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20.03.2019

Europäische Bahnen setzen auf additive Fertigung

Im Rahmen des Additive Manufacturing Forums in Berlin am 15. März haben die europäischen Bahnen eine gemeinsame Erklärung zur verstärkten Zusammenarbeit im Bereich der additiven Fertigung unterschrieben.

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) setzen schon seit einigen Jahren auf den 3D-Druck. Bild: ÖBB/Wegscheider

Durch Erfahrungsaustausch und gemeinsame Entwicklungen sollen Projekte schneller vorangetrieben werden. So werden die führenden Eisenbahnunternehmen aus Deutschland, Italien, Großbritannien, Schweden, der Schweiz und Österreich eine gemeinsame Datenbank für gedruckte 3D-Teile entwickeln, um die Anforderung und Learnings aus der Entwicklung teilen zu können, aber auch um bei Materialtests, Forschung, Entwicklung und Zusammenarbeit mit der Industrie eng zu kooperieren.

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) beispielsweise setzen schon seit einigen Jahren auf den 3D-Druck. So sind bei ÖBB-Technische Services inzwischen bereits mehr als tausend Teile gedruckt und eingebaut worden. Aktuell wird intensiv an neuen Werkstoffen und Fertigungsmethoden gearbeitet. "Additive Fertigung ergänzt unsere bestehende Fertigung optimal. Leichtbau und Optimierung der Funktionalität werden im Schienenverkehr immer wichtiger. Wir machen mit dem 3D-Druck nicht mehr erhältliche Teile wieder verfügbar und ersetzen auch ältere Komponenten durch neue Teile, die durch ihre optimierte Bauweise die Energieeffizienz der Bahn weiter verbessern. Die additive Fertigung trägt direkt dazu bei, unser oberstes Ziel zu erreichen: Die höchstmögliche Verfügbarkeit unserer Züge nachhaltig sicherzustellen," sagt DI Andreas Zwerger, Geschäftsführer ÖBB-Technische Services GmbH.

Intensive Zusammenarbeit auf europäischer Ebene

Die nun unterzeichnete Vereinbarung sei ein wichtiger Schritt, um die additive Fertigung im Schienenverkehr zu industrialisieren, heißt es. Alle unterzeichnenden Bahnen sind bereits Mitglieder im Netzwerk »Mobility goes Additive e.V.«. Hier werden seit 2017 in acht Arbeitsgruppen Themen wie "Zulassung", "Materialien" oder auch "Change-Management" diskutiert. Neu ist eine Arbeitsgruppe die den Fokus auf den Schienenverkehr legt. Die mit der Erklärung offiziell ins Leben gerufene Arbeitsgruppe »RAILiability« wird allen Teilnehmern die Möglichkeit geben bahnspezifische Themen weiterzuentwickeln und gemeinsam an die Industrie zu kommunizieren - konkrete Anforderungen sind zum Beispiel große Metallbauteile aus Edelstahl oder flammfeste Kunststoffe für den Innenausbau von Wagons.

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