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10.08.2016 Anzeige

Dichtungen sind überall

Wächtersbach, 10.08.2016: An kaum einem Produkt zeigt sich die Vielfalt des Werkstoffs Gummi so deutlich: Dichtungen kommen in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz und erfüllen dort wichtige Aufgaben. In der Automobilbranche, der Lebensmittelindustrie oder auch in der Fertigungstechnik müssen sie dauerhaft verschiedensten Einflüssen standhalten, um die Funktionalität der Anwendungen sicherzustellen.

Sehr grob kann man Dichtungen in zwei Gruppen einteilen: in statische - sprich unbewegliche - und dynamische Dichtungen, bei denen sich die Dichtelemente relativ zueinander bewegen. Flachdichtungen sind vergleichsweise einfach und kostengünstig herzustellen. Auf Wunsch können sie im so genannten „Kiss-Cut-Verfahren“ auch auf selbstklebender Folie produziert werden.

Profildichtungen kommen vor allem im Tür-, Fenster-, Fassaden- und Gewächshausbau sowie in der Lüftungs- und Klimatechnik zum Einsatz. Um Temperaturunterschieden und UV-Beanspruchungen standhalten zu können, ist die Materialbeschaffenheit von Profildichtungen im Außenbereich von großer Bedeutung. Ein Eckenvulkanisation genanntes Verfahren erlaubt die Verbindung exakt zugeschnittener Profillängen zu einer Rahmenecke oder einem kompletten Rahmen.

O-Ringe sind der Allrounder unter den Dichtungen und in unzähligen Branchen und Anwendungen unverzichtbar. In der Pneumatik und im Sanitärbereich gehören sie zu den meistverwendeten Dichtungen. Wann immer es auf eine geringe Raumanforderung, einfache Montage und ein geringes Gewicht ankommt, sind O-Ringe eine Option.

Silikon, EPDM, Krevolast® und NBR

Ob die Dichtung für den gewünschten Zweck geeignet ist, ist aber auch eine Frage des Materials. Verschiedene Kautschukarten mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften stehen zur Verfügung. Silikon eignet sich mit seiner hohen Beständigkeit gegen UV-Strahlen, Wettereinflüsse, Ozon, Sauerstoff sowie niedrige und hohe Temperaturen besonders für den Einsatz im Freien. EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) ist hingegen für die Herstellung von Dichtungen und O-Ringen von Waschmaschinen, Geschirrspülern und Sanitärarmaturen prädestiniert, da es auch im Dauerkontakt mit Heißwasser, heißer Luft bis 150 °C und Trinkwasser noch besteht. Es ist der meist eingesetzte Dichtungswerkstoff in der Automobilindustrie und auch für Profile im Fenster- und Fassadenbereich.

Krevolast®, ein FFKM-Werkstoff und hauseigene Marke von Kremer aus Wächtersbach, ist hitzebeständig bis 330 °C und mit hoher Chemikalienresistenz für zahlreiche Anwendungsbereiche geeignet. Das Gummi genügt höchsten Sicherheits- und Reinheitsanforderungen, ist außerordentlich belastbar und verfügt über besonders gute Druck- und Rückstelleigenschaften.

Dichtungen aus NBR zeichnen sich wiederum durch einen guten Abriebwiderstand und eine hohe Beständigkeit gegen Schmierfette, Mineralöl, Wasser-Öl-Emulsionen sowie gegen tierische Fette und Öle aus. Es handelt sich daher um den Standardwerkstoff für öl- und kraftstoffbeständige Dichtungen.

Herstellungsformen

Mindestens genauso vielfältig wie Anwendungsbereiche und Materialien sind die Herstellungsverfahren. Einfache und kostengünstige Lösungen sind das Formpressen (Compression Molding) sowie das Stanzen oder Wasserstrahlschneiden. Beim Formpressen werden Kautschukrohlinge unter Einwirkung von Druck und Hitze in Form gebracht. Das Verfahren findet vor allem bei Werkstücken Anwendung, von denen keine hochpräzisen Fertigungstoleranzen gefordert werden. Das Stanzen ist die Methode für alle flachen Dichtungen: schnell, unkompliziert und ohne hohe Werkzeugkosten. Eine feinere und präzisere Alternative, die exakt rechtwinklige Kanten ermöglicht, ist das Wasserstrahlschneiden.

Modernere Verfahren wie das Spritzgießen (Injection Moulding), das Spritzpressen (Injection Transfermolding) sind gut geeignet für die präzise, schnelle Herstellung großer Serien. Ihnen gemeinsam ist, dass der Werkstoff über eine Düse mit genau gesteuertem Druck in die Form gespritzt wird. Die in diesen Verfahren gefertigten Teile benötigen nur einen geringen Nachbearbeitungsanteil des Entgratens. Die Herstellung von Profildichtungen, etwa für Fensterrahmen, funktioniert hingegen mittels Extrusion: ein Verfahren, bei dem theoretisch Dichtungen beliebiger Länge entstehen.
Kremer hilft seinen Kunden bei der Wahl des richtigen Materials und stellt sein Know-how von der ersten Konzeption bis zur finalen Produktion zur Verfügung. Dank der Techniken des Rapid Prototyping, etwa des 3D-Drucks, lassen sich mit geringem Aufwand auch aussagekräftige Prototypen anfertigen, die Aufschluss über die Serienreife des gewünschten Artikels geben. So können Fehler schon im Vorfeld behoben werden.

Sanitärdichtungen aus EPDM sind besonders robust

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Kremer – der Spezialist für Elastomer- und Kunststoff-Produkte nach Zeichnung

Kremer wurde 1965 gegründet und gehört seit 1995 der REIFF-Gruppe an. Schwerpunkte von Kremer liegen in den Produktgruppen Dichtungen, O-Ringe und Formteile aus Gummi-, Kunststoff- und thermoplastischen Elastomeren. 2K-Produkte, Gummi-Metallverbindungen, Moosgummiprofile, Gummiprofile und Schlauchringe ergänzen das umfangreiche Lieferprogramm.

Pressekontakt:
Kremer GmbH
Gregor Hämel
Kinzigstr. 9
63607 Wächtersbach
Tel: 06053 - 61610
E-Mail: gregor.haemel@kremer-reiff.de

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