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maschine+werkzeug 06/2019

Lernen im Umbruch

Fortbildung

Die Digitalisierung verändert die Ausbildung. Statt der Vermittlung von Fachwissen sollte problemorientiertes und flexibles Lernen im Vordergrund stehen.

»Wachsende Digitalisierung, Vernetzung und Automatisierung haben einen großen Einfluss auf die deutsche Metall- und Elektroindustrie.«
Sven-Uwe Räß, Abteilungsleiter Berufsbildung beim Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Bild: M+E Gesamtmetall

»Wachsende Digitalisierung, Vernetzung und Automatisierung haben einen großen Einfluss auf die deutsche Metall- und Elektroindustrie.«
Sven-Uwe Räß, Abteilungsleiter Berufsbildung beim Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Bild: M+E Gesamtmetall

Die Weiter- und Ausbildungen von neuem Fachpersonal muss dem Fortschritt der laufenden Digitalisierung angepasst werden. Die heutige Zeit ist schnelllebig und verändert sich beinah täglich. Daher müssen sich auch die Ausbildungswege anpassen. Dies betrifft nicht nur die Ausbildung, sondern vor allem auch die Weiterbildung.

Auch diese Bildungsform unterliegt einem stetigen Wandel bei den aktuell sehr kurzen Zyklen von Innovationen. Denn auch Fachpersonal, welches die Ausbildung schon lange beendet hat, braucht durch die Digitalisierung neue Fähigkeiten und Kompetenzen. Es muss ein Angebot an Weiterbildungen geschaffen werden, welches die Möglichkeit bietet, dass Mitarbeiter sich entsprechend den individuellen Herausforderungen ihres Arbeitsplatzes fortbilden können. Dies setzt ebenfalls voraus, dass auch die Position der Ausbilder sich wandelt. Denn schon lange reicht es für diese nicht mehr, nur reines Fachwissen zu vermitteln. Sie sollten eher als Begleitung für die Schüler fungieren.

Bild: Boggy / Adobe Stock

Bild: Boggy / Adobe Stock

Hier ist ebenfalls eine Vielzahl von neuen Kompetenzen notwendig, beispielsweise die Kompetenz für digitale Medien. Den Ausbildern muss ein Weg aufgezeigt werden, wie diese die Digitalisierung sinnvoll in ihren Unterricht einbinden können und die zu vermittelnden Inhalte dementsprechend anpassen. Des Weiteren wirken sich die laufenden Digitalisierungsprozesse auch auf die Lernenden aus. Denn nicht immer ist die Digitalisierung auch ein Vorteil. Es müssen immer gewisse Voraussetzungen gelten, damit der Einsatz von digitalen Medien auch einen Vorteil mit sich bringt.

Neue Kompetenzen

Vor allem in der Elektro- und der Metallbranche häufen sich die technischen Innovationen und die Digitalisierung ist besonders stark zu spüren. Automatisierte Prozesse und Vernetzungen spielen dabei eine große Rolle. Durch die Digitalisierung greift die IT mit den Produktionstechniken immer mehr ineinander.

Hier sind neue Normen und Standards in der Technik erforderlich, die in der Praxis umgesetzt werden müssen. Besonders die Sicherheit und der Datenschutz bekommen eine immer stärkere Bedeutung, und das Fachpersonal muss nicht mehr nur wiederkehrende Tätigkeiten abschließen, sondern braucht hohe Qualifikationen und ein großes Fachwissen, um erfolgreich die subjektbezogenen und komplexen Arbeitsabläufe ausführen zu können. Hier werden dem Personal immer mehr Kompetenzen abverlangt. Es reicht nicht, digitales und fachliches Wissen und Fähigkeiten zu besitzen, sondern auch methodische, personale und soziale Kompetenzen werden immer wichtiger. Die stetige Digitalisierung trifft besonders den Bereich der Ausbildung.

www.ecademy-learning.com

Unternehmensinformation

Arbeitgeberverb. Gesamtmetall

Postfach 060249
DE 10052 Berlin
Tel.: 030-55150-0

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