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maschine+werkzeug 07/2019

Mehr Klasse statt Masse

Fräsen

Die Armin Buchmann CNC-Fertigungstechnik fertigt komplexe Frästeile im High-End-Bereich. Das Rohmaterial dafür liefert Meusburger – und zwar stets zuverlässig, schnell und in makelloser Qualität.

Für die Fertigung stehen drei Fünf-Achs-Maschinen von DMG Mori zur Verfügung. Bild: maschine+werkzeug

Für die Fertigung stehen drei Fünf-Achs-Maschinen von DMG Mori zur Verfügung. Bild: maschine+werkzeug

Zwischen 3.000 und 5.000 verschiedene Teile stellt das Unternehmen Armin Buchmann CNC-Fertigungstechnik aus Memmingen im Jahr her. Die Losgrößen bewegen sich von eins bis fünf. »Wir wollen es genau und komplex«, präzisiert Bernhard Scherer, Betriebsleiter bei Buchmann. Dafür arbeiten die sieben Mitarbeiter und in etwa genauso viele Minijobber rund um die Uhr.

Das weltweit größte zentrale Normalienlager von Meusburger (rechts im Bild) hat eine Lagerfläche von 18.000 Quadratmetern. Bild: Meusburger

Das weltweit größte zentrale Normalienlager von Meusburger (rechts im Bild) hat eine Lagerfläche von 18.000 Quadratmetern. Bild: Meusburger

Vom Rohteil bis zum fertigen Produkt bietet Buchmann grundsätzlich alles an. »Am Ende bekommt der Kunde ein montagefertiges, konserviertes, verpacktes Teil«, führt Bernhard Scherer aus. Teilweise arbeitet der Betrieb mit externen Partnern zusammen – im Haus befindet sich die klassische mechanische Bearbeitung.

Vernetzter Betrieb

Auf einer Produktionsfläche von 250 Quadratmetern stehen dazu drei Fünf-Achs-Maschinen von DMG Mori und diverse konventionelle Fräsmaschinen zur Verfügung. Die CNC-Maschinen sind alle miteinander verknüpft. »Alles befindet sich permanent in unserem System – auch die rund 5.000 Werkzeuge«, erklärt Scherer. Das Unternehmen nutzt das CAM-System ›Surfcam‹ des amerikanischen Herstellers Surfware. »Wir sind 1999 in CAM eingestiegen und damals gab es nur wenige Systeme, die schon so weit waren«, so der Betriebsleiter. Anhand von CAD-Zeichnungsdaten erstellt der Lohnfertiger ein fräsbares Modell. Damit die Konstruktionen der Kunden in Surfcam ausgelesen werden können, gibt es allerhand Schnittstellen. Der Werker vor Ort macht nur noch Anpassungen.

Die Stärke des Unternehmens ist vor allem seine Flexibilität. Scherer betont: »Wir fräsen alles, was fräsbar ist, solange es anspruchsvoll ist.« Buchmann bearbeitet sowohl Stahl als auch Buntmetalle. Die Teilegröße bewegt sich von wenigen Millimetern bis mehreren hundert Millimetern. Toleranzen bis 0,001 Millimeter sind für den Hersteller kein Problem. Die Frästeile liefert Buchmann an Maschinen-, Werkzeug- und Formenbauer zahlreicher Industriezweige wie Automotive oder Messtechnik. Der Großteil der Kunden ist aus der DACH-Region.

Schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit (von links): Bernhard Scherer (Betriebsleiter bei Buchmann), Armin Buchmann (Geschäftsführer bei Buchmann) und Markus Forro (Gebietsverkaufsleitung bei Meusburger). Bild: maschine+werkzeug

Schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit (von links): Bernhard Scherer (Betriebsleiter bei Buchmann), Armin Buchmann (Geschäftsführer bei Buchmann) und Markus Forro (Gebietsverkaufsleitung bei Meusburger). Bild: maschine+werkzeug

Als der Geschäftsführer Armin Buchmann die gleichnamige Firma 1989 als Einmannbetrieb gründete, war er vorrangig im Formenbau tätig. Von Anfang an an seiner Seite: der österreichische Normalienhersteller Meusburger. Buchmann hat damals den Kontakt zu Armin Chiesola aufgenommen – der heutige Vertriebsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung von Meusburger war Ende der 1980er-Jahre einer der zwei Außendienstmitarbeiter für Deutschland. Mittlerweile sind es allein in Deutschland rund 110 Außendienstmitarbeiter. »Wir waren einer seiner ersten Kunden«, weiß Scherer.

