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maschine+werkzeug 09/2017

Für welche Anwendungen setzen Sie additive Fertigung ein und warum?

1 Frage, 3 Antworten

Aus der Praxis berichten Dr. med. Erich Rembeck (ECOM – Excellent Center of Medicine, München), Gerd Weber (Premium Aerotec, Varel), Dr.-Ing. Olaf Andersen (Fraunhofer-Institut IFAM, Dresden).

  • Dr. med. Erich Rembeck, Praxis für Orthopädie und Sportmedizin, ECOM – Excellent Center of Medicine, München. Bild: Ecom

    Dr. med. Erich Rembeck, Praxis für Orthopädie und Sportmedizin, ECOM – Excellent Center of Medicine, München. Bild: Ecom

    Additive Fertigung eröffnet in der Endoprothetik völlig neue Möglichkeiten, Schäden an komplexen Gelenken zu behandeln. Beim Knie lassen sich etwa halbe Gelenke mit einer Schlittenprothese versorgen, die an den Patienten angepasst wurde. Aber auch in anderen Bereichen ist der Metalldruck zukünftig hilfreich, etwa um Gelenk- oder Knochenschäden sowie Zehen und Finger maßgefertigt mit Endoprothesen oder Implantaten zu versorgen. Einziges Manko: Bislang fehlen noch Langzeitstudien, die zeigen, welche Materialien sich für die Endoprothetik am besten eignen.

  • Gerd Weber, Standortleiter beim Luftfahrtspezialisten Premium Aerotec, Varel. Bild: Premium Aerotec

    Gerd Weber, Standortleiter beim Luftfahrtspezialisten Premium Aerotec, Varel. Bild: Premium Aerotec

    Der metallische 3D-Druck bietet für die Luftfahrt ein Potenzial, das wir heute noch gar nicht voll abschätzen können. Klar ist aber: 3D-Druck ist überall dort sinnvoll, wo man dadurch schneller, günstiger und leichter werden kann. Schon bei unseren heute aus Titanpulver gedruckten Teilen sehen wir Gewichtsvorteile von über 60 Prozent gegenüber der konventionellen Bauweise. Das verbessert nicht nur die Öko-Effizienz von Flugzeugen spürbar. Zudem entfällt bei manchen komplexen Baugruppen die Montage von Einzelteilen, da alles in einem Druckvorgang entsteht.

  • Dr.-Ing. Olaf Andersen, Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut IFAM, Institutsteil Dresden. Bild: Fraunhofer-Institut

    Dr.-Ing. Olaf Andersen, Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut IFAM, Institutsteil Dresden. Bild: Fraunhofer-Institut

    Das Fraunhofer-Institut IFAM entwickelt mit Industriepartnern additiv gefertigte metallische Bauteile. Eingesetzt werden sie bei Anwendungen in der Luftfahrt, der Medizin- und Elektrotechnik sowie im Anlagen- und Maschinenbau. Hier kommen Laser- und Elektronenstrahlschmelzen, 3D-Siebdruck oder Tintenstrahlverfahren zur Anwendung. Gefertigt wird aus Stahl, Kupfer, Wolfram und Nickelbasis-Legierungen. Je nach Bauteil und Verfahren bietet der 3D-Druck Vorteile in der Gestaltungsfreiheit oder sogar eine kostengünstige Serienfertigung komplizierter Geometrien aus schwer bearbeitbaren Werkstoffen.

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