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maschine+werkzeug 09/2018

Sauggreifer ohne Druckluft

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Handling – Der neue Sauggreifer, den ein Forscherteam von der Universität des Saarlandes entwickelt hat, lässt Roboterarme Gegenstände sicher festhalten und frei im Raum bewegen – ohne Druckluft, stromsparend und leise.

Vakuum-Sauggreifer sortieren, befördern und halten fest, damit geschraubt, lackiert oder montiert werden kann: Vakuum-Sauggreifer kommen heute in industriellen Fertigungsstraßen bei allem zum Einsatz, was eine halbwegs ebene und glatte Oberfläche hat. Meist herrscht dabei lautes Getöse. Die gängigen Systeme arbeiten mit Druckluft. Das macht sie laut, abhängig von schwerem Gerät, viel teurer Technik und damit ziemlich unflexibel. Außerdem verbrauchen sie viel Energie.

Dies ist bei der neuen Vakuum-Technologie der Forschergruppe von Professor Stefan Seelecke an der Saar-Universität und am Saarbrücker Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik anders: Der Formgedächtnis-Vakuumgreifer braucht außer dem Roboterarm, der ihn führt, keine weiteren Apparaturen, um ein starkes Vakuum zu halten.

Er ist nicht auf Antriebe wie Elektromotoren oder Druckluft angewiesen, er ist leicht, anpassungsfähig, kostengünstig in der Herstellung und arbeitet völlig geräuschlos. Er benötigt nur elektrischen Strom – genauer gesagt kleine Stromimpulse: jeweils einen, um das Vakuum herzustellen und einen, um es wieder zu lösen. Fürs Halten selbst, auch wenn es lange dauert, braucht er keinen Strom – auch wenn er das Transportgut schräg hält.

  • Ingenieurin Susanne-Marie Kirsch und ihr Forscherkollege Felix Welsch arbeiten an einem neuartigen Sauggreifer, der ohne Druckluft auskommt. Bild: Oliver Dietze

    Ingenieurin Susanne-Marie Kirsch und ihr Forscherkollege Felix Welsch arbeiten an einem neuartigen Sauggreifer, der ohne Druckluft auskommt. Bild: Oliver Dietze

  • »Formgedächtnis bedeutet,dass das Material sich an seine ursprüngliche Form erinnert und diese wieder annimmt, nachdem es verformt wurde.« Professor Stefan Seelecke vom Lehrstuhl für intelligente Materialsysteme an der Universität des Saarlandes. Bild: Oliver Dietze

    »Formgedächtnis bedeutet,dass das Material sich an seine ursprüngliche Form erinnert und diese wieder annimmt, nachdem es verformt wurde.« Professor Stefan Seelecke vom Lehrstuhl für intelligente Materialsysteme an der Universität des Saarlandes. Bild: Oliver Dietze

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