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04.10.2019

3D-Druck-Bauteile für britische Züge erfolgreich getestet

In Rahmen einer branchenübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Stratasys, Angel Trains, DB ESG und Chiltern Railways wurden in Großbritannien 3D-gedruckte Bauteile erstmals in Personenzügen getestet und jetzt auch zertifiziert.

Angel Trains, britische Leasinggesellschaft für Schienenfahrzeuge, Stratasys, Hersteller für 3D-Druck-Technologien, die technische Beratungsfirma DB ESG und der Bahnbetreiber Chiltern Railways testen gemeinsam erstmals in Großbritannien 3D-gedruckte Bauteile in einem im Einsatz befindlichen Personenzug. Bei diesen Bauteilen handelt es sich um vier Armlehnen und sieben Haltegriffe für Fahrgäste, die in Zügen von Chiltern Railways eingebaut wurden. Bisherige Tests hätten gezeigt, dass Bahnbetreiber mittels 3D-Druck alte Bauteile schneller ersetzen, Fahrzeuge schneller wieder in Betrieb nehmen und ihre Züge besser Instand halten und so die Servicequalität für Fahrgäste verbessern können.

  • Mittels 3D-Druck können Bahnbetreiber alte Bauteile schneller ersetzen, Fahrzeuge schneller wieder in Betrieb nehmen und ihre Züge besser instandhalten und so die Servicequalität für Fahrgäste verbessern. Bild: Stratasys

    Mittels 3D-Druck können Bahnbetreiber alte Bauteile schneller ersetzen, Fahrzeuge schneller wieder in Betrieb nehmen und ihre Züge besser instandhalten und so die Servicequalität für Fahrgäste verbessern. Bild: Stratasys

  • Die 3D-gedruckte Armlehne in einem Zug von Chiltern Railways wurde um 94% schneller hergestellt als mit herkömmlichen Fertigungsmethoden. Bild: Stratasys

    Die 3D-gedruckte Armlehne in einem Zug von Chiltern Railways wurde um 94% schneller hergestellt als mit herkömmlichen Fertigungsmethoden. Bild: Stratasys

  • 3D-gedruckte Haltegriffe in einem Zug von Chiltern Railways. Bild: Stratasys

    3D-gedruckte Haltegriffe in einem Zug von Chiltern Railways. Bild: Stratasys

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Die branchenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Angel Trains, DB ESG und Stratasys zielt darauf ab, den 3D-Druck zu nutzen, um Probleme beim Austausch veralteter Bauteile in der gesamten britischen Bahnindustrie zu lösen. Anders als in der Automobilindustrie, in der Fahrzeuge von Haushaltsmarken jedes Jahr millionenfach in Serie gefertigt werden, ist die Anzahl der Züge in der Schienenindustrie vergleichsweise gering und zum Teil über 30 Jahre alt. Bahnbetreiber stellt diese Kombination vor mehrere Herausforderungen, vor allem bei der Instandhaltung und der Erneuerung von Bauteilen.

"In jüngster Zeit machen sich die Betreiber zunehmend Sorgen um die Beschaffung von Ersatzteilen für ältere Züge. Es wird immer schwieriger, diese in kurzer Zeit zu angemessenen Kosten zu bekommen«, erläutert James Brown, Data and Performance Engineer bei Angel Trains. »Das Problem ist, dass herkömmliche Fertigungsmethoden nur bei hohen Ersatzteil-Stückzahlen rentabel sind, und die Betreiber müssen vielleicht nur einige alte Zugteile erneuern. Unter Umständen gibt es auch Vorlaufzeiten von mehreren Monaten. Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit DB ESG und Stratasys daran, wie Betreiber diese Hürden durch den Einsatz von 3D-Druck überwinden können, indem sie bei einem Bruchteil des Kosten- und Zeitaufwands herkömmlicher Methoden die genaue Anzahl der Bauteile fertigen, die sie benötigen", so Brown weiter.


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