nach oben
maschine+werkzeug 07/2019

Aufbruch

Editorial

Manfred Flohr, Chefredakteur. Bild: maschine+werkzeug

Manfred Flohr, Chefredakteur. Bild: maschine+werkzeug

Die große Herbstmesse steht an. Dieses Jahr wieder die EMO. Um genau zu sein: die EMO Hannover. Mit der diesjährigen Weltleitmesse der Metallbearbeitung erwartet uns also wieder etwas richtig Großes. Angekündigt sind 2.200 Aussteller auf gut 180.000 Quadratmetern. Das ist wohlgemerkt die Nettofläche. Wer sich für alles interessiert, was zwischen DMG Mori in Halle 2 und Ningqing CNC in Halle 27 zu sehen ist, bekommt zu spüren, dass sich Netto von Brutto an kaum einem anderen Ort so voreinander unterscheiden wie in Hannover.

Also alles wie immer? Das sollte man so nicht sagen. Der Messeturnus entspricht im Großen und Ganzen den Entwicklungszyklen der Werkzeugmaschinenbranche. Damit sind alle zwei Jahre nicht nur neue Produkte zu sehen, sondern die heute ganz aktuellen Trends. Auch wiederkehrende Themen sind durchaus interessant: Ist der Trend vom vorigen Mal inzwischen im Markt angekommen oder war es doch nur ein kurzer Hype?

Als Fachjournalist interessiere ich mich natürlich für alles Neue. Vieles wurde schon im Vorfeld angekündigt, weshalb Sie in dieser EMO-Ausgabe von maschine+werkzeug reichlich Messematerial finden. Darüber hinaus zeigen wir auch in diesem Heft, wie sich die Messeneuheiten von gestern inzwischen im Praxiseinsatz beim Anwender bewährt haben. Einen vollständigen Überblick über die Neuvorstellungen und weitere Infos rund um die EMO finden Sie auf www.maschinewerkzeug.de/emo. Mit News und EMO-Nachberichten werden wir diese Seite auch über die Messe hinaus füttern.

Neben Neuheiten und Trends gibt auch das wirtschaftliche Umfeld jeder EMO ihr eigenes Gesicht. 2019 könnten sich da Sorgenfalten abzeichnen. Die Krise ist angekommen, weltpolitische Turbulenzen erfassen auch die deutsche Wirtschaft in großen Teilen. Die Metallbearbeitung könnte es sogar besonders stark beuteln. Der Markt für Werkzeugmaschinen ist gerade mal wieder gesättigt. Rückgänge in der industriellen Fertigung machen sich bei Anbietern von Präzisionswerkzeugen immer sehr schnell bemerkbar. Der Wandel in der Automobilbranche verlangt auch den Herstellern der Produktionsmittel Flexibilität ab.

Viele Fragen werden in Hannover gestellt werden: Wird es so schlimm wie voriges Mal? Wie tief geht es runter? Wie lange? Einfach abwarten ist keine Option. Bei den Kunden sollte nach den fetten Jahren Geld da sein. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, es klug zu investieren, um sich für die Zukunft aufzustellen. Höhere Produktivität ist fast immer zu erreichen, vor allem ist die Zeit reif für Themen wie Automatisierung und Digitalisierung. Von den Ausstellern sind effiziente, praxistaugliche Lösungen gefragt. Mit »ein bisschen 4.0« kommen sie im Herbst 2019 nicht mehr durch.

Manfred Flohr

Chefredakteur

manfred.flohr <AT> verlag-henrich.de

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Aktuelle Videos

DMG Mori: Kombiniertes Laser-Auftragsschweißen und Fünf-Achs-Fräsen von großen 3D-Metallbauteilen.


Zu den Videos

Kostenloser E-Book Download
Kostenloser E-Book Download

Jetzt herunterladen!

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen