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maschine+werkzeug 09/2019

Virtuell verlagert

Fräsen

Auf der EMO 2019 hat Georg als Pilotkunde von Siemens erstmals den digitalen Zwilling für zwei seiner Werkzeugmaschinen gezeigt und so die digitale Transformation mit der neuen CNC-Generation ›Sinumerik One‹ umgesetzt.

Schon während eine Maschine gefertigt wird, kann die Steuerungssoftware in der virtuellen Welt an Bedienpulten getestet werden, die denen der ausgelieferten Maschine exakt entsprechen. Gleichzeitig werden die künftigen Anwender geschult. Bild: Heinrich Georg Maschinenfabrik

Schon während eine Maschine gefertigt wird, kann die Steuerungssoftware in der virtuellen Welt an Bedienpulten getestet werden, die denen der ausgelieferten Maschine exakt entsprechen. Gleichzeitig werden die künftigen Anwender geschult. Bild: Heinrich Georg Maschinenfabrik

Bei der Konstruktion großer Werkzeugmaschinen liefen Engineering und Fertigung bisher häufig sequenziell: Prototypen wurden konstruiert und gebaut, die Software wurde programmiert und erst bei der Inbetriebnahme konnten Prozesse und Abläufe optimiert und zusammengeführt werden.

Der digitale Zwilling verändert diese Arbeitsweise grundlegend: Die ›Sinumerik One‹, die Siemens auf der EMO erstmals dem Fachpublikum vorgestellt hat, bildet alle Entwicklungsprozesse virtuell ab. Schon bevor reale Prototypen verfügbar sind, werden Aufgaben von der realen in die virtuelle Welt vorverlagert. Noch während eine Maschine gefertigt wird, wird die Steuerungssoftware nicht nur geschrieben, sondern auch in der virtuellen Welt getestet. Gleichzeitig werden die künftigen Anwender an Bedienpulten geschult, die denen der ausgelieferten Maschine exakt entsprechen.

Auch beim Service bietet der digitale Zwilling erhebliche Vorteile: Mit ihm können die Experten von Georg die Bearbeitungsprogramme des Kunden im Werk in Kreuztal nachvollziehen und Hinweise zur Optimierung geben. Außerdem ist der digitale Zwilling bei der Entscheidung über den Kauf einer neuen Maschine sehr nützlich, denn die vom Auftraggeber gewünschte Konfiguration kann in allen Funktionen exakt so gezeigt werden, wie sie später geliefert wird.

Für zwei Maschinentypen hat Georg den digitalen Zwilling als einer der Pilotkunden der neuen ›Sinumerik One‹ bereits umgesetzt: für die Schleifmaschine Georg ultragrind SG2 und die Fahrständer-Fräsmaschinen Georg ultramill H, von denen Georg zurzeit eine für den eigenen Bedarf und eine für einen Kunden im Westerwald fertigt. In Zukunft wird Georg sukzessive weitere Werkzeugmaschinen mit der neuen, von Grund auf auf Digitalisierung ausgerichteten Steuerung anbieten, so zum Beispiel Bearbeitungszentren für das Drehen und Fräsen sowie für Walzen-Schleifmaschinen in der Stahl- und Aluminiumindustrie.

Georg hat auf der Basis der ›Sinumerik One‹ die eigene Steuerung Georg smartcontrol UG mit einer intuitiven Bedienoberfläche entwickelt, mit der der digitale Zwilling zu Schulungs- und Testzwecken wahlweise mit dem realen Bedienpult oder dem virtuellen Pendant bedient werden kann.

Unternehmensinformation

Heinrich Georg GmbH Maschinenfabrik

Langenauer Straße 12
DE 57223 Kreuztal
Tel.: 02732-779-0
Fax: -340

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