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maschine+werkzeug 09/2018

Sauggreifer ohne Druckluft

Mehr Wissen

Handling – Der neue Sauggreifer, den ein Forscherteam von der Universität des Saarlandes entwickelt hat, lässt Roboterarme Gegenstände sicher festhalten und frei im Raum bewegen – ohne Druckluft, stromsparend und leise.


Schnell kurz und wieder lang

»Mehrere Drähte geben durch die größere Oberfläche mehr Wärme ab und kühlen schneller aus. Das Bündel kann dadurch schnell kurz und wieder lang werden, also ist auch ein schnelles Greifen und Loslassen möglich«, erklärt Susanne-Marie Kirsch. Die Ingenieurin und ihr Forscherkollege Felix Welsch entwickeln an der Universität des Saarlandes als wissenschaftliche Mitarbeiter im Rahmen ihrer Doktorarbeiten den Vakuumgreifer weiter.

»Schon jetzt kann der Greifer einige Kilogramm Gewicht sicher festhalten. Seine Tragkraft ist skalierbar, indem entsprechend mehr Drähte in größeren Greifern zum Einsatz kommen«, erläutert Felix Welsch. Ob er sein Transportgut fest im Griff hat oder nicht, merkt der Sauggreifer dabei selbst: Das Material der Drähte hat zusätzlich auch Sensoreigenschaften.

Warnung bei Fehlfunktion

»Die Drähte liefern alle nötigen Daten. Die Messwerte des elektrischen Widerstands lassen sich exakt der jeweiligen Deformation der Drähte zuordnen. Daher kennt die Steuerungseinheit anhand dieser Messdaten zu jeder Zeit die genaue Position der Drähte«, sagt Professor Seelecke. Das macht es möglich, dass der Greifer selbstständig erkennt, wenn das Vakuum nicht tragfähig ist. Auch kann er bei Fehlfunktion oder Materialermüdung warnen.

Auf der diesjährigen Hannover Messe demonstrierten die Ingenieure das Können ihrer Vakuum-Sauggreifer. Am saarländischen Forschungsstand suchten sie Partner, mit denen sie ihr Verfahren für den konkreten Praxiseinsatz weiterentwickeln können.

www.uni-saarland.de  

  • Ingenieurin Susanne-Marie Kirsch und ihr Forscherkollege Felix Welsch arbeiten an einem neuartigen Sauggreifer, der ohne Druckluft auskommt. Bild: Oliver Dietze

    Ingenieurin Susanne-Marie Kirsch und ihr Forscherkollege Felix Welsch arbeiten an einem neuartigen Sauggreifer, der ohne Druckluft auskommt. Bild: Oliver Dietze

  • »Formgedächtnis bedeutet,dass das Material sich an seine ursprüngliche Form erinnert und diese wieder annimmt, nachdem es verformt wurde.« Professor Stefan Seelecke vom Lehrstuhl für intelligente Materialsysteme an der Universität des Saarlandes. Bild: Oliver Dietze

    »Formgedächtnis bedeutet,dass das Material sich an seine ursprüngliche Form erinnert und diese wieder annimmt, nachdem es verformt wurde.« Professor Stefan Seelecke vom Lehrstuhl für intelligente Materialsysteme an der Universität des Saarlandes. Bild: Oliver Dietze

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