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maschine+werkzeug 07/2019

»Moderne Forschungseinrichtungen benötigen schnelle Drehmaschinen.«

Interview

Im Jubiläumsjahr will die GDW Werkzeugmaschinen mit einer noch nie dagewesenen Maschine aufhorchen lassen. Und die Geschäftsführer Hans Ort und Andrea Ort-Hack haben noch mehr Pfeile im Köcher.


Wie sieht denn Ihre Kundenstruktur aus?

Ort: Wir unterscheiden zwischen Ausbildung und Fertigung. Der Ausbildungsbereich hat bei GDW heute einen Anteil zwischen 55 und 60 Prozent. Der Rest ist Fertigung.

Wo sehen Sie da einen Markt für die Speedline?

Ort: Ausbildung ist für mich nicht nur BMW, VW, Daimler, Porsche und wie sie alle heißen. Dazu gehören auch Unis und Forschungseinrichtungen wie Max-Planck-Institut, Helmholtz-Stiftung und andere. Die Anforderungen aus diesem Bereich sind extrem hoch geworden. Wir haben hier schon Maschinen mit Drehzahlen bis 6.000 Umdrehungen geliefert, aber der Wunsch nach mehr ist da. Das High Speed Cutting beim Drehen hält Einzug. Das merken wir heute in den deutschen Forschungslabors. Dort werden Drehmaschinen benötigt, die schneller laufen. Und die bekommen sie von GDW.

Ort-Hack: Dieses Jahr ist der Anteil der Maschinen für die Ausbildung bei uns übrigens besonders stark.

Wie darf man sich die Entwicklung bei GDW vorstellen?

Ort: Unsere Innovationen entstehen größtenteils bei mir zu Hause in meinem Arbeitszimmer. Die dann zu vielleicht 60 Prozent fertigen Entwürfe bespreche ich mit meiner Mannschaft in der Konstruktion und mit ausgewählten Zulieferern. GDW hat sehr viel an Vorarbeit in der Schublade, da ist also für Kontinuität gesorgt. Zudem haben wir noch eine Geschäftsführerin, die nicht nur kaufmännisch sehr gut ist, sondern auch Kompetenz bei Drehmaschinen entwickelt hat.

Ort-Hack: Zumindest bringe ich die Eigenschaft mit, zu erkennen, was wichtig ist für ein Unternehmen. Vor allem muss man dem Wettbewerb voraus sein und über das Produkt argumentieren können.

Wie sehen die Zukunftspläne für GDW aus?

Ort: Die neuen Maschinen sind noch nicht alles. Ich habe da noch ein Hobby: kollaborierende Roboter. In der Ausbildung bei ABB in Berlin stehen schon Maschinen von uns. Für den Einsatz von Robotern an unserer Z-Reihe habe ich bereits ein fertiges Konzept, das werden wir umsetzen.

Und damit gehen Sie in den Ausbildungsbereich?

Ort: Ja, sicher. In Zukunft gibt es den Beruf des Roboterprogrammierers. Bei den Worldskills, der ›Weltmeisterschaft‹ rund um berufliche Qualifikation, hat das bereits angefangen und wird noch weiter zunehmen.

Wie geht es mit der Werkzeugmaschine weiter?

Ort: Das Umfeld verändert sich, doch auch ein mit additiver Fertigung hergestelltes Werkstück wird nach wie vor nur mit Nachbearbeitung µ-genau. Die neue Speedline mit ihrer Lagerkühlung hat übrigens Kühlkanäle, die im additiven Fertigungsverfahren hergestellt wurden.

Sie bezeichnen den Werkzeugmaschinenhersteller GDW als ›Manufaktur‹ – was hat es damit auf sich?

Ort: Wir machen nicht die Masse machen, sondern die Klasse. Bei uns bekommt der Kunde auch bei der konventionellen Maschine fast jede Lösung.

www.gdw-drehen.de


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

GDW Werkzeugmaschinen GmbH

Große Bauerngasse 58
DE 91315 Höchstadt a d Aisch
Tel.: 09193-50879-0
Fax: -40

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