde im Rahmen der K 2019 mit dem Dr.-Richard-Escales-Preis für "besondere Leistungen in der Vermittlung technischen Fachwissens“ ausgezeichnet. Auch bei der überreichten Trophäe spielt der 3D-Druck die entscheidende Rolle.

Dr. Andreas Gebhardt mit der neu designten Siegestrophäe. Bild: Carl Hanser Verlag

„Mir ist es ein Anliegen, Dinge zu systematisieren“, kommentierte Gebhardt seine frühe und nachhaltige publizistische Tätigkeit zur additiven Fertigung. Sein Grundlagenwerk „Additive Fertigungsverfahren“ ist bereits 1995 in der ersten Auflage erschienen, sein jüngstes Buch „Produktgestaltung für die Additive Fertigung“ (mit den Co-Autoren Julia Kessler und Alexander Schwarz) wurde rechtzeitig zur K 2019 fertig – dazwischen lagen zahlreiche weitere Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen in Deutsch und Englisch.

Gebhardt studierte Maschinenbau an der RWTH Aachen und kam Anfang der 1990er-Jahre als Geschäftsführer der Laser Bearbeitungs- und Beratungszentrum NRW GmbH, Aachen, in Kontakt mit dem Rapid Prototyping, das anfangs ein wichtiger Treiber für den Einsatz der erst wenige Jahre zuvor entwickelten Maschinen für additive Fertigung war. Im Jahr 2000 wurde er als Professor für „Hochleistungsverfahren der Fertigungstechnik und Rapid Prototyping“ an die Fachhochschule Aachen berufen, der er nach seiner Emeritierung im August 2019 als Lehrbeauftragter treu bleibt. Daneben ist er aktiv als Geschäftsführer der Centrum für Prototypenbau GmbH, Erkelenz, und der IWF Institut für werkzeuglose Fertigung GmbH, Aachen.

Eine neue Trophäe

Die entscheidende Rolle spielte der 3D-Druck diesmal auch bei der neu designten Siegestrophäe. Bereits Anfang 2019 gab der Carl Hanser Verlag, der den Preis zum nunmehr achten Mal verliehen hat, der italienischen Künstlerin Lady Be den Auftrag für ein Mosaik, das den Namensgeber des Preises darstellt. Dr. Richard Escales hatte 1910 die mittlerweile im Carl Hanser Verlag erscheinende Zeitschrift Kunststoffe gegründet. Die Besonderheit des nach einer über 100 Jahre alten Schwarzweißzeichnung erstellten farbigen Werks: Alle „Mosaiksteinchen“, aus denen das Porträt sich zusammensetzt, bestehen aus Kunststoff – teilweise bei näherer Betrachtung gut erkennbare Spielzeugfiguren. Mit dem Auftrag verband sich die Absicht, dieses 30 x 30 cm große Wandbild künftig als neue und unverwechselbare Trophäe in additiver Fertigung reproduzieren zu lassen.

Die Umsetzung des Plans, der aufgrund der lackierten und äußerst zerklüfteten Mosaikoberfläche schon beim Scannen zahlreiche Herausforderungen aufwies, trieb zunächst die Antonius Köster GmbH, Meschede voran. Gedruckt wurde die 15 x 15 cm große Replika schließlich auf einem J750 von Stratasys, der farbige Photopolymere mit UV-Licht aushärtet und so den Original-Farbeindruck erzeugte. Im zusätzlich erstellten Sockel, der den Namen des Preisträgers zeigt, wurde auch transparentes Material verarbeitet. Daher scheint die weiße Schrift in den für die Stabilität notwendigen Flächen zu schweben.


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Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG

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