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maschine+werkzeug 07/2017

Additiv fertigen und schleifen

Maschinen

Laser/Schleifen - Der Schleifmaschinenhersteller Elb-Schliff zeigt, was mit additiver Bearbeitung auf Schleiffräszentren möglich ist. Die additive ›Smartline-Millgrind‹-Technik vereint zwei Verfahren auf einer Maschine: Schleifen und Laserauftragschweißen.

Positionierung des Laserkopfes für die Bearbeitung in der Hybridmaschine. Bild: Elb-Schliff

Für den Werkzeugmaschinenbauer Elb-Schliff ist es ein absolutes Novum, sich mit dem Auftragen von Material zu beschäftigen. Bisher war die Aufgabenstellung immer, das vorhandene Material möglichst schnell zu entfernen.

Das führt dazu, dass bei einigen Bauteilen – insbesondere im Luftfahrtbereich – rund 70 Prozent des Rohmaterials zerspant wird. Dies verursacht einen hohen Aufwand und gleichzeitig hohe Kosten, die sich vermeiden lassen, wenn einzelne Elemente aufgetragen werden.

Neben dem bisherigen Zerspanen zum Beispiel eines Flanschbauteils ist es jetzt möglich, die Bereiche des Flansches auch durch das Auftragsschweißen additiv herzustellen. Der zu zerspanende Anteil ist zum Teil fast dreimal so groß, wie der aufzutragende. Somit bietet dieses Verfahren ein großes Einsparpotenzial.

Gerade bei teuren, schwer zerspanbaren Materialien lässt sich der Bearbeitungsaufwand verkürzen. Im Bereich der teuren und hochwertigen Bauteile zeigen sich zudem interessante Einsatzmöglichkeiten für die Kombination von Auftragen und Abtragen. Noch attraktiver wird diese Kombination, wenn beide Verfahren in einer Maschine verknüpft werden. Dadurch entfallen Verfahrensschritte, wie das Handling von einer Maschine zur anderen und damit Umspannfehler. Allein durch die Verringerung der Liegezeiten der Bauteile zwischen den einzelnen Bearbeitungen kann die Durchlaufzeit um 17 Prozent reduziert werden.

Ziel des Auftragsschweißens ist die Herstellung eines Teils mit verbesserten technischen Eigenschaften oder die Wiederherstellung des Originalteils. Es können auch verschiedenste Eigenschaften und Materialien kombiniert werden, wobei zum Beispiel das aufgeschweißte Material geeignete Oberflächeneigenschaften besitzt, während das Grundmaterial passende Struktureigenschaften hat. Somit lassen sich die Gesamtbauteileigenschaften gezielt beeinflussen. Das aufgeschweißte Material und das Grundmaterial müssen allerdings an der Schnittstelle eine gute Verbindung eingehen.


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Unternehmensinformation

Elb-Schliff Werkzeugmaschinen GmbH

Bollenwaldstr. 116
DE 63743 Aschaffenburg
Tel.: 06028-408-0
Fax: -509

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