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maschine+werkzeug 07/2019

Kühlung auf ganzer Linie

Kühlung

Zur Temperierung seiner Werkzeugmaschinen-Linien setzt der niederländische Zulieferer VCN Mass Turning auf ein besonders effizientes, zentrales Kühlkonzept von KLH Kältetechnik aus Bad Doberan.


Zehn Jahre Partnerschaft

KLH ist Teil der Technotrans-Gruppe und lieferte seit 2008 nunmehr sein viertes effizientes Zentralsystem mit einer Kühlleistung von bis zu 130 Kilowatt nach Groningen. Die individuellen Anpassungen für VCN sind für Jan Kühne, Produktmanager Industriekühlung bei KLH, der Grund für die zehnjährige Zusammenarbeit: »Es geht darum, nicht einfach ein Standard-Produkt abzuliefern, sondern mitzudenken und für den Kunden eine Lösung zu finden. Wenn man so eine Partnerschaft etabliert, dann hat diese auch Bestand.« Im Fall von VCN besteht diese Lösung aus den Zentralanlagen, die, statt je einem Kaltwassersatz an jeder einzelnen Drehmaschine, für eine sichere und zuverlässige Kühlung sorgen. Bis zu zehn Maschinen kann eine Kühlung versorgen und damit sie dies zuverlässig bewältigt, hat KLH einige Besonderheiten integriert.

 VCN Mass Turning hat sich auf das Zerspanen unterschiedlicher Arten von Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer und Messing spezialisiert. Bild: Technotrans

VCN Mass Turning hat sich auf das Zerspanen unterschiedlicher Arten von Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer und Messing spezialisiert. Bild: Technotrans

Die offensichtlichste Redundanz besteht im Einsatz von zwei Pumpen, von denen immer nur eine im Einsatz ist, so dass im Ernstfall jederzeit die jeweils andere einspringen könnte. Die Pumpen sind drehzahlgeregelt und passen sich der benötigten Leistung somit an, was die Energiekosten weiter senkt. An allen Verteilstationen ist zusätzlich ein Stadtwasseranschluss vorhanden. Das Wasser dient als Notkühlfunktion, sollte das sonst standardmäßige Wasser-Glykol-Gemisch einmal ausfallen. Sie verschafft den Technikern Zeit, ein Problem zu beheben, ohne dass die Produktion stillsteht. Gesteuert wird die zentrale Kühlung einer Linie jeweils über nur eine Steuerungseinheit (HMI), was wiederum die Arbeit der Bediener der Linie vereinfacht. Fällt diese aus, haben sie auch die Möglichkeit, die gesamte Anlage manuell zu steuern.

Der Erfolg der Niederländer beruht maßgeblich auf der Produktion mit großen Linien baugleicher CNC-Maschinen. Bild: Technotrans

Der Erfolg der Niederländer beruht maßgeblich auf der Produktion mit großen Linien baugleicher CNC-Maschinen. Bild: Technotrans

Über das HMI gibt es Zugriff auf die Aktiv- als auch Freikühlfunktion. Denn die Umgebungstemperaturen in den Niederlanden erlauben es VCN, mit der KLH-Lösung einen Großteil des Jahres über die auf dem Dach platzierten Freikühler zu arbeiten. Bei bis zu 14 Grad Außentemperatur erreichen diese noch 100 Prozent ihrer Leistung und sparen VCN so erhebliche Kosten. »Erst wenn es wärmer wird, nutzen wir zusätzlich die Aktivkühlung, um die optimale Arbeitstemperatur von 18 Grad in den Drehmaschinen zu erreichen«, sagt Winkel. Die Aufbereitung der Kühlschmierstoffe (KSS) versorgt die KLH-Anlage dabei gleich mit. Und wenn KLH weitere Ansätze sieht, die Betriebssicherheit oder Effektivität der Anlagen zu steigern, geht das Unternehmen aktiv auf VCN zu. Gemeinsam werden diese Ideen dann besprochen und umgesetzt.

Kühne ist sich sicher, »dass damit alle wichtigen Funktionen der Kühlung mindestens doppelt gesichert sind.« Für VCN ist diese Partnerschaft mit KLH ein Glücksfall, findet Winkel. »Wir sind auf das Unternehmen aufmerksam geworden, weil es damals als Erstausrüster für Index mit uns in Kontakt gekommen ist. Dass wir heute hier stehen und ein so tolles Verhältnis haben, war damals noch nicht abzusehen.« Die erste zentrale Kühlung aus dem Jahr 2008 sei noch eine echte Herausforderung gewesen, da das Konzept neu war und immer wieder Fragen aufkamen und neue Vorstellungen umzusetzen waren. Doch in diesem Prozess sei KLH »immer da gewesen«, betont Winkel. »KLH denkt alles mit. Das ist eine sehr seriöse Partnerschaft.«

www.technotrans.de


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Internet:www.technotrans.de
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