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CNC-Steuerung - Digitale Produktentwicklung und Fertigung

Digitale Fertigung

Auszug aus
Hans B. Kief, Helmut A. Roschiwal, Karsten Schwarz

CNC-Handbuch

02/2017, 821 Seiten, € 32,00
ISBN: 978-3-446-45173-5
667-672

Die Digitale Fertigung umfasst alle vorbereitenden Maßnahmen zu einer effektiven und produktiven Arbeit in der Werkstatt. Neben CAM-Lösungen spielen bei Produktumstellungen in der Grosserienfertigung auch CAP-Lösungen sowie Software zur Materialfluss- und Anlagensimulation eine wichtige Rolle.

Im Zusammenspiel zwischen CAD- und CAM-Systemen haben sich in den vergangenen Jahren vor allem drei Konstellationen herausgebildet:

  • Von CAD unabhängige Stand-alone CAM-Systeme,
  • wahlweise in die Benutzeroberflächen von CAD-Systemen integrierbare CAM-Lösungen, und
  • eine vollständige CAD/CAM-Integration.

Jede dieser Lösungen richtet sich an eine bestimmte Arbeitsorganisation in Industriebetrieben, und ein zu fertigendes Teilespektrum. Auch kommen für Zulieferer ohne Konstruktionsabteilung andere Systeme infrage, als für Hersteller mit eigener Produktentwicklung (Bild 3.11).

Bild 3.11: Der Formaufbau wird mit wissensbasierten Konstruktionstechniken weitgehend automatisiert

Bild 3.11: Der Formaufbau wird mit wissensbasierten Konstruktionstechniken weitgehend automatisiert

2 1⁄2 D-Programmiersysteme

Ein CAD-unabhängiges CAM-System war viele Jahre typisch für Zulieferbetriebe und Serienfertiger, die ein Telespektrum im 2 ½ D-Bereich, also Bauteile aus Regelflächen und -körpern herzustellen hatten.

Die Datenübernahme aus 2D-CAD-Systemen über DXF, IGES und andere Standardschnittstellen war in der Praxis meist aufwändiger und umständlicher, als die gewünschten Bauteile mit den Möglichkeiten des NC-Programmiersystems erneut zu erstellen:

Ausgehend von den Fertigungszeichnungen, Maßen und Materialeigenschaften wurden das Bauteil und ein fiktiver Rohling voneinander abgezogen. Die Kompetenz der 2 ½ D-Programmiersysteme lag in der schwierigen Kommunikation mit den CNC-Steuerungen der Werkzeugmaschinen.

CNC-Maschinen der Bearbeitungsarten Drehen, Fräsen, Erodieren und Laserschneiden erfordern unterschiedliche Datenformate und gehen im Befehlsumfang über die nach DIN 66025 genormte Standardsprache hinaus, die nur einen Grundwortschatz der benötigten Arbeitsanweisungen normiert.


Inhaltsverzeichnis
Auszug aus
Hans B. Kief, Helmut A. Roschiwal, Karsten Schwarz

CNC-Handbuch

02/2017, 821 Seiten, € 32,00
ISBN: 978-3-446-45173-5
667-672
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