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maschine+werkzeug 03/2019

Zukunft 4.0 meistern

Digitalisierung

Um sich erfolgreich den digitalen Herausforderungen zu stellen, sollten Hochschulen ihre Curricula anpassen und die Maschinenbauer mit Start-ups kooperieren.

Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA. Bild: VDMA

Eine Studie der Impuls-Stiftung des VDMA zu ›Ingenieurinnen und Ingenieuren für Industrie 4.0‹ hat unlängst gezeigt, dass viele Hochschulen noch am Anfang eines Change-Prozesses stehen. »Die Digitalisierung muss zum Topthema in der ingenieurwissenschaftlichen Hochschullehre werden«, betont Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA, anlässlich des Jahresgutachtens der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). Exzellenz allein in der Industrie-4.0-Forschung, die in Deutschland zweifellos gegeben sei, reiche bei Weitem nicht. »Die Hochschulen müssen auch in Lehre und Didaktik mit dem rasanten Tempo der Digitalisierung Schritt halten und ihre Curricula entsprechend anpassen.«

Bild: VDMA

Noch spiele Präsenz- und Frontalunterricht eine zentrale Rolle, aber zumindest innerhalb der Fakultäten sei viel in Bewegung. So hielten Hackathons und Praxisprojekte mit Unternehmen stärker Einzug ins Studium. Doch oftmals fehlt es an strukturierten Entscheidungsprozessen zum Einbezug neuer und zur Streichung alter Inhalte. »Aber die Anpassung der Curricula drängt«, unterstreicht Rauen. »Und auch bei den Lehr- und Lernmethoden muss die Digitalisierung gelebt werden.«

Teamwork mit Start-ups

Für die Zukunft des Maschinen- und Anlagenbaus spielen Start-ups eine wichtige Rolle. »Die enge Kooperation mit der Praxis zahlt in beide Welten ein«, hebt Rauen hervor. »So greifen viele Unternehmen im Maschinenbau auch bei der Start-up-Suche auf ihre Hochschulnetzwerke zurück.« Generell ist das Start-up-Thema im Maschinen- und Anlagenbau angekommen, wie die aktuelle VDMA-Studie ›Start-up-Affinität und -Strategie im Maschinen- und Anlagenbau‹ belegt. »Start-ups sind im Maschinenbau keine Marketing-Blase, sondern ein strategischer Ansatz, der nachweislich Nutzwerte generiert«, betont Rauen.

Eine VDMA-Mitgliederbefragung verdeutlichte zudem, dass knapp drei Viertel der Firmen die Zusammenarbeit mit Start-ups in den nächsten drei Jahren planen und auch kleine und mittlere Unternehmen bereits in der Start-up-Welt unterwegs sind. Die zentralen Motive für die Kooperationen sind der Zugang zu neuen Technologien sowie die Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle. Dabei sind Start-ups in Technologiethemen der Zukunft wie Industrie 4.0, Industrial Internet of Things (IIoT) oder Data Analytics und Künstliche Intelligenz bei kooperationswilligen Maschinen- und Anlagenbauern besonders begehrt.

Bei der Suche nach dem passenden Kooperationspartner hilft etwa das Scouting-Tool ›VDMA-Start-up-Radar‹. Es identifiziert weltweit Start-ups mit Maschinenbaurelevanz, clustert sie und stellt Informationen zu Trendfeldern sowie Kontakte bereit.

www.vdma.org

Unternehmensinformation

VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Lyoner Straße 18
DE 60528 Frankfurt
Tel.: 069-6603-0
Fax: 069-6603-1511

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