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maschine+werkzeug 06/2018

"Als Schweizer Unternehmen differenzieren wir uns nicht durch den Preis."

Markt

Interview - Michael Hauser, CEO der Tornos Gruppe mit Sitz in Moutier, erklärt, welche strategischen Ziele er mit seinem Unternehmen erreichen möchte und warum häufige Produktwechsel erforderlich sind.

Herr Hauser, wie ist die aktuelle Wirtschafts- und Auftragslage bei Tornos?

Wir hatten ein gutes Jahr 2017 gehabt und sind im Vergleich zum Vorjahr um 55 Prozent beim Auftragseingang gewachsen. Beim Umsatz haben wir um 31 Prozent zugelegt. Insgesamt haben wir ein positives Ergebnis abliefern können.

Welche Absatzmärkte waren dabei am stärksten?

Der Zuwachs im Auftragseingang verteilt sich geografisch auf alle Regionen. Das ist sehr erfreulich. Besonders stark waren 2017 Nordeuropa und Asien – da allen voran China. Wir bedienen die vier Marktsegmente Automotive, Medizin- und Dentaltechnik, Elektronik sowie Mikromechanik – hier besonders die Uhrenindustrie. Im vergangenen Jahr hat der Automotivbereich stark zugenommen. Weltweit verkaufen wir über 40 Prozent unserer Maschinen an Kunden in diesem Segment. Aber auch bei der Medizin- und Dentaltechnikindustrie sind wir sehr zufrieden. Im Bereich der Elektronik wird der Bedarf nach unseren Maschinen bei den Connector-Herstellern durch die zunehmende E-Mobilität getrieben. Im vierten Quartal 2017 hat die Nachfrage bei der Uhrenindustrie ebenfalls wieder zugenommen. Zwei Jahre lag dieser Bereich ziemlich brach.

  • Michael Hauser, CEO der Tornos Gruppe mit Sitz in Moutier Bild: Tornos

    Michael Hauser, CEO der Tornos Gruppe mit Sitz in Moutier Bild: Tornos

  • »Unsere Produkte müssen innovativ und kompetitiv sein. Also sind wir gezwungen, mit den schnelleren Entwicklungszyklen fortzufahren.« Michael Hauser, CEO der Tornos Gruppe Bild: Tornos

    »Unsere Produkte müssen innovativ und kompetitiv sein. Also sind wir gezwungen, mit den schnelleren Entwicklungszyklen fortzufahren.« Michael Hauser, CEO der Tornos Gruppe Bild: Tornos

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War der Jahresbeginn 2018 ebenso positiv für Tornos?

Wir bewegen uns aktuell über dem Vorjahresniveau. Wir spüren noch mehr Zuwachs als im vergangenen Jahr. Alle vier Marktsegmente entwickeln sich sehr gut. Zum einen ist die Stimmung auf dem Markt derzeit gut. Zum anderen haben wir unsere Hausaufgaben gemacht, was unsere Produkte betrifft. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre haben wir das gesamte Produktprogramm erneuert. 90 Prozent des Umsatzes machen wir heute mit Produkten, die jünger sind als fünf Jahre. Werkzeugmaschinenplattformen entwickelt man nicht jedes Jahr neu, sondern für eine Zeitspanne von zehn bis fünfzehn Jahren.

Können Sie dieses neue Entwicklungstempo mit häufigem Produktwechsel langfristig durchhalten?

Vermutlich müssen wir das. Der Markt erfordert es und wir müssen uns von anderen Drehmaschinenherstellern differenzieren. Als Schweizer Unternehmen differenzieren wir uns nicht durch den Preis. Also muss es etwas anderes sein.

Welche Ziele hat sich Tornos selbst gesteckt?

Wir haben vor fünf Jahren eine neue Sechs-Punkte-Strategie für Tornos lanciert, an der wir weiterhin festhalten. Der erste Punkt war, die Internationalisierung bei Tornos voranzutreiben und dies vor allem in Bezug auf Produktion und Verkauf von Maschinen außerhalb der Schweiz. Das haben wir weitgehend erreicht. Die zweite strategische Stoßrichtung war, die Flexibilität zu erhöhen, um den Absatzschwankungen in der Branche besser begegnen zu können. Man muss ein gesundes Verhältnis an Fertigungsschritten outsourcen, aber weiterhin die Produktion der Kernkomponenten selbst beherrschen. Auch bei diesem Strategieschritt haben wir gute Fortschritte gemacht. Als Drittes ging es darum, Innovationen zu beschleunigen. Dazu gehört es, neue Produkte auf den Markt zu bringen, die hoffentlich dem Kundenbedarf gerecht werden.


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Unternehmensinformation

Tornos Management Holding SA

Rue Industrielle 111
CH 2740 Moutier
Tel.: 0041-32-494-4444
Fax: 0041-32-494-4903

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