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maschine+werkzeug 04/2018

"Alles kann automatisiert und kombiniert werden."

Markt

Interview - Fastems-Chef Heikki Hallila erläutert, was der Automatisierer unter agilen Fertigungssystemen versteht und wie Hard- und Software dafür aussehen.

Bild: Fastems

Herr Hallila, Fabrikautomation hat sich zum Hype-Thema entwickelt. Für Ihr Unternehmen ist das seit Langem das Kernbereich. Profitieren Sie jetzt davon?

Ja, ohne Frage. Wir sind seit 25 Jahren in der Fabrikautomation aktiv. Mit diesem Thema haben wir heute hinreichend Erfahrung. Der Markt geht hin zu Digitalisierung und Automatisierung und damit in unsere Richtung.

Was gibt es Neues bei Fastems?

Wir sind gewachsen und konnten spannende Projekte für unsere Kunden realisieren. Unser Umsatz ist um über 25 Prozent auf 80 Millionen Euro gestiegen. An diese positive Entwicklung können wir auch in diesem Jahr anknüpfen. Wir bereiten uns auf unsere eigene Open-House-Veranstaltung am 29. und 30. Mai hier in Issum aber auch auf die AMB und die IMTS vor.

Beim Thema Automatisierung hat man in den vergangenen Jahren immer an Fastems gedacht. Heute wird das Thema überall gespielt. Ist damit der Wettbewerb für Fastems größer geworden?

Teilweise. Wettbewerber hatten wir auch schon in der Vergangenheit, aber es hat auch eine Konsolidierung im Markt stattgefunden. Gleichzeitig ist die Automation in der Tat zu einem richtigen Hype geworden. Das hatte zur Folge, dass die Hersteller von Bearbeitungsmaschinen ebenfalls eigene Automatisierungslösungen anbieten.

Kooperieren Sie auch mit Maschinenherstellern?

Natürlich. Ohne gute Zusammenarbeit mit den Maschinenherstellern geht es nicht – schon allein deshalb, weil wir herstellerunabhängig sind. Wir verstehen uns als Integrator. Die größte Herausforderung sind jene Anwender, die noch nicht in die Automatisierung investiert haben.

Automatisierung ist also kein durchgehender Trend?

Man muss hier das Level betrachten. Vor zwei bis drei Jahren hatten wir einen Automatisierungsgrad von etwa 20 Prozent. Eine Erhöhung auf etwa 30 Prozent wird heute schon als Hype verstanden, aber wir sind von den 100 Prozent weit entfernt. Auf den internationalen Märkten gibt es große Unterschiede. In den Niederlanden und in Finnland etwa wird wesentlich mehr automatisiert als in Deutschland.

Wie erklären Sie sich die Zurückhaltung im Hochtechnologieland Deutschland?

Im Mittelpunkt steht hier die Herstellung der Werkzeugmaschinen, die Weltspitze sind. Aber der Markt ist auch etwas konservativ. Die Bereitschaft, Neues auszuprobieren, ist bei vielen Fertigern nicht sehr ausgeprägt. Da gibt es noch ein großes Potenzial.


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Unternehmensinformation

Fastems Systems GmbH

Gewerbering 5
DE 47661 Issum
Tel.: 02835-9244-0
Fax: -44

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