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maschine+werkzeug 05/2019

Kommilitone Roboter

Robotik

Kuka bietet eine praxisnahe Lösung für die Ausbildung am Roboter. Die Hochschule Karlsruhe setzt vier Trainingszellen des Herstellers ein, an denen künftige Ingenieure die Programmierung von Industrierobotern erlernen.

Seit dem Wintersemester 2018 haben Studierende an der Hochschule Karlsruhe die Möglichkeit, in einem fakultätsübergreifenden Roboterlabor in Kontakt mit Industrierobotern zu kommen. In dem neu geschaffenen Fach »Industrie-Roboter-Labor« lernen die Teilnehmer das selbstständige Steuern und Programmieren von Robotern.

»Die Theorie kann direkt in der Praxis erprobt werden, die Kenntnisse sind auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt«, sagt Prof. Dr. Christian Wurll von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Gleichzeitig wird mit dem neu eröffneten Roboterlabor auch die Attraktivität der Hochschule aufrechterhalten. Trainiert wird an vier ›ready2_educate‹-Trainingszellen von Kuka.

Die mobile Schulungszelle ist ein komplettes Paket zur Grundlagenvermittlung der Robotik und richtet sich speziell an Schulen, Hochschulen und betriebliche Ausbildungseinrichtungen. Ausgestattet ist jede Zelle mit dem Kuka-Kleinroboter ›KR 3 Agilus‹ und der ›KR C4 compact‹-Steuerung. Der wandlungsfähige Roboter ist für unterschiedlichste Aufgaben geeignet. Er wird direkt mit einem integrierten Greifer und einer Reihe von Werkstücken wie Würfeln und Stiften geliefert. Auch eine Auswahl didaktischer Schulungsapplikationen ist bereits vorprogrammiert. Die Aufgaben in dem zur Verfügung stehenden Lernmaterial gliedern sich in drei aufeinander aufbauende Schwierigkeitsgrade.

Zusammenarbeit fördern

»Durch die Trainingszellen von Kuka werden die komplexen Technologien und Prozesse von Industrie 4.0 greifbar«, freut sich Prof. Wurll. In einem abwechslungsreichen Programm aus Theorie- und Praxiseinheiten lernen die Studierenden in Kleingruppen die Grundlagen der Roboterprogrammierung. Im letzten Drittel des Semesters muss jede Gruppe das Gelernte in einer Projektarbeit unter Beweis stellen. Hierbei müssen die Studierenden auch ihr Fachwissen aus anderen Vorlesungen wie Informatik einbringen.

In dem Fach Robotik erhalten pro Jahr rund 200 Studierende aller Fakultäten die Möglichkeit, an den Trainingszellen zu arbeiten. Die von Kuka erarbeiteten Kurse zur Grundlagenvermittlung der Roboterbedienung und Programmierung versetzen die Studierenden in die Lage, Aufgaben wie das Palettieren und Depalettieren von Würfeln und das Abfahren von komplexen Oberflächen und Konturen umzusetzen. Auch die Ansteuerung externer Peripherie oder der Umgang mit Ereignissen kann realisiert werden. Aufbauend auf diesen Aufgaben haben die Studierenden im Wintersemester 2018/2019 etwa das Spiel »Vier Gewinnt« programmiert.

Spaß am Lernen: Mit der Kuka-Trainingszelle können unterschiedlichste Lernaufgaben umgesetzt werden. Bild: Kuka

Spaß am Lernen: Mit der Kuka-Trainingszelle können unterschiedlichste Lernaufgaben umgesetzt werden. Bild: Kuka

Neben dem Sammeln von Punkten für den Bachelor- oder Masterabschluss steht vor allem der fächerübergreifende Wissensaustausch im Vordergrund. »Durch den Austausch untereinander werden die Studierenden bereits während des Studiums an die Arbeit in einem interdisziplinär aufgestellten Team herangeführt«, sagt Prof. Wurll. Außerdem besteht nach bestandener Prüfung für die Studenten die Möglichkeit, ein offizielles Trainingszertifikat bei Kuka zu erwerben. »Diese Zertifikate haben in Unternehmen einen hohen Stellenwert«, betont Prof. Wurll.

Das große Interesse an den Kuka-Robotern ist bereits während der Einführungsveranstaltung in den Semesterferien deutlich geworden. Überzeugt von der Qualität der Trainingszellen war das Feedback der Studenten durchweg positiv. Auch eine Erweiterung der Zellen um das Thema Industrielle Bildverarbeitung und die Programmierung der Roboter über das Open-Source-System ›Robot Operating System‹ sind schon in Planung. Langfristig profitieren von den neuen Trainingszellen nicht nur die Studenten, auch die Industrie kann sich über qualifizierte Nachwuchsingenieur freuen.

www.kuka.com

Unternehmensinformation

Kuka Deutschland GmbH

Zugspitzstr. 140
DE 86165 Augsburg
Tel.: 0821-797-4000
Fax: 0821-797-2102

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