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30.01.2018 Anzeige

Kremer nimmt's genau: Lasergesteuerte Härteprüfung von O-Ringen

Wichtig zu wissen: Nicht immer bedeutet „härter“ auch „besser“. Manchmal ist es für die Funktionalität einer Dichtung gerade erforderlich, dass sie sich an Oberflächen der Dichtungspartner anschmiegt oder sich stärker verformen lässt. Man denke etwa an den Gummi-Türstopper. Er bedarf einer gewissen Weichheit, damit die Tür beim Anschlagen an den Stopper nicht beschädigt wird. Auch O-Ringe verdanken ihre Wirksamkeit im Wesentlichen der Tatsache, dass sie sich unter Anpressdruck verformen und so alle Lücken verschließen, durch die z. B. Wasser oder andere flüssige Agenzien dringen könnten. Gleichzeitig muss aber auch eine Formstabilität gewahrt bleiben, um gerade bei O-Ringen eine Spaltextrusion zu verhindern. Die notwendige Härte , die sich aufgrund der Dichtaufgabe im Anwendungsfall empfiehlt, muss innerhalb der Härtetoleranz von ±5 Härtepunkten gewährleistet sein. Um dies im Herstellerwerk und beim Kunden gleichermaßen prüfen und nachvollziehen zu können, sind reproduzierbare Härteprüfungen notwendig.

Unterschiedliche Prüfverfahren für unterschiedliche Produkte

Die Härteprüfung an elastomeren Bauteilen wird vorzugsweise nach Shore A oder IRHD (International Rubber Hardness Degrees) vorgenommen.

Die Härtemessung nach Shore A wird an sechs Millimeter dicken Normprobekörpern vorgenommen und dient dem Elastomerverarbeiter zur Wareneingangskontrolle und Freigabeprüfung seiner Gummimischung für die Produktion von Gummiteilen. Nun weisen die kundenspezifisch hergestellten Elastomerprodukte in den seltensten Fällen Wanddicken von sechs Millimetern auf, sodass der Kunde und Weiterverarbeiter des Produktes daran eine normgerechte und damit vergleichbare Härteprüfung nach Shore A vornehmen könnte.

Bei dünnwandigen Elastomerprodukten und bei gekrümmten Oberflächen des Gummi-Fertigteils eignen sich die Härtemessverfahren nach Mikro-Shore oder IRHD, das zum Beispiel klassisch für die Härtemessung an O-Ringen verwendet wird.

Die verschiedenen Härteprüfverfahren funktionieren trotz Detailunterschieden dennoch alle nach ein und demselben Prinzip: In das Produkte, dessen Härte es zu ermitteln gilt, wird eine Messnadel, ein sogenannter Indenter, mit definierter Kraft auf der Oberfläche aufgesetzt und für eine definierte Zeitdauer angedrückt. Je mehr das Objekt dem Indenter nachgibt, d. h. je tiefer er eindringen kann, umso weniger hart ist der elastomere Werkstoff. Sowohl bei den Verfahren nach Shore A , Mikro-Shore als auch nach IRHD wird die maximale Härte mit dem Wert 100 angegeben, der niedrigste mit 0. Die für industrielle Anwendungsfälle meist verwendete Härte von Dichtungswerkstoffen beträgt 60 – 70 Shore A und wird auch gerne als „mittlere Härte“ bezeichnet. Diese Angabe kann Nicht-Fachleuten als eine erste Orientierungshilfe dienen.


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Unternehmensinformation

Kremer GmbH

Kinzigstraße 9
DE 63607 Wächtersbach
Tel.: 06053-6161-0
Fax: 06053-6161-9739

Internet:www.kremer-reiff.de
E-Mail: info <AT> kremer-reiff.de



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