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maschine+werkzeug 02/2020

Funktion zum Rotor-Scannen

Bearbeitungszentren

Auf der Metav 2020 hat WFL eine M30 Millturn mit Funktion zum Scannen von Rotoren präsentiert. Die Maschine verfügt dabei mit ›WFL iControl‹ über eine smarte Prozessüberwachung.

Scannen von Rotoren in einer Millturn Bild: WFL

Scannen von Rotoren in einer Millturn Bild: WFL

Beim Scannen eines Rotors wird das Werkstück direkt in der Maschine vermessen. Das bringt enorme Vorteile mit sich, da das Ausspannen und der Transport zur Messmaschine dadurch entfallen. Die gefräste Rotorkontur wird anschließend mit einem scannenden Messtaster umrundet. Dies geschieht mithilfe der WFL-Standard-Messzyklen sowie Zyklen zum Konturscannen mit Soll-Ist-Vergleich (min./max. Abweichung). Je nach Kontur und Steigungswinkel kann das gefräste Profil kontinuierlich über den gesamten Umfang oder segmentweise gescannt werden.

Aus den Messergebnissen wird automatisch eine optimale Fräseranstellung (in X, Y und C) errechnet und das Werkzeug beim Fertigschnitt bestmöglich positioniert. Pro Werkzeug werden Korrekturen für Länge, Radius und C-Achse definiert. Bei der Berechnung werden die optimalen Korrekturen gesucht, bei denen die Summe der Fehlerquadrate ein Minimum ergibt.

Prozesssicherheit

Vor der finalen Schlichtbearbeitung werden im Aufmaß Messschnitte gefertigt, die anschließend gescannt werden. Eine Konturvermessung ohne Ausspannen des Rotors, eine automatische Korrekturberechnung durch eine Know-how-integrated-Software und eine hohe Prozesssicherheit durch die Strategie ›Messschnitt – Scannen – Fertigfräsen‹ werden hiermit möglich
Eine Früherkennung von Fehlern und Minimierung von Stehzeiten sind die Vorteile dieser Software. Die M30 Millturn ist mit einem 80-fach Werkzeugmagazin ausgestattet sowie einer HPC-Pumpe mit 80 bar für interne Kühlmittelzufuhr durch die Dreh-Bohr-Fräseinheit. Der grafisch interaktive Programmiereditor Millturn PRO ist auf der Steuerung der Maschine integriert. Mit diesem Programmiereditor können NC-Programme effizient und mühelos erstellt werden.

Keine Schäden

Ein weiteres smartes Feature ist die Prozessüberwachung ›WFL iControl‹. Diese zeigt aktuelle Achsbelastungen an, schützt die Maschine, mithilfe eines Lernmodus, vor Schäden, erhöht die Produktivität und Werkstückqualität und spart somit Werkzeugkosten ein. ›WFL iControl‹ schützt die Millturn auch bei der autonomen Produktion rund um die Uhr. Je nach Maschinenausstattung werden fortlaufend bis zu maximal 16 frei konfigurierbare Prozesssignale beobachtet.

›WFL iControl‹ spürt einen Spänestau auf und verhindert Folgeschäden. Bild: WFL

›WFL iControl‹ spürt einen Spänestau auf und verhindert Folgeschäden. Bild: WFL

Gearbeitet wird mit einer mehrstufigen Überwachungslogik, die auf die Überschreitung der Kollisionsgrenze, der lernfähigen, prozessnahen Grenze sowie auf signifikante, schnelle Kraftänderungen reagiert. Neue Funktionen hält außerdem das ›Data Recording‹ bereit.

Blackbox-Protokoll

Im Falle einer Überschreitung des ›Collision Limits‹ wird eine Blackbox-Protokolldatei erstellt. Darin werden für alle NC-Achsen und -Spindeln im Interpolationstakt jeweils die Sollposition, die Ist-Geschwindigkeit, das aktuelle Antriebsdrehmoment und das Prozesssignal etwa eine Sekunde vor und nach dem Kollisionsalarm protokolliert. Speziell in der Luftfahrt werden diese Daten benötigt, wenn es sich um besondere Bearbeitungen handelt. Höchste Sicherheit und Schutz für Maschine, Werkzeug und Werkstück werden infolgedessen garantiert.

Die Bearbeitungsvorgänge auf traditionellen Verzahnungsmaschinen haben sich hervorragend etabliert. Doch die Fünf-Achs-Komplettbearbeitungsmaschinen von WFL Millturn Technologies bieten die Chance sich zu differenzieren. Mit dem Bearbeitungspaket ›Flanx-Plus‹ ist man für Verzahnungsaufgaben gewappnet. Der Bearbeitungszyklus Abwälzfräsen wird für gerade und schräge Außenverzahnungen (zylindrisch oder ballig) verwendet.

Wälzstoßen

Der im Paket enthaltene Zyklus ›Flanx-Spline‹ ist zum geraden aber auch schrägen Wälzstoßen von Außen- und Innenverzahnungen geeignet. Hierbei werden herkömmliche Stoßwerkzeuge verwendet. Die vollendete Entwicklung von robusten Präzisionswerkzeugen und speziellen Ver-zahnungswerkzeugen garantiert exzellente Ergebnisse. Der Einsatz einer Millturn bietet ungeahnte Möglichkeiten und schafft absolute Flexibilität, Dank der vielen Bearbeitungstechnologien, wie zum Beispiel: Fräsen, Profilfräsen, Invomilling und Wälzschälen.

Die M30 Millturn (2.000 Millimeter) mit einem 80-fach Werkzeugmagazin und 80 bar Kühlmitteldruck.
Bild: WFL

Die M30 Millturn (2.000 Millimeter) mit einem 80-fach Werkzeugmagazin und 80 bar Kühlmitteldruck.
Bild: WFL

Die Komplettbearbeitung von Spindeln war bei der Metav ebenfalls Thema. Prinzipiell können auf einer Millturn große wie auch kleine Spindeln hochpräzise gefertigt werden, denn bezüglich Werkstücklänge ist kein Limit gegeben.

In einem Vorgang

Während im Zuge der herkömmlichen Prozesskette die Bearbeitungsvorgänge Drehen, Tieflochbohren, Ausrichten, Fräsen und Entgraten in einzelnen Operationen nacheinander erfolgen müssen, findet bei der Komplettbearbeitung in einer Millturn dieser Prozess als ein einzelner Bearbeitungsvorgang statt.

Somit zeichnet sich die Spindelbearbeitung in einer Millturn durch eine Prozesseinsparung von 75 Prozent aus. Im Bereich der Spindelbearbeitungen kommen vor allem die Millturn-Maschinentypen M30 bis M50 zum Einsatz.

www.wfl.at

Unternehmensinformation

WFL Millturn Technologies GmbH & Co.KG

Wahringerstraße 36
AT 4030 LINZ
Tel.: +43732 - 6913 - 8590
Fax: -8172

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