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maschine+werkzeug 07/2019

Drehteile richtig reinigen

Teilereinigung

Mit den über MAP Pamminger bezogenen Spritz-Flut-Reinigungsanlagen Elba und Java von Mafac erzielt die CNC-Dreherei Otto Kapferer die gewünschten Reinigungsergebnisse.

Thomas Matzak führt sämtliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Teilereinigung aus, vom Teilehandling bis zur Programmierung. Er schätzt den hohen Bedienungskomfort der Mafac Java durch die Steuerung und Visualisierung Maviatic mit Touchscreen. Bild: Peter Kemptner

Thomas Matzak führt sämtliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Teilereinigung aus, vom Teilehandling bis zur Programmierung. Er schätzt den hohen Bedienungskomfort der Mafac Java durch die Steuerung und Visualisierung Maviatic mit Touchscreen. Bild: Peter Kemptner

Die Otto Kapferer GmbH hat sich auf die Herstellung von Drehteilen aus Aluminium, Stahl, Messing und Kunststoff mit 6 bis 65 Millimetern Durchmesser und bis zu 250 Millimetern Länge spezialisiert. Auf einem Maschinenpark mit 26 CNC-Drehzentren fertigen die 32 Mitarbeiter des 1949 gegründeten Unternehmens in Fulpmes (Tirol) täglich 40.000 bis 45.000 Stück davon.

Die Teile weisen unterschiedliche Komplexitäten auf. »Die Qualitätsansprüche der Kunden sind dem jeweiligen Anwendungsfall angemessen, aber allgemein kontinuierlich im Steigen begriffen«, sagt Peter Huter, seit 1990 Mitarbeiter und seit 2006 geschäftsführender Gesellschafter von Kapferer. »Unser Benchmark ist Österreichs größter Motorradhersteller, dessen Fahrzeuge mit unseren Drehteilen an Bord seit den 1980er-Jahren immer wieder Motorsportlern zu Weltmeistertiteln verhelfen.«

Nachbearbeitung

Bevor die Drehteile just in time zum Kunden gehen, werden sie im Haus nachbearbeitet, montiert, verpackt und etikettiert sowie von Partnerunternehmen gehärtet, geschliffen und oberflächenveredelt. Dazu müssen sie zuverlässig von Spänen und Kühl-/Schmiermitteln befreit werden. »Die Teilereinigung ist für uns daher bereits seit mehreren Jahrzehnten ein wichtiges Thema«, erklärt Peter Huter. »Unsere erste Reinigungsanlage haben wir 1991 in Betrieb genommen.«

Das Spritz-Reinigungsverfahren mit Reinigungschemie auf wässriger Basis hatte sich bewährt. Das rasche Unternehmenswachstum und die verbundenen steigenden Stückzahlen machten jedoch 2003 die Anschaffung einer Anlage mit höherer Kapazität erforderlich. Die Wahl fiel auf eine Mafac SF6040.

Maschine ersetzt

»Obwohl die Reinigungsmaschine ihre Aufgaben jahrelang sehr zufriedenstellend erfüllte, wurde sie als Einbad-Anlage mit der Zeit von den strenger werdenden Reinheitsanforderungen überholt«, sagt Gerald Leeb, Vertriebsmitarbeiter und Gesellschafter der MAP Pamminger GmbH, einem Mafac-Vertriebspartner in Österreich. »2007 erfolgte die Ablösung durch die damals neu entwickelte Elba.«

Diese kompakte Spritzreinigungsanlage mit Zweibad-Technik ist für die Reinigung von Kleinteilen im Anschluss an zerspanende Bearbeitungsprozesse optimiert. Sie reinigt zuverlässig Schüttgut, Einzelwerkstücke und Chargen aus Edelstahl, Stahl, Guss, Nichteisenmetallen oder Kunststoff vor der anschließenden Oberflächenbehandlung. Mit einem Reinigungs- und einem Spülgang sowie dem rotierenden Impulsblassystem für die Teiletrocknung sorgt die Anlage für sichere Reinigungs- und Trocknungsergebnisse.

Aluminiumteile

Stückzahlen und Anforderungen stiegen weiter, ebenso die Komplexität der Teilegeometrie. »Auch bei lang laufenden Teilen kommen mit jeder Modifikation Dinge hinzu«, weiß Peter Huter. »Speziell bei Aluminiumteilen stellen zusätzliche Ausnehmungen, Fasen oder Hinterschneidungen bei gleichzeitig enger werdenden Toleranzen auch völlig neue Herausforderungen an die Teilereinigung.«

Deshalb begann vor einigen Jahren erneut die Suche nach einer geeigneten Teilereinigungsanlage zur Bewältigung der gestiegenen Stückzahlen und Qualitätsansprüche. »Die neue Anlage sollte die bestehende Mafac Elba nicht ablösen, sondern ergänzen und die Ausfallsicherheit erhöhen«, sagt Patrick Huter. Der Sohn des Geschäftsführers ist als Betriebsleiter in solche Entscheidungsprozesse eingebunden. »Deshalb mussten wir sie nicht für künftige Gesamtstückzahlen dimensionieren.«

Zur Bewältigung der anstehenden und künftigen Anforderungen empfahlen die Teilereinigungsexperten von MAP Pamminger erneut eine Anlage von Mafac, diesmal jedoch eine Java mit Spritz-Flut-Reinigungsverfahren. Bei dieser erfolgt die Teilereinigung auf mehrere Arten gleichzeitig.

Hohlräume

Die Düsen des patentierten Spritzsystems drehen sich um den Korb, sodass ihr Strahl von allen Seiten auf die Teile gespritzt wird. Zugleich kann die Waschkammer bis zu knapp drei Vierteln geflutet werden. Da die Düsen auch unter Wasser sprühen, dringt die Reinigungsflüssigkeit in alle Hohlräume ein und wird dort bewegt. So findet auch in schlecht zugänglichen Hohlräumen eine hydromechanische Reinigung statt. Je nach Anforderung steht dabei der Korb fest, wird durch das Flutbad pendelnd bewegt oder um die eigene Achse gedreht.

»Speziell bei Teilen mit komplexer Geometrie und starker Verunreinigung mit Kühl-/Schmiermitteln spielt das Spritz-Flut-Reinigungsverfahren der Zweibad-Anlage Java von Mafac seine Überlegenheit aus«, freut sich Peter Huter. »Es führt in einem sehr kurzen Reinigungszyklus zuverlässig zu einem tadellosen Ergebnis.« Patrick Huter ergänzt: »Die jetzige Anordnung mit zwei Mafac-Reinigungsanlagen trägt durch eine hohe Kapazität, Flexibilität und Ausfallsicherheit zur Zukunftssicherheit unseres Unternehmens bei«.

www.mafac.de

Unternehmensinformation

MAFAC - E. Schwarz GmbH & Co.KG

Max-Eyth-Straße 2
DE 72275 Alpirsbach
Tel.: 07444-9509-0
Fax: +49 - 7444 - 9509 99

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