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maschine+werkzeug 09/2019

Höchstleistung für die Formel 1

KSS

Ohne die Honmaschinen von Gehring ist die Leistungsdichte der Formel-1-Motoren undenkbar. Damit die engen Toleranzvorgaben erfüllt werden, leistet ein Kühlschmierstoff von Oemeta seinen Beitrag.

Beim Kühlschmierstoff vertraut Gehring auf das Zweikomponenten-System ›Hycut‹ von Oemeta. Bild: Oemeta

Beim Kühlschmierstoff vertraut Gehring auf das Zweikomponenten-System ›Hycut‹ von Oemeta. Bild: Oemeta

Gerhardt Simon, Geschäftsführer von Gehring Naumburg, versichert: »95 Prozent unserer Maschinen gehen in die Automobilindustrie, das schließt auch die Formel-1-Rennteams mit ein.«

Damit die kleinen 1,6-Liter-V6-Motoren mit der großen Leistungsdichte die bei 15.000 min-1 vermuteten 800 bis 1.000 PS erbringen, müssen die Zylinder perfekt aufs halbe µ genau gehont sein. Doch nicht nur in der Formel 1 spielt das Honen eine entscheidende Rolle, die Technik wird heute bei jedem Verbrennungsmotor eingesetzt.

Ein Teil der Verrohrung sind vier Mischstationen, die je nach Fertigungsprozess Additive in der erforderlichen Dosierung hinzugeben. Bild: Oemeta

Ein Teil der Verrohrung sind vier Mischstationen, die je nach Fertigungsprozess Additive in der erforderlichen Dosierung hinzugeben. Bild: Oemeta

Durch die besondere Schleiftechnik beim Honen mit Gehring-Maschinen werden die Verbrennung im Motor optimiert, der Verbrauch reduziert, die Sauberkeit erhöht und Gesundheitsrichtlinien erfüllt. Klar, dass der Maschinenbau ebensolche Höchstleistungen erbringen muss.

In Naumburg gehen die Verantwortlichen damit gelassen um: Dort, an der Gründungsstelle von Gehring, hat 1922 Christoph Willi Gehring sein Unternehmen einst gegründet und 1935 die erste Honmaschine gebaut. Vermutlich war ihm damals noch nicht klar, dass er mit dieser feineren und präziseren Oberflächenbearbeitung runder Bohrungen einmal führend in diesem Bereich würde. Heute fertigt Naumburg Basishonmaschinen und -anlagen, die in der Zentrale in Ostfildern bei Stuttgart in den Systembetrieb genommen werden und die Kundenanforderungen erfüllen. Eine 24 Meter lange Anlage steht beispielsweise im benachbarten Bad Cannstatt und bearbeitet V6-Motorblöcke mit einer Zykluszeit von 32 Sekunden.

Ohne die Honmaschinen von Gehring ist die Leistungsdichte heutiger Verbrennungsmotoren undenkbar. Bild: Oemeta

Ohne die Honmaschinen von Gehring ist die Leistungsdichte heutiger Verbrennungsmotoren undenkbar. Bild: Oemeta

Für die Herstellung der präzisen Komponenten verarbeiten die Naumburger Stahl, Edelstahl, Aluminium und Guss. Die vorherrschenden Prozesse sind Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen. Dafür verwenden die Verantwortlichen seit 2014 den multifunktionellen Zweikomponenten-KSS ›Hycut‹ von Oemeta. Vor Ort unterstützt der Handels- und Servicepartner HMH Mineralöle.

Klare Ziele

Die Zielsetzungen damals waren klar: So sollten die Vielfalt der KSS reduziert und fertigungstechnische Fortschritte erzielt werden. Insbesondere legt Gehring Wert auf eine gute Oberflächenqualität. Ferner galt es, die Umwelt weniger zu belasten und hohe Gesundheitsanforderungen zu erfüllen. Regelmäßige Messungen, ein guter Vor-Ort-Service und schnelle Reaktionen sollten zum Standard gehören. Dadurch wollte man auch von den starren Zyklen wegkommen, nach denen stur alle dreiviertel Jahre die Einzelbehälter an den Maschinen neu befüllt wurden. Und zu guter Letzt wollte Gehring von den hohen Entsorgungskosten runter.

