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Gewindefertigung - Gewindefräsen

Gewindefräsen

Das Gewindefräsen bietet eine hohe Prozesssicherheit und universelle Einsatzmöglichkeiten der Werkzeuge in den unterschiedlichsten Materialien. Um mit einem Gewindefräser ein Gewinde herzustellen, führt die Maschine eine schraubenförmige Bewegung aus. Diese Bewegung muss in Z-Richtung genau der Steigung entsprechen.

Ein wirtschaftliches Verfahren zur Gewindeherstellung ist das Gewindefräsen. Die Vorteile beim Gewindefräsen liegen nicht nur in der Fertigungsgeschwindigkeit, sondern vielmehr in der hohen Prozesssicherheit und den weitgehenden universellen Einsatzmöglichkeiten der Werkzeuge in den unterschiedlichsten Materialien.

Bild 1: Maße am Gewindefräser

Im Gegensatz zum Gewindebohrer hat der Gewindefräser kein Gewinde auf dem Schneidenteil (d1). Der Gewindefräser hat Profilrillen, deren Abstand der Steigung (P) entspricht (Bild 1). Um mit solch einem Werkzeug ein Gewinde herzustellen, muss die Maschine eine schraubenförmige Bewegung ausführen (Bild 2). Dabei muss diese Bewegung in Z-Richtung genau der Steigung entsprechen. Bei einer Umfahrung werden damit so viele Gewindegänge fertiggestellt, wie Rillen des Fräsers in das Werkstück eintauchen.

Bild 2: Verfahrweg beim Gewindefräsen

Da Gewindefräser keinen Anschnitt besitzen und die Gewindetiefe exakt programmiert werden kann, erreicht der Anwender maßgenaue Gewinde bis annähernd zum Bohrungsgrund. Beim Gewindefräsen unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Fräsverfahen: Gleichlauf und Gegenlauf (Bild 3). Zwischen den Fräsverfahren kann man beliebig wechseln, indem man die Vorschubrichtung des Werkzeuges ändert.

Bild 3: Schematische Darstellung des Gegenlauf- und des Gleichlauf-Fräsens


Inhaltsverzeichnis

Handbuch Spanen
Herausgeber: Günter Spur
10/2014, 1392 Seiten, € 239,99
ISBN: 978-3-446-43699-2
Seite 1047 - 1053

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