Bei der Metallform Glaser GmbH aus Bamberg lautet der Slogan „Wir machen Sie erfolgreich“. Der Erfolg gibt der Philosophie von Gustav Naujoks, Geschäftsführer der Metallform Glaser GmbH, durchaus recht. Die Firma fertigt auf einer Produktionsfläche von knapp 4000 m2 technische Metallwaren, Stanzteile, sowie robotergeschweißte Baugruppen und beliefert damit eine Vielzahl an Branchen aus der Elektroindustrie, Telekommunikation, Medizin- oder Automobilindustrie. Weiterhin werden aktuell die hohen Anforderungen von Kunden aus dem Automobilrennsport bedient. Schnell erkannte das Unternehmen durch interne Optimierungsprozesse den Werkzeugbau als Kernkompetenz und investierte selbst in Zeiten der Weltwirtschaftskrise in dessen Ausbau. Derzeit beschäftigen sich drei Konstrukteure und 18 Angestellte im Werkzeugbau damit, perfekt verarbeitete Werkzeuge sowohl für die eigene Fertigung, als auch für externe Kunden herzustellen.
Ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens ist die Drahterosion, denn präzise Schnitte im Werkzeug- und Formenbau sind von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, absolute Perfektion und Exaktheit zu erreichen und den hohen Anforderungen der jeweiligen Branchen gerecht zu werden. Bei der Drahterosion kommt es bei der Auswahl der Drahtelektrode, neben der reinen Abtrags- und Schneidleistung, auch auf Einfädelstabilität, Bruchfestigkeit, Zuverlässigkeit bei Sonderwerkstoffen, selbst bei ungünstigen Werkzeugkonturen und/oder schlechten Spülbedingungen, an.
Hier liegt jedoch der wesentliche Vorteil der Hochleistungselektrode Topas plus X von Berkenhoff, denn viele Importdrähte, wie etwa herkömmliche Messingdrähte, sind zwar preisgünstig in der Beschaffung, haben jedoch eine geringe Schneidleistung und halten bei starker Beanspruchung oder Unterbrechung der Spülung nicht Stand und reißen im schlimmsten Fall. Damit steht die automatisierte Drahterodiermaschine still. Fatal, denn im ungünstigsten Fall kann die Anlage, nach erfolglosen automatischen Einfädelversuchen der Maschine, erst am nächsten Morgen manuell durch den Maschinenbediener wieder in Betrieb gesetzt werden. Hier bleiben nicht nur Maschinenressourcen für den automatischen Betrieb ungenutzt, es kostet auch unnötig Zeit und Geld, verschiebt interne Fertigungsabläufe, gefährdet die Einhaltung von Lieferterminen und verärgert nicht nur den Maschinenführer, sondern vor allem auch den Kunden.
Auch die Metallform Glaser GmbH blieb in der Vergangenheit von diesen Problemen nicht verschont und begab sich deshalb auf die Suche nach Alternativen. An dieser Stelle kam die Huber GmbH & Co. KG aus Fürth ins Spiel. Als langjährig spezialisierter Händler im Bereich Zubehör für Funkenerosion, befasste Huber sich intensiv mit den Problemstellungen der Metallform Glaser GmbH und brachte zur Prozessoptimierung den beschichteten Hochleistungsdraht Topas plus X der Marke bedra ins Spiel. Jörg Bayer, Fachberater im Vertrieb der Huber GmbH & Co. KG, veranlasste gemeinsam mit Karsten Dempert, dem neuen Leiter der Abteilung Werkzeugbau bei der Metallform Glaser GmbH und dem Anwendungsspezialist Stefan Pfaff, einen Praxistest, welcher die Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit dieses High-Tech Drahtes unter Beweis stellen und der Firma Glaser einen wirtschaftlichen Vorteil bringen sollte.
Tatsächlich überzeugte das beeindruckende Ergebnis Karsten Dempert und Stefan Pfaff bereits in der ersten Testphase mit Zahlen und Fakten. „Ein Schneidversuch zum Vergleich eines bisher eingesetzten Messingdrahtes mit dem beschichteten Testdraht Topas plus X bei einer Stempelhöhe von 100 mm ergab, dass beim Schneiden nur die Hälfte der Zeit benötigt wurde, was in Folge dessen auch den Drahtverbrauch deutlich reduzierte, denn je schneller die Maschine arbeiten kann, desto weniger Draht wird verarbeitet. Während der reine Drahtverbrauch bei dem Messingdraht 18.500 Meter betrug, überzeugte uns der Topas mit 10.250 Metern“, erklärt Karsten Dempert. Durch die deutlich höhere Abtragsleistung im Vollschnitt kommt der Zeit- und Leistungsvorteil selbst bei mehreren Nachschnitten zum Tragen. „Zwar ist der beschichtete Hochleistungsdraht in der Beschaffung teurer als herkömmlicher Messingdraht, die verkürzten Schneidezeiten und vor allem der niedrigere Verbrauch sprechen jedoch für sich und bedeuten langfristig eine clevere Investition“, fährt Dempert fort. So werden neue Ressourcen für weitere Aufträge geschaffen und sorgen für Kosteneinsparungen in punkto Energie und Arbeitsleistung. Diese Einsparungen, die die reinen Drahtkosten um ein Vielfaches übersteigen, fließen direkt in die Produktkalkulation ein und sorgen für eine noch wettbewerbsfähigere Angebotsgestaltung. Gerade in der Serienfertigung ist dies von entscheidender Bedeutung. Die neue Hochleistungsdrahtelektrode kann, bedingt durch die erzielte höhere Wirtschaftlichkeit der vorhandenen Drahterodiermaschinen, damit sogar die Gewinnung neuer Kapazitäten ermöglichen.
Ein weiterer Vorteil neben der reinen Performance sind die Zuverlässigkeit und die engen Fertigungstoleranzen des von der Berkenhoff GmbH in Deutschland hergestellten bedra Erodierdrahtes, vergleicht man ihn beispielsweise mit vielen Importprodukten oder Nachahmungen der patentgeschützten bedra Elektroden, die bereits so manche Maschine zum Stillstand gebracht haben. Die Metallform Glaser GmbH ist durch die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Hochleistungselektrode Topas plus X in der Lage, schneller zu fertigen, günstiger anzubieten und damit ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis für die eigene Fertigung zu gewährleisten, um dem gestiegenen Wettbewerbsdruck zu begegnen.
„Wettbewerbsvorteil heißt für uns raus aus der Austauschbarkeit, mehr leisten als der Kunde erwartet und damit einen echten Mehrwert bieten, der aktiv Probleme löst und langfristig zum Erfolg führt“, erklärt Gustav Naujoks. Denselben Leitgedanken verfolgen sowohl die Berkenhoff GmbH als auch die Huber GmbH & Co. KG. Drei starke Partner, die in Zeiten der Krise clever und antizyklisch agieren und dadurch das Vertrauensverhältnis zwischen Unternehmen und Kunde fokussieren. Das ist Leistung, die sich dauerhaft bezahlt macht. Durch den Einsatz von Mitarbeitern, wie Karsten Dempert und dem Anwender Stefan Pfaff konnten so im Verbund Lösungen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit der Metallform Glaser GmbH erarbeitet werden.