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Spanntechnik - Spanndorne

Spanndorne

Bei den sogenannten festen Dornen dient der Grundkörper unmittelbar zur Aufnahme der Werkstücke. Dehndorne ermöglichen einen lösbaren Presssitz und mitten gut ein. Zum Spannen wird der als Hülse ausgebildete Teil im Bereich der elastischen Verformung aufgeweitet.

Spanndorne dienen zum Bestimmen und Zentrieren von Werkstücken nach einer Bohrung. Bei den sogenannten festen Dornen dient der Grundkörper unmittelbar zur Aufnahme der Werkstücke. Zum Einmitten von Werkstücken mit zylindrischer Bohrung ist der Aufnahmeteil des Dorns zylindrisch oder kegelig. Bei festen zylindrischen Dornen mit Bund (Bild 1 A) wird das Werkstück durch den Zylinder nur zentriert und durch Mutter oder Schraube in Achsrichtung gespannt. Der teilweise kegelige und teilweise zylindrische Dorn in Bild 1 B ist für die Aufnahme von Werkstücken mit langer, eng tolerierter Bohrung geeignet. Hierbei dient der Zylinder zum Einmitten und der Kegel zum Mitnehmen des Werkstücks.

Feste Spanndorne. A: zylindrischer Dorn mit Bund, B: zylindrischer Dorn mit Kegelansatz, C: Dorn mit Gewinde, D: Dorn mit Gewinde und zylindrischem Ansatz

Dehndorne (Bild 2) ermöglichen einen lösbaren Presssitz und mitten gut ein. Zum Spannen wird der als Hülse ausgebildete Teil im Bereich der elastischen Verformung aufgeweitet. Mechanische Spanndorne mit Dehnhülse (Bild 2 A) bestehen aus einem festen Dorn, einer oder mehreren Hülsen und einer Mutter. Die Dehnhülse ist innen hohl. Durch Spannen in axialer Richtung wird der Bohrungsdurchmesser verkleinert und der Außendurchmesser vergrößert, bis zwischen Dorn und Werkstück eine kraftschlüssige Verbindung hergestellt ist.

Bei hydraulischen Dehndornen (Bild 2 C) wird die das Werkstück aufnehmende Hülse durch einen mit der Maschine verbundenen Dorn eingemittet. Zwischen Dorn und Hülse liegen innerhalb der Spannstelle eine oder mehrere Druckkammern. Die Spannkraft wird durch Öl oder plastische Stoffe gleichmäßig verteilt, wodurch die Hülse an der Spannstelle geweitet und das Werkstück gespannt wird. Der in Bild 5.68 C abgebildete Dehndorn ermöglicht die hydraulische Spannung von mehreren Werkstücken.

Dehndorne. A: mit Spieth-Hülse, B: mit Rollkupplung, C: mit hydraulischer Spanneinrichtung

Spanndorne mit Spreizhülse haben einen festen Kegeldorn als Grundkörper. Zur Aufnahme des Werkstücks dient eine geschlitzte Hülse, die zum Spannen in Richtung des größeren Kegeldurchmessers verschoben wird. Die verwendeten Spreizhülsen werden von beiden Seiten geschlitzt, wodurch sie innerhalb gewisser Grenzen ihre zylindrische Außenform behalten.

Spanndorne mit Spannscheiben (Bild 3) spannen das Werkstück durch kegelförmige, geschlitzte Scheiben, die auf einem zylindrischen Dorn zentriert sind. Diese sogenannten Ringspannscheiben haben die Eigenschaft, dass sie bei axialer Belastung sowohl ihre Bohrung verkleinern als auch ihren Außendurchmesser vergrößern und somit Werkstück und Zylinderdorn kraftschlüssig verbinden.


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