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18.07.2019

Einsatzpotenzial von Smart Devices in der Produktion

Im Projekt 'SmarDe’s@Work' haben die Fraunhofer-Projektgruppen Wirtschaftsinformatik (Fraunhofer FIT) und Prozessinnovation (Fraunhofer IPA) das Einsatzpotential von Smart Devices in der Produktion analysiert, validiert und technisch im Rahmen eines Demonstrators implementiert. Die Ergebnisse sollen Unternehmen dabei unterstützen, die Herausforderungen der Digitalisierung von Produktionsprozessen zu bewältigen.

Einsatz von Smart Devices in der Produktion. Bild: Universität Stuttgart IFF/Fraunhofer IPA, Rainer Bez

Nahezu jeder nutzt im Alltag Smartphones oder Tablets. Smart Devices ermöglichen in vielen Situationen unabhängig von Zeit und Ort, gewünschte Informationen bereitzustellen sowie zu verarbeiten. Eine umfassende Nutzung im industriellen Umfeld ist bisher jedoch nicht gegeben. Dazu tragen neben Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Wahrung von Firmengeheimnissen auch das Fehlen konkreter Handlungsempfehlungen zur Integration in bestehende Unternehmensstrukturen bei. Ebenso ist sowohl die Vielzahl als auch die Vielfalt am Markt erhältlicher Smart Devices und die Abhängigkeit bestehender Lösungen von speziellen Software-Systemen ein Hemmnis für Unternehmen.

Das Projekt 'SmarDe’s@Work' zielt auf die aktive Gestaltung der fortlaufenden Digitalisierung in produzierenden Unternehmen und greift damit die Herausforderungen auf, die sich aus einer steigenden Produkt- und Prozessdiversifizierung ergeben, durch eine bedarfsgerechte Unterstützung von Mitarbeitenden im Produktionsumfeld.

Wesentliche Beteiligte am Projekt 'SmarDe’s@Work' waren die Fraunhofer-Projektgruppen Wirtschaftsinformatik (Fraunhofer FIT) und Prozessinnovation (Fraunhofer IPA), die vier Anwendungspartner BKW Kunststoff, Bittner Werkzeugbau, Dietz und Rehau sowie die beiden Entwicklungspartner Camline und Vogler Engineering.

Insgesamt acht Anwendungsfälle erfolgreich umgesetzt

Im Rahmen der zweijährigen Zusammenarbeit wurden bei den vier Anwendungspartnern insgesamt acht Anwendungsfälle mit einem hohen Einsatzpotential definiert, konzipiert und erfolgreich implementiert. Die Anwendungsfälle wurden vom Projektkonsortium so gewählt, dass sich diese mit geringem Aufwand auch auf andere Unternehmen und Branchen übertragen lassen.

Ein Beispiel ist die verbesserte Rüstung einer Maschine durch eine schichtübergreifende Informationsweitergabe. In einem weiteren implementierten Anwendungsfall werden Mitarbeitende aktiv über einen Anlagenstillstand auf ihrem Smart Device informiert. Einerseits ist damit sichergestellt, dass Anlagenstillstände zeitnah bemerkt und behoben werden, anderseits können sich Mitarbeitende bei der parallelen Bedienung mehrere Maschinen ungestört auf ihre Aufgaben konzentrieren.

Die erzielten Ergebnisse wurden für die Verwendung in weiteren Unternehmen als Open Source veröffentlicht: http://www.smart-devices.fim-rc.de .

Unternehmensinformation

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA)

Nobelstraße 12
DE 70569 Stuttgart
Tel.: 0711-970-00
Fax: 0711-970-1399

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