 Zentralversorgung und Vor-Ort-Befüllung mit flexiblem Schlauchaufroller und Abgabepistolen bei Gehring. Bild: Oemeta

Zentralversorgung und Vor-Ort-Befüllung mit flexiblem Schlauchaufroller und Abgabepistolen bei Gehring. Bild: Oemeta

Eines lässt sich vorweg sagen: Gemeinsam haben Lutz Geweniger, Qualitätsmanagementbeauftragter bei Gehring, Instandhalter Ralf Köppl, das Oemeta-Außendienstteam Torsten Schindler und Stephan Ebeling sowie der HMH-Gebietsleiter Peter Wachsmuth diese Ziele schnell erreicht. Dennoch galt es, einige Herausforderungen zu meistern. Allem voran war da das mit 35 Grad deutscher Härte und einem Chloridgehalt von 60 Milligramm pro Liter sehr harte Wasser in Naumburg. Des Weiteren gab es viele KSS-Mischstationen mit wenig Platz. Hinzu kamen die Themen Fremdöl und Schaumbildung mit dem Vorgängerprodukt. Vor allem sollte aber auch die Vielfalt an verschiedenen KSS reduziert werden.

 In Naumburg werden seit 1922 Honmaschinen für feinere und präzisere Oberflächenbearbeitung runder Bohrungen gebaut. Bild: Oemeta

In Naumburg werden seit 1922 Honmaschinen für feinere und präzisere Oberflächenbearbeitung runder Bohrungen gebaut. Bild: Oemeta

»Früher hatte jeder für seinen Prozess und seine Maschine sein ›eigenes‹ Öl«, erinnert sich Geweniger. »Das wollten wir nicht mehr so umständlich haben. Wir wollten ein multifunktionales Öl, das alle Anforderungen erfüllt.« Gar nicht so einfach, wenn man weiß, dass jeder Zerspanungsprozess auch einen darauf abgestimmten Kühlschmierstoff erfordert. Stephan Ebeling und Torsten Schindler kennen solche Anforderungen und können darauf reagieren, obwohl sie wissen, »dass KSS ein komplexes Thema in Bezug auf Technik, Umwelt- und Gesundheitsmanagement ist.« Mit Hycut von Oemeta hatten sie gleich einen passenden, multifunktionalen Zweikomponenten-KSS im Sinn. Kern des Hycut-Systems sind Öle auf Esterbasis, die als Bearbeitungsöl, KSS oder Hydraulikmedium eingesetzt werden können, untereinander kompatibel sind und damit zum Beispiel die Zwischenreinigung ersparen können.

Als Schneid- und Schleiföl bietet das wassermischbare Hycut eine hohe Schmierleistung und vermindert so den Werkzeugverschleiß deutlich. Weil es aus synthetischen Esterölen hergestellt wird, ist es sehr alterungsstabil. Das sichert lange Laufzeiten. Darüber hinaus sorgt die hohe Reinigungsleistung für saubere Maschinen und Bauteile und speziell beim Schleifen für eine hohe Abtragsleistung.

Das Besondere an Hycut als Emulsion ist die Möglichkeit, Öl und Additiv separat zu steuern. Das sorgt für eine perfekte Anpassung an unterschiedliche Prozess-, Material- und Schmierleistungsanforderungen. Während der gesamten Lebensdauer der Emulsion können die Einzelkomponenten gezielt dosiert werden.


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Unternehmensinformation

Oemeta Chemische Werke GmbH

Ossenpadd 54
DE 25436 Uetersen
Tel.: 04122-924-0
Fax: -28166

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