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maschine+werkzeug 06/2016

Wie schätzen die Branchenverbände die Auswirkungen des Brexit ein?

1 Frage, 3 Antworten

Wie die großen deutschen Branchenverbände die Auswirkungen des Brexit einschätzen, erläutern Thilo Brodtmann (VDMA-Hauptgeschäftsführer), Dr. Wilfried Schäfer, (Geschäftsführer des VDW) und Dr. Bernhard Rohleder (Bitkom-Hauptgeschäftsführer).

  • Thilo Brodtmann, VDMA-Hauptgeschäftsführer

    Thilo Brodtmann, VDMA-Hauptgeschäftsführer

    Die Entscheidung für den Austritt Großbritanniens aus der EU ist ein Alarmsignal für die Unternehmen. Der Brexit wird den Industriestandort Europa viel Vertrauen bei Investoren kosten. Es wird nicht lange dauern, bis unsere Maschinenexporte nach Großbritannien spürbar zurückgehen werden. Völlig unklar ist, was auf Unternehmen mit britischen Tochtergesellschaften zukommt. Die EU muss jetzt den Schaden eindämmen und die Phase der Unsicherheit möglichst kurz halten. Europas Unternehmen brauchen Planungssicherheit und einen verlässlichen Fahrplan für den Austritt.

  • Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW

    Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW

    Das Votum der Briten für den EU-Austritt führt zu allgemeiner Verunsicherung der europäischen Wirtschaft und Vertrauensverlust bei den internationalen Geschäftspartnern. Es wird jetzt maßgeblich darauf ankommen, wie der weitere Fahrplan aussieht und wie schnell es der Politik gelingt, Märkte und Investoren zu beruhigen. Davon hängt teilweise auch ab, ob die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ihr Produktionswachstum von einem Prozent im laufenden Jahr realisieren kann. Im vergangenen Jahr stand Großbritannien auf Platz 11 der wichtigsten Märkte für die Branche.

  • Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer

    Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer

    Es ist zu erwarten, dass sich Großbritannien von den Standards des digitalen Binnenmarkts entfernen wird. Für Unternehmen aus Deutschland bedeutet das, dass sie sich mit abweichenden Regeln in Großbritannien beschäftigen müssen. IT-Dienstleister, die fast immer in internationalen Teams arbeiten, werden künftig nicht mehr von der Arbeitnehmerfreizügigkeit profi tieren können. Wir müssen dafür sorgen, dass wir auch nach dem EU-Austritt Großbritanniens einen möglichst einheitlichen Rechtsrahmen behalten. Ein gemeinsamer digitaler Binnenmarkt, der Großbritannien mit einschließt, muss unser Ziel bleiben.

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