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maschine+werkzeug 10/2018

Präzision hat Bestand

Markt

Jubiläum - Die Geschichte der Feinmess Suhl GmbH (FMS) ist geprägt von großen Erfolgen und einschneidenden Ereignissen. Alles beginnt vor 140 Jahren in einem Wohnhaus im Zentrum der Stadt.

Die Produktion bei Feinmess Suhl damals (kleines Bild) und heute. Bild: Feinmess Suhl

Nach der Gründung im Jahre 1878 fertigte die Firma Keilpart mit Standort in Suhl hauptsächlich Lehren. Ab 1890 kommen kleinere Messuhren hinzu. Mit einem wachsenden Maschinenpark und einer kleinen Härte- und Galvanisierungsanlage steigt Keilpart in die Produktion von Mikrometern und Tourenzählern ein.

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs werden auch Messgeräte für die Waffenindustrie gefertigt. In den 1920er-Jahren erschließt Keilpart erste ausländische Märkte. Im Zweiten Weltkrieg fertigt der Betrieb vor allem Messwerkzeuge sowie verchromte Sonderlehren für die Rüstungsindustrie. 

Nach Kriegsende beschließt die sowjetische Militäradministration anstelle der geplanten Demontage die Keilpart-Fertigung für Reparationslieferungen zu erhalten und stellt zum 1. August 1946 das Unternehmen unter die Verwaltung der Sowjetischen Aktiengesellschaften (SAG). Am 1. Mai 1952 wird das Unternehmen der Volkseigene Betrieb (VEB) Feinmesszeugfabrik und an die Vereinigung Volkseigener Betriebe Optik (VVB Optik) in Jena angegliedert. Zu den Hauptprodukten gehören damals Messuhren, Messschieber und Messschrauben. 1953 folgt die Übernahme der Messuhrenproduktion aus Glashütte sowie die Schieblehren- und Schraublehren-Produktion vom Werk Massi in Werdau. Nach der Gründung einer eigenen Forschungsabteilung können noch im selben Jahr acht Entwicklungsprojekte für die Hochpräzisionsmessung erfolgreich abgeschlossen werden. 1968 erhält der Betrieb auf der Leipziger Frühjahrsmesse die Goldmedaille für die Entwicklung des ersten Kleinlängenmessers KMM30. In diesen Jahren fertigt man neben den klassischen Messgeräten verstärkt halbautomatische Messvorrichtungen für die Fahrzeugindustrie und vollautomatische Messstationen für die Wälzlagerindustrie. In den 1970er-Jahren hält die Elektronik Einzug in die Messgeräte des VEB Feinmesszeugfabrik und ermöglicht die Fertigung induktiver Messwertaufnehmer mit einer Auflösung von bis zu 10 Nanometer. 

Nach der Wiedervereinigung 1990 geht die Produktion in der neu gegründeten Feinmess Suhl GmbH weiter. Als 1992 die Insolvenz droht, übernimmt die August Steinmeyer GmbH & Co. KG aus Albstadt das Unternehmen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, sind eine Modernisierung des Maschinenparks und ein Ausbau der Produktionsstätten unumgänglich. Da der Denkmalschutz die Erweiterung des alten Firmengebäudesverhindert, folgt 2010 der Umzug auf das heutige Firmengelände im Gewerbegebiet Suhl-Friedberg. 2011 wird Feinmess Suhl erstmals der Innovationspreis Thüringen für eine digitale Zahnweitenmessschraube für Innenverzahnungen mit Durchmessern von mehr als 400 Millimeter verliehen. 2016 folgt dann die Auszeichnung für das Digitalpassameter 3902.

www.feinmess-suhl.de  

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Unternehmensinformation

Feinmess Suhl GmbH

Pfütschbergstraße 11
DE 98527 Suhl
Tel.: 03681-381-0
Fax: 03681-381-105

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