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15.01.2020

Sicher transportieren in der Fertigung

Fast ein Drittel aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle im Betrieb ereignet sich beim innerbetrieblichen Transport. Im Jahr 2017 waren das fast 222.000 Unfälle. Wo die Gefährdungen lauern und wie sie reduziert werden können, erklärt Ingolf Teich, Aufsichtsperson der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM).

Fotolia_Cherezoff

Beim innerbetrieblichen Transport sollten moderne Fördermittel und Hebetechnik eingesetzt werden, um das Transportgut sicher und mit so wenig körperlicher Belastung wie möglich zu bewegen. Weitere Voraussetzungen für einen sicheren Transport sind eine detaillierte Gefährdungsbeurteilung, die Befähigung und gegebenenfalls schriftliche Beauftragung des Bedienpersonals sowie regelmäßig durchgeführte wiederkehrende Prüfungen der Arbeitsmittel. Verkehrs- und Transportwege müssen gemäß der Arbeitsstättenverordnung mit den zugehörigen Technischen Regeln für Arbeitsstätten gestaltet und gekennzeichnet werden.

Gefahrenquelle Flurfördermittel und Materialtransport

Viele meldepflichtige Arbeitsunfälle im innerbetrieblichen Transport ereignen sich im Zusammenhang mit Flurfördermitteln und Materialtransportwagen wie Staplern, Gabelhubwagen, Sackkarren und Schubkarren. „Oberste Priorität“, so der BGHM-Experte, „hat in solchen Bereichen ,sehen und gesehen werden‘.“ Auch eine qualitativ gute Fahrerausbildung ist Basis für sichere Arbeit: Im DGUV Grundsatz 308-001 „Ausbildung und Beauftragung der Fahrer von Flurförderzeugen mit Fahrersitz und Fahrerstand“ sind die Rahmenbedingungen dafür festgelegt. Unternehmen, die sichergehen wollen, dass ihre Beschäftigten vorschriftsmäßig ausgebildet werden, können einen von der DGUV zertifizierten Ausbilder beauftragen. Der Einsatz von Assistenzsystemen kann die Unfallrisiken beim Betreiben von Flurförderzeugen reduzieren. Sie messen Parameter wie Fahrgeschwindigkeit, Lenkwinkel oder Hubhöhe; bei Gefahr erfolgt ein aktiver Steuereingriff. Anti-Kollisionssysteme erkennen Objekte in einem definierten Sicherheitsbereich. Sie warnen den Staplerfahrer und/oder die Person und/oder bremsen den Stapler ab.


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