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10.12.2015

Automatisieren ist keine Frage der Größe

Keine Frage, der Wettbewerb im produzierenden Gewerbe ist hart. Das betrifft besonders den Werkzeug- und Formenbau, der im Wettstreit mit Konkurrenten aus Fernost oder Osteuropa steht. Doch maßgeschneidertes Automatisieren klappt nicht nur in Konzernen, wie zwei fast gleich große Mittelständler aus Niedersachsen und Thüringen beweisen.

„Es wird immer schwieriger, die benötige Anzahl guter Mitarbeiter zu bekommen. Also muss man automatisieren und stärker auf Qualifizierung der Mitarbeiter setzen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein“, sagt Udo Fenske, Geschäftsführer der Maschinen- & Formenbau Leinetal MFL GmbH aus Neustadt am Rübenberge. Automatisierung spielt daher für ihn eine überlebenswichtige Rolle: Das Mitglied des VDMA-Fachverbandes Präzisionswerkzeuge zählt daher seit Jahren auch zu den Stammgästen von Informationsveranstaltungen, auf denen Firmen Automatisierungslösungen vorführen.

Besonders beeindruckt hat ihn im Frühjahr 2015 ein Besuch bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg. Im firmeneigenen Werkzeugbau-Netzwerk entstehen an Standorten in Deutschland, China, Indien und Polen über 300 unterschiedliche Spritzgießwerkzeuge pro Jahr.

Einsatz eines kräftigen Roboters

Stolz stellte Fenske beim Besuch in Blomberg fest, dass sein Familien-unternehmen vergleichbar modern wie der ostwestfälische Konzern aufgestellt ist. „Wir setzen ebenso wie Phoenix auf das Zusammenspiel von Robotern mit zwei HSC-5-Achs-Fräsmaschinen von Röders und einer Erodiermaschine in einer Fertigungszelle“, berichtet der Unternehmer. „In der Fertigungszelle entstehen Elektroden aus Graphit und Kupfer sowie Werkzeugeinsätze.“

Die Certa Jobmanager Systemlösung des Automatisierungslieferanten Erowa System Technologien GmbH aus dem fränkischen Cadolzburg arbeitet mit einem großzügig ausgelegten Rotary-Speichersystem für rd. 700 Aufnahmeplätze und separatem Speicherplatz für etwa 300 HSK-Fräswerkzeuge. Als besonders gut empfindet es der Geschäftsführer, dass der Roboter auch die Handhabung von größeren Werkstücken (bis 160 Kilogramm) übernehmen kann.

  • Kostengünstiger Einstieg: MFL verwendet einen gebrauchten Roboter auf einer 15 Meter-Schiene, den die Niedersachsen in einer kleinen Zelle per so genanntem Teachin „eingewiesen“ haben. Bild: Maschinen- & Formenbau Leinetal MFL GmbH, Neustadt a. Rbge.

    Kostengünstiger Einstieg: MFL verwendet einen gebrauchten Roboter auf einer 15 Meter-Schiene, den die Niedersachsen in einer kleinen Zelle per so genanntem Teachin „eingewiesen“ haben. Bild: Maschinen- & Formenbau Leinetal MFL GmbH, Neustadt a. Rbge.

  • Christian B. Töpfer, Geschäftsführer der Werkzeugbau Ruhla GmbH im thüringischen Seebach: „Besonders neugierig bin ich darauf, wie die Branche auf der Moulding Area der METAV im Februar 2016 das Thema Automatisierung und Industrie 4.0 angeht - und wie sie es mit praktischen Lösungen untermauert.“ Bild: Werkzeugbau Ruhla GmbH, Seebac

    Christian B. Töpfer, Geschäftsführer der Werkzeugbau Ruhla GmbH im thüringischen Seebach: „Besonders neugierig bin ich darauf, wie die Branche auf der Moulding Area der METAV im Februar 2016 das Thema Automatisierung und Industrie 4.0 angeht - und wie sie es mit praktischen Lösungen untermauert.“ Bild: Werkzeugbau Ruhla GmbH, Seebach

  • Udo Fenske, Geschäftsführer der Maschinen- & Formenbau Leinetal MFL GmbH aus Neustadt am Rübenberge: „Es wird immer schwieriger die benötiget Anzahl guter Mitarbeiter zu bekommen, also muss man automatisieren und verstärkt auf Qualifikation der Mitarbeiter zu setzen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“ Bild: Presseagentur Nikolaus Fecht, Gelsenkirchen

    Udo Fenske, Geschäftsführer der Maschinen- & Formenbau Leinetal MFL GmbH aus Neustadt am Rübenberge: „Es wird immer schwieriger die benötiget Anzahl guter Mitarbeiter zu bekommen, also muss man automatisieren und verstärkt auf Qualifikation der Mitarbeiter zu setzen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“ Bild: Presseagentur Nikolaus Fecht, Gelsenkirchen

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