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maschine+werkzeug 02/2012

An der Nadel

Titelstory

Die Überwachung von Werkzeugen und Werkstücken direkt im Maschinenraum steigert Effizienz und Sicherheit in der Produktion. Ausfälle und Beschädigungen lassen sich auf elegant einfache Art und Weise vermeiden.

Ein kleiner Klaps für das Werkzeug, ein großer Coup in Sachen Prozesssicherheit: Das Werkzeugüberwachungssystem BK Mikro der MSC Tuttlingen punktet vor allem mit Schnelligkeit und Flexibilität. Im Gegensatz zu vielen anderen Systemen ist BK Mikro eine taktile Überwachung, bei der eine Nadel das Werkzeug ertastet. Seine Effizienz gewinnt der Taster durch eine ausgeklügelte Steuerung dahinter.

Die MSC Tuttlingen GmbH ist aus der 1971 gegründeten Firma Leukhardt Systems hervorgegangen. Sie kam zur MSC-Gruppe, als diese vor rund zehn Jahren beschloss, über die reine Bauteiledistribution hinaus auch eigene Gesamtsysteme anzubieten. Im Zuge dieser erweiterten Strategie des Konzerns beschäftigen sich heute insgesamt elf Firmen innerhalb der Gruppe mit technischen Applikationen. Als eine von ihnen deckt das Tuttlinger Unternehmen drei ganz unterschiedliche Bereiche der industriellen Computertechnik ab: Industriecomputer, kundenspezifisches Elektronikdesign und Werkzeugkontrolle.

Letztere ist eines der ältesten Geschäftsfelder des Unternehmens, dessen Kunden vor allem aus der Automatisierungsbranche, dem Werkzeugmaschinenbau, der Medizintechnik und der Verpackungsindustrie kommen. Als Leukardt 1980 sein erstes System zur Überwachung von Werkzeugen in der Maschine vorstellte, stand das Kürzel ›BK‹ schlicht für ›Bohrerkontrolle‹. Es basierte zwar auf einem elektronischen System, musste aber anfangs noch auf die Computerunterstützung verzichten. Diese folgte 1982, als erste Mikroprozessoren ins Spiel kamen – der Zusatz ›Mikro‹ verweist bis heute auf deren Einsatz.

Ausgehend vom einfachen Abtasten eines Bohrers, womit festgestellt werden konnte, ob das Werkzeug bei der vorhergehenden Bearbeitung gebrochen ist oder nicht, wurde das System über die Jahre beständig weiterentwickelt. Es folgten Varianten für Doppelspindelmaschinen und immer kleinere Tastköpfe, die durch den Fortschritt der Technik möglich wurden. Heute bietet es eine leistungsfähige Kontrolle, die eine Vielzahl von Anwendungsfällen abdeckt. Die Überwachung von Bohrern ist der Haupteinsatzbereich geblieben. 90 Prozent der Einsätze von BK Mikro gelten reiner Bohrerüberwachung. Der Rest ist allgemeine Prozessüberwachung, bei der nach einem Bearbeitungsschritt kontrolliert wird, ob ein Prozess richtig ausgeführt wurde.

  • Einfach, aber sehr effizient: Die Messnadel des BK Mikro tastet mit einer voreingestellten Intensität die Spitze des Bohrers ab und erkennt so zuverlässig Werkzeugbruch.

    Einfach, aber sehr effizient: Die Messnadel des BK Mikro tastet mit einer voreingestellten Intensität die Spitze des Bohrers ab und erkennt so zuverlässig Werkzeugbruch.

  • Unterschiedliche Tastköpfe für jeden Einsatzbereich.

    Unterschiedliche Tastköpfe für jeden Einsatzbereich.

  • Die Steuergeräte von MSC kommunizieren mit der Maschinensteuerung.

    Die Steuergeräte von MSC kommunizieren mit der Maschinensteuerung.

  • Bild 4: An der Nadel

    Bild 4: An der Nadel

  • 5 Mit Tastern in unterschiedlichen Ausführungen und Messnadeln verschiedener Länge kann das Überwachungssystem von MSC an die jeweiligen Verhältnisse in der Maschine angepasst werden.

    5 Mit Tastern in unterschiedlichen Ausführungen und Messnadeln verschiedener Länge kann das Überwachungssystem von MSC an die jeweiligen Verhältnisse in der Maschine angepasst werden.

  • 6 Eine Einsatzvariante: Hier kontrolliert BK Mikro, ob das Werkstück nach der Bearbeitung korrekt ausgeworfen wurde, die Nadel darf also auf kein Hinderniss stoßen.

    6 Eine Einsatzvariante: Hier kontrolliert BK Mikro, ob das Werkstück nach der Bearbeitung korrekt ausgeworfen wurde, die Nadel darf also auf kein Hinderniss stoßen.

  • 6 Alternativ zur Überwachung der Bohrer können auch die Bohrtiefen kontrolliert werden, wenn die Situation in der Maschine eine direkte Werkzeugprüfung nicht zulässt.

    6 Alternativ zur Überwachung der Bohrer können auch die Bohrtiefen kontrolliert werden, wenn die Situation in der Maschine eine direkte Werkzeugprüfung nicht zulässt.

  • Prinzip der Preposition: Die Tastnadel fährt schon vor der Messung bis auf 10 Grad an die Position heran.

    Prinzip der Preposition: Die Tastnadel fährt schon vor der Messung bis auf 10 Grad an die Position heran.

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