Typisches Frästeil von Armin Buchmann. Bild: maschine+werkzeug

Typisches Frästeil von Armin Buchmann. Bild: maschine+werkzeug

Zu Beginn hat das schwäbische Unternehmen ausschließlich Normalien für den Formenbau von Meusburger bezogen. Vor rund zehn Jahren schrumpfte der Anteil an Formenbau und Buchmann ging verstärkt in den Maschinenbau. Seither bestellt der Hersteller in erster Linie spannungsarm geglühtes Rohmaterial wie Sonderplatten, Norm- und Rundstäbe bis 370 Millimeter von Meusburger.

Bernhard Scherer schätzt besonders die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Gebietsverkaufsleiter Markus Forro, der seit 2013 das siebenköpfige Team betreut: »Meusburger ist ein treuer, zuverlässiger Partner.« Markus Forro bestätigt: »Bei mir kann man immer anrufen. Nach spätestens 24 Stunden gebe ich eine Rückmeldung.«

Bei Problemen ist Markus Forro stets zur Stelle. »Der wichtigste Aspekt bei der Betreuung meiner Kunden ist, dass ich im Fall der Fälle schnell handle, damit der Kunde weiter arbeiten kann.« Bei Buchmann gab es in all den Jahren noch keinen Serviceeinsatz. »Wir stehen in so engem Kontakt – wenn ich einen Rat brauche, dann telefonieren wir einfach kurz miteinander«, versichert Bernhard Scherer.

Ein großer Pluspunkt: Meusburger ist unglaublich schnell bei der Angebotsvergabe. Scherer verdeutlicht: »Wo der Mitbewerber oft mehrere Tage braucht, ist das Angebot von Meusburger in ein oder zwei Stunden auf dem Tisch.«

Und auch die Lieferung wird eifrig abgewickelt. Was Buchmann heute online bestellt, ist morgen um 15 Uhr hier. »In der DACH-Region gewährleisten wir, dass lagerhaltige Ware in 24 Stunden rausgeht«, erklärt Forro. Das weltweit größte zentrale Normalienlager von Meusburger mit einer Lagerfläche von 18.000 Quadratmetern garantiert den Kunden einen Lieferbereitschaftsgrad von 97 Prozent. »Und wir erweitern unser Spektrum ständig marktgerecht«, ergänzt Markus Forro.

Speziell in der Qualität seiner Rohware hebt sich Meusburger laut Markus Forro vom Markt ab: »Bei uns werden Brennzuschnitte erst nach dem Brennen spannungsarm geglüht.« Der Glühprozess dauert 24 Stunden: vier Stunden aufheizen, sechs Stunden halten, damit die Wärme bis in den Kern vordringt, und dann 14 Stunden lang Temperatur entziehen. So entsteht kaum Abkühlspannung im Stahl.

High-End-Material

Der Vorteil dabei: »Wenn das Gefüge gleichmäßig ist, muss sich das Schnittwerkzeug nicht durch verspannte, unterschiedlich harte Stahlbereiche quälen«, erklärt Forro. Bei so komplizierten Frästeilen, wie sie Buchmann fertigt, ist das besonders wichtig. Denn sind die Spannungen im Stahl zu groß, kann sich das Teil während der Bearbeitung verziehen.

»Wir müssen immer just-in-time liefern und wollen natürlich unser Lager nicht so voll halten«, sagt Scherer, »in Zeiten wie diesen ist das oft eine Herausforderung.« Denn aktuell mache sich die Umstellung der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität bemerkbar. »Dieser Markt wird sich transformieren müssen, um nachhaltig ein Stück vom Kuchen abhaben zu wollen«, meint Bernhard Scherer. Er selbst hat aber keine Angst vor der Zukunft: »Wir sind da gut aufgestellt – auch mit Meusburger als Partner.«

www.buchmann-cnc.de

www.meusburger.com

Unternehmensinformation

Meusburger Georg GmbH & Co. KG

Kesselstr. 42
AT 6960 WOLFURT
Tel.: 0043-5574-6706-0
Fax: 0043-5574-6706-12

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