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22.10.2018

Nachwuchswissenschaftler forschen zu Leichtbauteilen für den Automobilbau

Sechs Nachwuchswissenschaftler der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) wollen Wissen gezielt an Unternehmen weitergeben. Dafür entwickeln sie Fertigungsprozessketten und neue innovative Werkstoffe. Im Fokus der Forscher stehen Leichtbauteile für den Automobilbau. Faser-Kunststoff-Verbunde (FKV) bieten ein enormes Leichtbaupotenzial.

Sechs Nachwuchswissenschaftler und sechs Professoren Leichtbaupotenziale für Automobilbau der WHZ beim Auftakttreffen. Bild: Westsächsische Hochschule Zwickau

Der Wissenszuwachs auf diesem Forschungsgebiet ist für Unternehmen unüberschaubar und wächst weiter. Ebenso fehlt es an praxistauglichen und erprobten Lösungen, welche den mittelständischen Unternehmen als Grundlage für Weiterentwicklungen dienen. Im Projekt wollen die Wissenschaftler aus den Bereichen Automobil- und Maschinenbau, Kraftfahrzeugtechnik und Textil- und Ledertechnik, bereits vorhandenes Wissen bündeln und den Wissenstransfer in die Unternehmen sowie zwischen den Fachbereichen gestalten.

Ziel der Wissenschaftler ist es, eine Fertigungsprozesskette eines FKV-Bauteils abzubilden, das aus einer innovativen Metall-Kunststoff-Verbindung hergestellt werden soll. Durch den Fokus auf die werkstofflichen und konstruktiven Besonderheiten sollen Leichtbaupotenzial voll ausgeschöpft werden. Als Partner steht zum Beispiel die Alpha Sigma GmbH, eine Ausgründung der WHZ zur Seite. Sie spezialisierte sich auf Leichtbau mit Basaltfasern und steht den Wissenschaftlern beratend zur Seite.

Ein Teilprojekt der Nachwuchsforschergruppe verfolgt unter anderem die Entwicklung von textilen Nieten zum nachträglichen Verbinden von Bauteilen. Diese könnten zukünftig herkömmliche Nieten aus Metall ersetzen.

Hintergrund

Das primäre Ziel im Leichtbau ist die Gewichtseinsparung und die damit verbundene Energieeinsparung. Neben Kunststoff und Glasfasern können auch Naturfasern aus Hanf oder Basalt verwendet werden. Leichtbauwerkstoffe werden im Automobil- und Maschinenbau oder in der Bauindustrie und Energietechnik zum Beispiel für die Herstellung von Windkraftanlagen, leichte Decken- und Wandkonstruktionen oder Fahrzeugteile eingesetzt. Diese Industriezweige gehören zu den sächsischen Wachstumsmärkten und tragen maßgeblich zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit bei.

Die Nachwuchsforschergruppe

Am 1. August startete die fünfte Nachwuchsforschergruppe der WHZ unter Leitung von Prof. Dr. Sebastian Weis von der Fakultät Automobil- und Maschinenbau. Das Projekt „Faserverstärkte Leichtbauwerkstoffe: Von der Forschung in die Praxis“ wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Freistaat Sachsen für drei Jahre gefördert. Hoch qualifizierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen werden heute dringend gesucht. An der WHZ werden aktuell rund 30 Wissenschaftler in fünf Nachwuchsforschergruppen gefördert. Damit trägt die Hochschule zur Erhöhung der Attraktivität des Wissenschaftsstandorts erheblich bei.

Unternehmensinformation

Westsächsische Hochschule Zwickau

Dr.-Friedrichs-Ring 2 A
DE 08056 Zwickau
Tel.: +49 - 375 - 536 0

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