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04.04.2019

Mitarbeiter auf die Herausforderungen von Industrie 4.0 vorbereiten

Eine neue Online-Lernplattform macht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fit für den digitalen Wandel und Industrie 4.0. Forschende der Universität Ulm aus Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften sowie Psychologie entwickeln die mitarbeiter- und unternehmensspezifische Plattform gemeinsam mit Praxispartnern aus der Industrie.


Im Zuge des digitalen Wandels verändern sich die Anforderungen an Millionen Beschäftigte (Symbolbild). Bild: Heiko Grandel

Aufgabe des Projekts LidA ist es, anhand von Prognosen und Expertenbefragungen Weiterbildungsbedarfe zu identifizieren, mitarbeiterspezifische Lernentwicklungspfade zu erstellen sowie kontinuierlich für den digitalen Wandel relevantes Wissen in Lehr- und Lernmodule zu überführen. Diese Inhalte können Mitarbeiter themenspezifisch über eine Online-Plattform abrufen, die auch den Lernfortschritt der Nutzer analysiert. „Digitalisierung bedeutet nicht nur mit immer neuen digitalen Tools umgehen zu können, sondern auch zu erkennen, wann ich welchen Lernbedarf habe, und wie ich diesen effektiv angehen kann“, erklärt Professorin Tina Seufert, Leiterin der Abteilung für Lehr-Lernforschung am Ulmer Institut für Psychologie und Pädagogik. Die entwickelten Lehr-Lernmodule werden in drei Fallstudien in Industrieunternehmen des produzierenden Gewerbes erprobt.

Lernpfade ableiten

Im Projekt LidA fokussiert sich das in Stuttgart ansässige IPRI auf die nachhaltige Gestaltung der Lehr-Lernplattform, die mit den Industriepartnern evaluiert wird. Dabei liegt der Schwerpunkt auf betriebswirtschaftlichen Aspekten der Plattform-Ökonomie, also auf wirtschaftlichen Strukturen und plattformbasierten Geschäftsmodellen. Die Abteilung Lehr-Lernforschung der Universität Ulm wird hingegen individuelle Lernpfade ableiten: Mithilfe eines „Kompetenznavigators“ können sich Beschäftigte so selbst einordnen und auf der Online-Plattform passende Lernangebote auswählen. Um die Lernfähigkeit der Nutzer zu erfassen, entwickeln die Forschenden zudem neue Lehr- und Lernformate, die zum Beispiel auf arbeitsbezogenes Lernen fokussieren oder Multimedia Aspekte integrieren.

Das Projekt „Lernen in der digitalisierten Arbeitswelt“ wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Zuge der Linie „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Neben dem International Performance Research Institute und der Abteilung Lehr-Lernforschung der Universität Ulm unterstützt das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen das Projekt. Diese wissenschaftlichen Institute werden durch namhafte Partner aus der Industrie ergänzt, die eine praxisorientierte Forschung gewährleisten.


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