nach oben
11.02.2020

3D-Druck in der Schienenfahrzeugindustrie

Bombardier-Manager André Bialoscek erklärt in seinem Keynote-Vortrag zur Eröffnung der 17. Rapidtech 3D in Erfurt, weshalb die Schienenfahrzeugindustrie am 3D-Druck nicht mehr vorbeikommt.

André Bialoscek verantwortet bei Bombardier Transportation in Hennigsdorf als Head of Vehicle Physical Integration den Bereich der kundenspezifischen physischen Gesamtfahrzeugintegration. Bild: Bombardier Transportation

Seit Mai 2019 nutzt Bombardier Transportation an seinem Engineering- und Fertigungszentrum in Hennigsdorf bei Berlin additive Technologien zur Produktion von Serienbauteilen für die verschiedenen Schienenfahrzeugtypen wie Loks, Straßenbahnen, Regional- und Hochgeschwindigkeitszüge. André Bialoscek verantwortet am Standort als Head of Vehicle Physical Integration den Bereich der kundenspezifischen physischen Gesamtfahrzeugintegration. Aus dieser Position heraus weiß der 34-jährige Ingenieur um die Vorteile einer schnellen Teilebereitstellung vor Ort und hat das Thema Additive Manufacturing (AM) bei Bombardier Transportation vorangetrieben. Wie das Unternehmen sowie die Schienenfahrzeugindustrie generell von additiver Fertigung profitieren, beleuchtet er in einem Keynote-Vortrag zur Eröffnung der 17. Rapidtech 3D am 5. Mai 2020 in der Messe Erfurt.

„Wir setzen auf drei Säulen und nutzen die Stärken von AM, um sowohl aus Prototypen zur Designvalidierung Serienbauteile entstehen zu lassen als auch von Anfang an additiv zu denken und Teile für die Serienfertigung zu konstruieren. Das dritte Feld resultiert aus der Tatsache, dass Schienenfahrzeuge meist 40 bis 50 Jahre im Einsatz sind. Dafür braucht es Service, Ersatzteile sowie das Re-Engineering nicht mehr verfügbarer Teile. Bei alldem kann man mit AM zeit- und kostensparend ab Losgröße 1 arbeiten. Die Schienenfahrzeugindustrie, die in vielen Fällen einer industriellen Fertigung mit Manufakturcharakter gleicht, kann somit auf mehreren Gebieten von additiver Fertigung profitieren“, sagt der Ingenieur mit Masterabschluss in Maschinenbau und erneuerbare Energien.

Eine besondere Herausforderung im Vergleich zu anderen Branchen sind die extrem hohen Brandschutzanforderungen in der Schienenfahrzeugindustrie. Um diese anspruchsvollen Normen auch unter 3D-Druck-Aspekten zu erfüllen, hat Bombardier Transportation nach einem passenden Drucktechnik-Anbieter gesucht und in Stratasys gefunden. "Wir können mit den Großdruckern in reproduzierbarer Qualität großformatige Bauteile aus dem Hochleistungs-Thermoplast ULTEM industriell fertigen und die Einhaltung der Rail-Norm EN45545-2 sicherstellen," betont Bialoscek und verweist darauf, dass von Hennigsdorf aus Bombardier-Standorte europaweit mit additiv gefertigten Bauteilen für das Interieur und Exterieur von Zügen beliefert werden.


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

Messe Erfurt GmbH

Gothaer Str. 34
DE 99094 Erfurt
Tel.: 0361-400-0
Fax: 0361-400-1111

Aktuelle Videos

Comau: Neueste Trends zur Smart Factory


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics
Suchalert speichern
© Fotolia.com/Zerbor

Wir benachrichtigen Sie per E-Mail über neue Suchergebnisse zu Ihrer Suchanfrage. Speichern Sie hierzu einfach Ihre aktuelle Suchanfrage in Ihrem persönlichen Profil.


So geht's