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06.09.2017

Chancen mit 3D-Druck

Die deutsche Akademie für Technikwissenschaften Acatech, die nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften haben eine Stellungnahme zur additiven Fertigung veröffentlicht. Darin werden die Themen industrielle Produktion, Wertschöpfung und Geschäftsmodelle behandelt.

Original (rechts) und Replikation eines Vogelschädels mittels funktionsintegriertem 3D-Druck. (Bild: Fraunhofer IWS Dresden)

Original (rechts) und Replikation eines Vogelschädels mittels funktionsintegriertem 3D-Druck. (Bild: Fraunhofer IWS Dresden)

Die Stellungnahme erfolgte unter Mitwirkung von Prof. Christoph Leyens. Der Direktor des Instituts für Werkstoffwissenschaft der TU Dresden und Mitglied der Institutsleitung des Fraunhofer IWS Dresden ist Sprecher des Acatech-Themennetzwerks »Materialwissenschaft und Werkstofftechnik« und leitet das Zentrum für Additive Fertigung Dresden (AMCD).

13 Handlungsempfehlungen

Die unter Federführung von Acatech erstellte erste von zwei Stellungnahmen gibt 13 Handlungsempfehlungen an die Hand. Diese zielen auf eine bessere Koordination der Forschung, eine höhere Datensicherheit und eine Verbesserung des Technologietransfers in die Praxis ab.

Großes Potenzial sehen die Expertinnen und Experten in der hohen Gestaltungsfreiheit und in der dezentralen Produktion: Theoretisch kann beinahe jede Form durch den schichtweisen Aufbau von Material – zum Beispiel mittels Laserstrahl – gefertigt werden. Die maßgeschneiderten Bauteile werden dort gefertigt, wo sie der Kunde benötigt. Transportiert werden nur noch Werkstoffe und Datensätze.

Nachholbedarf in Sachen Datensicherheit und Standards

Generative Fertigung am Fraunhofer IWS Dresden (Bild: Fraunhofer IWS Dresden)

Generative Fertigung am Fraunhofer IWS Dresden (Bild: Fraunhofer IWS Dresden)

Noch reicht die Bauteilfestigkeit und -qualität bei der additiven Fertigung nur vereinzelt an konventionelle Bauteile heran. Nachholbedarf gibt es im Verständnis und in der Beherrschbarkeit der additiven Fertigung. Auch bei den Daten hakt es noch. Onlinemarktplätze für 3D-CAD-Modelle können sich erst dann weiter entwickeln, wenn Fragen der Datensicherheit geklärt sind und wenn anerkannte Standards existieren.

Wichtiges Thema dabei ist das Zusammenwirken von Produktionsprozessen, Werkstoffen und Produktionsmaschinen. Dazu müssen sich Forschung und Industrie im Bereich additive Fertigung stärker miteinander vernetzen und Forschungsergebnisse müssen schneller in die Praxis überführt werden.

Bereicherung für Schulen

Neben dem Einsatz in der industriellen Produktion sehen die Akademien die additive Fertigung auch als wichtiges Thema für die Ausbildung und Schulen an. Living Labs, in denen Schülerinnen und Schüler mit 3D-Druckern arbeiten, machen Technik greifbar. In der klassischen Berufsausbildung muss additive Fertigung stärker verankert werden.

Eine zweite Stellungnahme unter Federführung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina ist derzeit in Arbeit. Diese befasst sich mit den besonderen Anforderungen an die Grundlagenforschung sowie mit zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten der additiven Fertigung, beispielsweise in der Medizin, der Ernährung und im Bauwesen.

Die gesamte Stellungnahme können Sie hier herunterladen.

Unternehmensinformation

Acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V.

Markgrafenstraße 22
DE 10117 Berlin
Tel.: 030-2063096-0

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS)

Winterbergstraße 28
DE 01277 Dresden
Tel.: 0351-83391-0
Fax: 0351-83391-3300

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