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maschine+werkzeug 07/2019

Anwendungen für 3D-Druck

Additive Manufacturing

Auf der EMO zeigt Trumpf, wie der 3D-Druck verschiedene Industriebranchen voranbringt. Additive Verfahren ermöglichen komplexe Formen, die es bislang nicht gab.

Vom 3D-Druck profitieren zahlreiche industriellen Branchen, zum Beispiel Medizin- und Dentaltechnik, Werkzeug- und Formenbau, Luft- und Raumfahrt oder die Automobilindustrie.Bild: Trumpf

Vom 3D-Druck profitieren zahlreiche industriellen Branchen, zum Beispiel Medizin- und Dentaltechnik, Werkzeug- und Formenbau, Luft- und Raumfahrt oder die Automobilindustrie.Bild: Trumpf

Für die individuelle Produktion bis hin zur Einzelstückfertigung ist der 3D-Druck eines der wichtigsten Werkzeuge. Maßgefertigte Gesichtsimplantate oder Spezialteile für Autos oder Flugzeuge lassen sich problemlos drucken. Da die Anlage die Bauteile am Stück herstellt, können Anwender zudem oft Fertigungsschritte einsparen.

Drei Beispiele für 3D-Druck von Trumpf in der industriellen Fertigung verdeutlichen die Anwendungsmöglichkeiten.

Medizintechnik

Der russische Medizintechnik-Hersteller Conmet stellt mit einem 3D-Drucker von Trumpf seit Anfang 2018 Gesichts- und Kieferimplantate her. Bislang ist das Einsetzen solcher Teile für den Chirurgen mit viel Stress verbunden.

Der Medizintechnik-Hersteller Conmet produziert mit einem 3D-Drucker von Trumpf Schädel- und Kieferimplantate für die GUS-Länder. Bild:Trumpf

Der Medizintechnik-Hersteller Conmet produziert mit einem 3D-Drucker von Trumpf Schädel- und Kieferimplantate für die GUS-Länder. Bild:Trumpf

Noch während der OP muss er das Implantat aus einer Titanlochplatte zurechtschneiden. Das bedeutet für ihn unnötige Anspannung, es kann zu Qualitätsschwankungen kommen. Mit 3D-Druck ist das deutlich einfacher. Die porösen Strukturen des Implantates verwachsen mit dem gesunden Gewebe besonders gut.

Auch der Preis sinkt, da bei der Herstellung nur so viel Material verbraucht wird, wie es das Implantat erfordert. Bei Conmet haben sich die Herstellungskosten der Gesichts- und Kieferimplantate um rund 40 Prozent reduziert. Das Unternehmen will die Serienfertigung von Implantaten mit Trumpf-3D-Druckern in Zukunft noch ausbauen und den Maschinenpark erweitern.

Leichtbau

Trumpf hat im Auftrag des Raumfahrtunternehmens Tesat-Spacecom eine Halterung für den deutschen Kommunikationssatelliten Heinrich Hertz gedruckt, der die Weltraumtauglichkeit neuer Kommunikationstechnologien testen soll. Auf der Halterung sind Antriebe befestigt, mit denen sich Mikrowellenfilter regulieren lassen. In Kooperation mit dem Unternehmen Amendate ist es gelungen, die Geometrie der Halterung zu optimieren und das Gewicht um 55 Prozent zu senken. Anstatt 164 Gramm wiegt die Halterung nur noch 75 Gramm. Die Experten haben das überarbeitete Bauteil mit dem 3D-Drucker Truprint 3000 von Trumpf gedruckt. Klassische Verfahren sind nicht in der Lage, die neue Geometrie zu fertigen.

Reinigungsdüsen

In einem Projekt mit dem Unternehmen USB Düsen und der Hochschule Heilbronn hat Trumpf die Vorteile von 3D-Druck bei der Herstellung von Reinigungsdüsen für Abwasserkanäle unter Beweis gestellt. Solche Düsen sitzen rings um den Kopf von Reinigungsbomben, die auf einem Schlitten durch größere Abwasserkanäle gleiten. Aus ihnen spritzt mit einem Druck von 300 bar ein Wasserstrahl heraus, der den Schmutz löst.

Obwohl die Düsen simpel aufgebaut sind, benötigen Mitarbeiter dafür vier Fertigungsschritte: Rohmaterial schneiden und zu einem Gewinde formen, eine Mutter hineinfräsen und einen Keramikansatz einkleben. Der Mitarbeiter muss dabei nicht nur ständig die Maschine wechseln, es kommt beim Kleben auch oft zu Ungenauigkeiten. Bei der 3D-gedruckten Variante fallen das Fräsen und das Kleben weg.

www.trumpf.com

Unternehmensinformation

TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG

Johann-Maus-Str. 2
DE 71254 Ditzingen
Tel.: 07156-303-0
Fax: -930309

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