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09.12.2019

Einblicke in anstehende strategische Entscheidungen

Branchen-Verbände protokollieren eine sinkende Auftragslage, erste Analysten warnen vor einem Abschwung und schlechter Stimmung. Wie schätzen Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie die Situation wirklich ein? Und nutzen sie die Zeit zum Beispiel für richtungsweisende Weichenstellungen? Aussteller der AMB geben Einblicke in anstehende strategische Entscheidungen, aber auch einen ersten Ausblick, was Besucher auf der internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung vom 15. bis 19. September 2020 in Stuttgart erwarten dürfen.

Laut Beratungsunternehmen PWC befindet sich die Stimmung im deutschen Maschinenbau auf Talfahrt. PWC bezieht sich dabei auf Ergebnisse einer Studie laut derer eine steigende Zahl von Unternehmern eine negative Entwicklung der Weltwirtschaft erwartet. Erstmals seit über drei Jahren sprechen die Analysten von einem negativen Wachstum für die Maschinenbauer. Ein Blick in die Branchen-Daten des VDMA zum gleichen Zeitpunkt scheint diese Aussagen zu unterstützen: Der Verband senkte seine Prognose für 2019. „Aufgrund der aktuellen Auftragslage und der niedrigen realen Produktion rechnen wir für 2019 mit einem realen Minus der Produktion von zwei Prozent“, erläuterte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker.

  • Fachmessen wie die AMB – 15. bis 19. September 2020 – bieten die optimale Plattform, um sich gerade in konjunkturell schwächeren Zeiten, für die Zukunft gut aufzustellen. Bild: Messe Stuttgart

    Fachmessen wie die AMB – 15. bis 19. September 2020 – bieten die optimale Plattform, um sich gerade in konjunkturell schwächeren Zeiten, für die Zukunft gut aufzustellen. Bild: Messe Stuttgart

  • Die Aussteller der AMB zeigen welche Innovationen und Weiterentwicklungen die metallbe- und verarbeitende Industrie bei anstehenden strategischen Entscheidungen unterstützen können. Bild: Messe Stuttgart

    Die Aussteller der AMB zeigen welche Innovationen und Weiterentwicklungen die metallbe- und verarbeitende Industrie bei anstehenden strategischen Entscheidungen unterstützen können. Bild: Messe Stuttgart

  • Rund 90.000 internationale Fachbesucher und 1.500 Aussteller werden zur AMB 2020 auf dem Stuttgarter Messegelände erwartet. Bild: Messe Stuttgart

    Rund 90.000 internationale Fachbesucher und 1.500 Aussteller werden zur AMB 2020 auf dem Stuttgarter Messegelände erwartet. Bild: Messe Stuttgart

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18 Prozent der AMB-Besucher 2018 sind in der Automobilindustrie und dem Fahrzeugbau tätig. Eine Branche die aktuell vor zusätzlichen großen Herausforderungen steht. Markus Heseding, Geschäftsführer des Fachverbandes Präzisionswerkzeuge im VDMA, beziffert den aktuellen Marktanteil von Hybrid- und Elektrofahrzeugen in Deutschland auf etwas mehr als ein Prozent. Weil die Politik emissionsfreie Fahrzeuge fordert, investiere die Automobilindustrie vor allem in die Elektrifizierung des Antriebsstrangs. „Fahrzeuge mit Verbrenner werden aber auch in Zukunft eine wichtige Rolle für die Mobilität spielen“, ist Heseding überzeugt.

Die Zahl der weltweit produzierten Fahrzeuge werde von derzeit 93 Millionen auf 120 Millionen im Jahr 2030 steigen. Bei gleichbleibendem Niveau für Verbrenner und steigendem Anteil an E-Autos. Erst danach könnte die Anzahl an Verbrennungsmotoren und damit verbunden die Nachfrage nach zerspanbaren Bauteilen im Auto abnehmen. Die wirtschaftliche Herstellung CO2 -neutraler e-fuels kann hier ein „Game-changer“ werden. „Deshalb wünschen wir uns eine technologieoffene Förderpolitik“, so Heseding.

Innovation und Design

Die derzeitigen Herausforderungen als Werkzeughersteller liegen aus Sicht von Dr. Jochen Kress, Geschäftsführender Gesellschafter der Mapal-Gruppe, darin, dem stetigen Wandel in Technik und Gesellschaft zu folgen oder besser noch ihn anzuführen. Als ein Beispiel nennt auch er die Elektromobilität. Viele Werkzeuge der Aalener bearbeiten Komponenten im Antriebsstrang von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. „In einer Entwicklung von Verbrenner zu Elektroantrieb sehen wir nicht in erster Linie Risiken, sondern neue Möglichkeiten. Die Elektromotorengehäuse erfordern sehr komplexe und anspruchsvolle Werkzeuge. Aufgrund der hohen Drehzahlen eines Elektromotors werden höchste Ansprüche an die Präzision der zerspanenden Bearbeitung gestellt. „Nehmen Sie nur die Hauptbohrung für den Rotor. Sie muss auf wenige Mikrometer genau bearbeitet werden. MAPAL hat Werkzeuglösungen entwickelt, um diese Feinbearbeitung wirtschaftlich umzusetzen und den Anforderungen an Genauigkeit und Taktzeit gerecht zu werden“, sagt Kress. Denn als Sonderwerkzeughersteller bringe MAPAL seine Kompetenz in diese Präzisionsbearbeitung mit ein.


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Landesmesse Stuttgart GmbH

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