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Bohren - Bohrmaschinen und Bearbeitungszentren

Bohrmaschinen und Bearbeitungszentren

Bohrmaschinen sind Werkzeugmaschinen für die Herstellung von kreisrunden Aussparungen in Werkstücken. Die Bohrwerkzeuge und Spannvorrichtungen sind für jede spezifische Aufgabe entsprechend auszuwählen. Bearbeitungszentren sind CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen mit einem Werkzeugspeicher und automatischem Werkzeugwechsel.

Bohrmaschinen in der Metallbearbeitung werden eingesetzt, um Bohrungen, je nach technischer Anforderung, in den gewünschten Qualitäten zu erzeugen. Die zum Einsatz kommenden Bohrwerkzeuge und Spannvorrichtungen sind für jede spezifische Aufgabe entsprechend auszuwählen.

Bearbeitungszentren sind CNC gesteuerte Werkzeugmaschinen, mit einem Werkzeugspeicher und automatischen Werkzeugwechsel. Die Wirtschaftlichkeit liegt auch in der Hybrid- und Mehrseitenbearbeitung. Bevorzugt wird die Fertigung in nur einer oder zwei Aufspannungen. Automatisierungen mit Palettensystemen und Werkstückwechseleinrichtungen kommen immer häufiger zum Einsatz.

Fertigungsverfahren mit Bohrwerkzeugen

Das Bohren, Senken und Reiben ist Spanen mit kreisförmiger Schnittbewegung, bei dem die Drehachse des Werkzeuges und die Achse der zu erzeugenden Innenfläche identisch sind (Idealfall). Die Vorschubbewegung verläuft dabei in Richtung dieser Achse.

Bohren ins Volle zählt zur Untergruppe „Bohren-Senken-Reiben“, die nach DIN 8589, Teil 2, entsprechend aufgeteilt ist. Es sind Fertigungsverfahren der Hauptgruppe „Trennen“ und der Gruppe „Spanen mit geometrisch bestimmten Schneiden“, DIN 8589, Teil 0.

Bohren in das volle Material zählt auf Grund seiner Kinematik zu den komplizierten Bearbeitungsvorgängen, Bild 1. Mit einem Anteil von ca. 35 % nimmt es wesentlich Einfluss auf die Struktur der Herstellkosten innerhalb der spanenden Fertigung.

Senken dient dazu vorhandene Löcher/Bohrungen zylindrisch oder kegelig zu erweitern, um vorspringende Teile wie Niet- und Schraubenköpfe sowie Muttern, Bolzen und dergleichen aufzunehmen.

Reiben ist erforderlich, um die oft nicht ausreichende Genauigkeit und Oberflächenrauheit gebohrter Löcher zu verbessern. Die im heutigen Austauschbau verlangten größeren Genauigkeiten und hohen Oberflächengüten werden durch Reiben erzielt.

Bild 1: Bewegungen beim Bohren

Bauformen und Ausführungen

Bohrmaschinen sind Werkzeugmaschinen für die Herstellung von kreisrunden Aussparungen in Werkstücken. Die Schnittbewegung und die Vorschubbewegung werden je nach Verfahren dem Werkzeug oder dem Werkstück zugeordnet.

Die Einteilung nach der Gestellbauform, der Lage der Arbeitsspindel und weiteren anwendungsorientierten Kriterien ergibt die Bauformen. Eine Auswahl enthält Bild 2.

Bild 2: Übersicht von Bauformen (ALZMETALL, Altenmarkt) a Tischbohrmaschine, b Pultbohrmaschine, c Säulenbohrmaschine, d Ständerbohrmaschine, e Schnellradialbohrmaschine (Schwenk- bzw. Auslegerbohrmaschine), f Bearbeitungszentrum in Kreuztischbauweise, g Bearbeitungszentrum in Gantry-Bauform

Da die Standardbauformen von Bohrmaschinen und Bearbeitungszentren in Kreuztischbauweise weitgehend bekannt sind, sollen hier nur Ausführungen von Bearbeitungszentren in Gantrybauweise für die Bohr-, Fräs- und Drehbearbeitung von ALZMETALL vorgestellt werden. Bearbeitungszentren gibt es in Bauformen deren Aufbau bei den Fräsmaschinen dargestellt wird.


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