nach oben
25.09.2019

Bewerben mit schlechten Noten

Ausschlusskriterium für den Traumjob?

Bild: Stepstone

Beinahe jeder Student kennt den Prüfungsstress nur zu gut. Nächtelang wird durchgelernt, kurz vor der Prüfung nochmal in die Notizen geschaut und dann beginnt der Zeitdruck. In 90 Minuten werden zu viele schwere Fragen gestellt und beantwortet - mit dem Ergebnis einer „nur“ mittelmäßigen oder schlechten Note. Das ist während des Studiums das ein oder andere Mal der Fall. Was bedeuten schlecht Noten aber für die Bewerbungsunterlagen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit dem Thema souverän umgehen können.

Welche Rolle spielen schlechte Noten beim Bewerben?

Sie haben Ihr Studium gerade beendet und wollen direkt in den Beruf einsteigen? Dazu verschicken Sie fleißig eine Bewerbung nach der anderen – inklusive Anschreiben, Lebenslauf und Anhängen. Doch einige der Noten im Zeugnis lassen zu wünschen übrig? Die gute Nachricht gleich vorweg: nur 25 Prozent der Unternehmen sagen, dass Noten zu den wichtigsten Auswahlfaktoren für eine Berufseinsteigerposition gehören. Das ergab eine StepStone Umfrage zum Thema Karrierestart. Viel wichtiger sind den Personalverantwortlichen Informationen über persönliche Eigenschaften, soziale Kompetenzen und dass der Bewerber zum Job und zur Unternehmenskultur passen. Das klärt sich oft im Vorstellungsgespräch. Deshalb folgen hier noch einige Tipps zum konkreten Umgang mit schlechten Noten in der Bewerbung.

Das Thema schlechte Noten im Vorstellungsgespräch

Herzlichen Glückwunsch! Die Bewerbung war erfolgreich. Sie wurden zum Vorstellungsgespräch ins Unternehmen eingeladen und sind damit einen Schritt weiter im Bewerbungsprozess um den Job. Wie aber können Sie damit umgehen, wenn der Personalverantwortliche im persönlichen Gespräch nach dem Grund für die schlechten Noten fragt? Kein Grund für einen Schweißausbruch oder nervöses Herumrutschen auf dem Stuhl: Atmen Sie durch und antworten Sie ehrlich, denn die wenigsten Studenten sind akademische Überflieger. Ja, die Noten sind nicht gut, Sie selbst sind wahrscheinlich auch nicht glücklich damit – das zuzugeben ist in Ordnung. Die akademische Ausbildung ist ja nicht gleich schlecht, nur weil manche Leistungen das sind und Sie haben an vielen Stellen im Studium etwas mitgenommen. Seien Sie sowohl in der Bewerbung als auch im Vorstellungsgespräch ehrlich und bleiben Sie authentisch.

Rechtfertigungen anzubringen und den Professoren Vorwürfe zu machen ist hingegen unangebracht. Verweisen Sie lieber auf Erfolge und gute Noten, heben Sie Ihre Stärken hervor und fokussieren Sie sich auf persönliche professionelle Erfahrungen, die Ihnen bei der Position im Job weiterhelfen werden.

Soft Skills und andere Qualifikationen

Unternehmen legen heute viel Wert auf die Soft Skills Ihrer Bewerber. Selbstständigkeit, Engagement und Kooperationsfähigkeit stehen ganz oben auf der Liste. Diese Qualifikationen werden nicht in Prüfungen abgefragt und Sie bekommen während Ihrer akademischen Ausbildung auch keine Note dafür. Bestenfalls können Personaler diese dem Lebenslauf oder Anschreiben des Bewerbers entnehmen. Sonst gibt die Bewerbung an sich nicht viele Informationen darüber her – für die Karriere sind diese Stärken jedoch unerlässlich.

Nicht vergessen, Sie wurden zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch eingeladen. Das heißt, Sie haben trotz ein paar schlechter Noten überzeugt und sind ein potenzieller Kandidat für die freie Stelle. Sympathie und Interesse sind auf beiden Seiten geweckt – im Gespräch gilt es nun die Passung zwischen Ihnen und dem Unternehmen nochmal persönlich zu prüfen. Kennen Sie Ihre eigenen Kompetenzen und bewerben Sie sich auf Stellen und bei Unternehmen, die zu Ihren persönlichen Präferenzen passen.

In manchen Fällen ist es ratsam im Studium bereits ein Praktikum oder eine Werkstudententätigkeit zu machen, um die eigenen Kompetenzen und Qualifikationen zu verbessern und die Aufmerksamkeit der Personaler auf die praktischen Erfahrungen zu lenken. Lesen Sie Stellenausschreibungen immer aufmerksam und erkennen Sie aus der Formulierung der Anforderungen der Unternehmen, ob die Noten eine zentrale Rolle im Auswahlprozess des Arbeitgebers spielen. Das können Sie insbesondere daran sehen, ob z. B. ein herausragender Abschluss von Ihnen erwartet wird. Für die zukünftige Karriere werden Noten – egal ob schlecht oder nicht – unwichtiger sein, da dann, praktische Erfahrungen im Studium und im Job zählen. Weiterführende Tipps zum Thema Vorstellungsgespräch finden Sie auch hier .

Quelle: Online-Jobbörse
Stepstone
Zur Artikelübersicht Business & Karriere

Unternehmensinformation

StepStone Deutschland AG

Hildebrandtstr 4e
DE 40215 Düsseldorf
Tel.: 0211-9493-5702
Fax: -5958

keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Aktuelle Videos

Mikron: Multistar CX-24 – höhere Flexibilität mit bis zu 20 CNC-Achsen


Zu den Videos

Kostenloser E-Book Download
Kostenloser E-Book Download

Jetzt herunterladen!

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen