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maschine+werkzeug 07/2010

Zeitarbeitszeit

Technik

Flexibilisierung - Zeitarbeit gewinnt an Bedeutung. Dies zeigt eine Unter-suchung der Universität Erlangen-Nürnberg im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts ›FlexPro‹.

BeidenproduzierendenUnternehmen verfügt knapp die Hälfte über Erfahrungen mit Zeitarbeit. Die Mehrheit gibt an, dass das Qualifikationsniveau des temporären Personals mit Abstand das wichtigste Kriterium für die Auswahl eines Personaldienstleisters ist.

Das sind Ergebnisse der Untersuchung ›Flexibilisierungsstrategien in KMU‹, die vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Uni Erlangen-Nürnberg im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts ›FlexPro‹ durchgeführt wurde.

Das Klischee, dass Betriebe in erster Linie aus Kostengründen auf Zeitarbeitnehmer zurückgreifen würden, fand keine Bestätigung. Nur 11 Prozent der Befragten bejahten diesen Punkt. Hauptmotivation für den Einsatz von externen Mitarbeitern sind dagegen das Abfangen von Auftragsspitzen (87 Prozent) und die Flexibilität des Arbeitsverhältnisses (77 Prozent).

Bestätigt werden diese Ergebnisse ebenfalls dadurch, dass nur jedes dritte Unternehmen seinen Personaldienstleister vor allem nach den niedrigsten Kosten auswählt. »Wir sehen in diesen Ergebnissen die Bestätigung eines Trends, den wir schon seit einiger Zeit am Markt beobachten«, so Markus Webelhaus, Geschäftsführer des Personaldienstleisters RKM. Die RKM GmbH ist seit 1978 in der Zeitarbeitsbranche in Deutschland tätig und hat sich auf die Vermittlung von Projektmitarbeitern der Ingenieurswissenschaften spezialisiert. »Besonders im produzierenden Gewerbe, wie zum Bespiel in der Automobilindustrie, aber auch in der Luft- und Raumfahrt, ist der flexible Einsatz von Spitzenkräften immer gefragter. Viele unserer Angestellten werden von unseren Kunden auf Projektebene angefordert, sind in der Entwicklung und Pilotfertigung tätig und wechseln nach Abschluss zu einem anderen Kunden«, beschreibt Webelhaus die Tendenz im Bereich hochqualifizierten Personals. »Insgesamt sehen wir eine Orientierung in diese Richtung, da es in der aktuellen geschwächten Wirtschaftslage eine eher schwankende Nachfrage z.B. nach Ingenieursleistungen gibt und die Unternehmen zögerlich mit der Aufstockung von Personal sind«, ergänzt er.

Lösungen mit ›FlexPro‹

Der Erfolg eines Unternehmens liegt in hohem Maße in der Fähigkeit, innovative sowie qualitativ hochwertige Produkte möglichst effizient zu entwickeln, zu fertigen und auf den Märkten zu etablieren – und das am Hochlohnstandort Deutschland. Um das gewährleisten zu können, sind Spitzenleistungen in Kreativität und Flexibilität von Organisationen und Menschen im produzierenden Gewerbe erforderlich.

Das Projekt ›FlexPro‹ will Instrumentarien entwickeln, mit denen sich Produktionssysteme situativ anpassen lassen. Schwerpunkt des Projektes ist es, praxisnahe Konzepte zu entwerfen, mit denen die Produktion insgesamt flexibilisiert werden kann, um so die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern. Dabei werden neben wirtschaftlichen Vorteilen vor allem Aspekte wie Kompetenzerweiterung, Arbeitszufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter untersucht.

Großer Meinungspool

An der deutschlandweiten Befragung nahmen 1221 Unternehmen teil. Davon gehört etwa die Hälfte zur Kategorie ›Kleinunternehmen‹ mit einer Mitarbeiterzahl von elf bis 50. Außerdem beteiligten sich 151 ›Kleinstunternehmen‹ und 349 ›mittlere Unternehmen‹. Mit 86 teilnehmenden Betrieben bildet die Kategorie ›große Unternehmen‹ die geringste Teilnehmergruppe.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Europäischen Sozialfonds für Deutschland und der Europäischen Union. Partner des Projektes sind Alround e.V., die Rheinisch Westfälische Technische Hochschule Aachen, die Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg sowie das Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung. Als Partner aus dem Bereich ›Personaldienstleistungen‹ konnte die RKM GmbH gewonnen werden. RKM ist spezialisiert auf die Überlassung und Vermittlung von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften in den Bereichen Engineering, Industry & Technics sowie Office & Management.

RKM steht dem Forscherteam mit seinen umfangreichen Kenntnissen der Entwicklungen im deutschen Personalwesen zur Seite. Darüber hinaus wenden sich Wissenschaftler an die externen Mitarbeiter des Personaldienstleisters für die Beantwortung der Umfragen, die sich auf Einstellungen, Werte und Motivation von temporären Projektmitarbeitern beziehen.

www.rkm.de

  • Bild 1: Zeitarbeitszeit

    Bild 1: Zeitarbeitszeit

  • »Wir sehen in diesen Ergebnissen die Bestätigung eines Trends, den wir schon seit einiger Zeit am Markt beobachten.« Markus Webelhaus, Geschäftsführer des Personaldienstleisters RKM

    »Wir sehen in diesen Ergebnissen die Bestätigung eines Trends, den wir schon seit einiger Zeit am Markt beobachten.« Markus Webelhaus, Geschäftsführer des Personaldienstleisters RKM

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